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Was kostet Sie Ihr nächster Lkw wirklich?
Die Anschaffung eines Elektro-Lkw kostet heute noch spürbar mehr als ein vergleichbarer Diesel – trotzdem kann sich die Umstellung schon nach wenigen Jahren rechnen. Der Grund liegt in den laufenden Kosten: E-Lkw sind bis Mitte 2031 von der Maut befreit, verursachen deutlich geringere Energiekosten und bringen zusätzlich Erlöse über die THG-Quote. Mit unserem TCO-Rechner sehen Sie in drei Schritten, wie sich Anschaffung, Energie, Maut, Wartung, Versicherung und Förderungen über die gesamte Haltedauer gegenüberstehen – für Ihren konkreten Einsatzbereich.

TCO statt Kaufpreis: Warum sich der Vergleich lohnt
Der Kaufpreis ist bei E-Lkw der sichtbarste, aber nicht der wichtigste Kostenfaktor. Ein Elektro-Lkw im 40-Tonnen-Segment kostet in der Anschaffung aktuell rund 250.000 bis 280.000 Euro – ein vergleichbarer Diesel-Sattelzug etwa 150.000 Euro. Wer nur auf diese Zahl schaut, hält die Elektrifizierung schnell für unwirtschaftlich. Die Gesamtkostenbetrachtung (Total Cost of Ownership, TCO) über die gesamte Haltedauer zeigt jedoch ein anderes Bild.
Die größten Kostenhebel im Überblick
Maut: Elektro-Lkw sind nach aktueller Gesetzeslage bis zum 30. Juni 2031 vollständig von der Lkw-Maut befreit. Diesel-Lkw im Fernverkehr zahlen dagegen je nach CO₂-Klasse rund 35 Cent pro Kilometer. Bei 90.000 Kilometern Jahresfahrleistung summiert sich das über fünf Jahre auf einen sechsstelligen Betrag – oft der größte Einzelposten im Vergleich.
Energiekosten: Ein E-Lkw verbraucht im Fernverkehr rund 85–90 kWh pro 100 Kilometer. Bei einem betrieblichen Strompreis von etwa 28 Cent pro kWh liegen die Energiekosten deutlich unter denen eines Diesel-Lkw mit rund 27–28 Litern Verbrauch auf 100 Kilometer.
THG-Quote: Für schwere Elektro-Nutzfahrzeuge (Klasse N3) lässt sich über die Treibhausgasminderungs-Quote ein jährlicher Erlös von aktuell bis zu 5.840 Euro pro Fahrzeug erzielen (garantierter Auszahlungstarif, Stand 29.06.2026) – ein Posten, der bei Diesel-Fahrzeugen komplett entfällt.
Wartung & AdBlue: E-Lkw benötigen weniger Wartung, da Bauteile wie Ölwechsel oder AdBlue-Nachfüllung entfallen. Ein Diesel-Lkw verbraucht zusätzlich rund 4–6 % seines Dieselverbrauchs an AdBlue – ein kleiner, aber über die Jahre spürbarer Kostenfaktor.
Für wen lohnt sich die Umstellung schon heute?
Besonders im Verteilerverkehr mit planbaren Tagesstrecken und Ladung am eigenen Betriebshof amortisiert sich die höhere Anschaffung häufig schneller als im Fernverkehr, da hier meist mit günstigem Depot-Strom statt teurem öffentlichem Schnellladen geladen werden kann. Im Fernverkehr entscheidet vor allem die Jahresfahrleistung: Je mehr Kilometer, desto stärker wirken Maut-Ersparnis und THG-Erlös zugunsten des E-Lkw.
Ladeinfrastruktur: der oft unterschätzte Baustein
Ob sich ein E-Lkw rechnet, hängt nicht nur vom Fahrzeug ab, sondern auch von einer passenden Ladelösung am Betriebshof – von der Netzanschluss-Prüfung über die richtige Ladeleistung bis zum Lastmanagement. Als unabhängiger Ladeinfrastruktur-Partner unterstützt emobicon Sie dabei, von der Standortanalyse bis zur Inbetriebnahme.
Hinweis: Der Rechner arbeitet mit marktüblichen Durchschnittswerten. Für eine verbindliche Kalkulation mit Ihren realen Konditionen (Stromtarif, Fahrzeugpreise, Fördermöglichkeiten) sprechen Sie uns gerne an.
Häufige Frage zum E-LKW
Lohnt sich ein E-Lkw trotz höherer Anschaffungskosten?
Ja, in vielen Fällen: Ein E-Lkw kostet in der Anschaffung zwar deutlich mehr als ein vergleichbarer Diesel-Lkw, gleicht das aber durch Maut-Befreiung, niedrigere Energiekosten, THG-Erlöse und geringere Wartungskosten über die Haltedauer oft aus oder mehr. Wie stark, hängt vor allem von der jährlichen Fahrleistung und dem Einsatzbereich ab – unser TCO-Rechner zeigt das für Ihren konkreten Fall.
Wie lange sind E-Lkw von der Maut befreit?
Nach aktueller Gesetzeslage sind vollelektrische Lkw bis zum 30. Juni 2031 vollständig von der Lkw-Maut befreit. Diesel-Lkw zahlen je nach CO₂-Klasse und Gewichtsklasse einen Maut-Satz, der im Fernverkehr aktuell bei rund 35 Cent pro Kilometer liegt.
Was ist die THG-Quote und wie viel bringt sie bei einem E-Lkw?
Über die Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) können Halter von Elektrofahrzeugen eine jährliche Prämie erhalten. Für schwere Nutzfahrzeuge (Klasse N3) liegt der garantierte Auszahlungsbetrag aktuell bei bis zu 5.840 Euro pro Fahrzeug und Jahr – deutlich mehr als bei Pkw, da die Prämie sich an der tatsächlich geladenen Energiemenge orientiert.
Welche laufenden Kosten fallen bei einem E-Lkw im Vergleich zum Diesel weg?
Bei einem E-Lkw entfallen unter anderem AdBlue, ein Großteil der klassischen Wartungsarbeiten (z. B. Ölwechsel) sowie – bis 2031 – die Maut. Dafür kommen Kosten für den Ladestrom sowie ggf. für die Ladeinfrastruktur am Betriebshof hinzu.
Ab welcher Jahresfahrleistung rechnet sich ein E-Lkw besonders?
Grundsätzlich gilt: Je höher die Jahresfahrleistung, desto stärker wirken Maut-Ersparnis und THG-Erlös zugunsten des E-Lkw, da beide Effekte direkt an die gefahrenen Kilometer gekoppelt sind. Ab etwa 60.000–70.000 Kilometern im Jahr zeigt sich in vielen Fällen ein klarer Kostenvorteil.
Was benötige ich zusätzlich zum E-Lkw für den Ladevorgang am Betriebshof?
In der Regel eine ausreichend dimensionierte Ladestation, einen geprüften Netzanschluss und – je nach Fuhrparkgröße – ein Lastmanagement, das mehrere Fahrzeuge gleichzeitig sicher lädt. emobicon plant und realisiert Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeugflotten von der Standortanalyse bis zur Inbetriebnahme.