Ausblick ElektromobilitätElektroauto "erfahren"Elektroauto MytheneMobilitätLadeinfrastrukturLadesäuleLadesäulenNewsNorwegenwallbe

Elektromobilität: wallbe® Bildungsreise nach Norwegen

Norwegen. Das skandinavische Land ist mittlerweile berühmt für sein Engagement in der Elektromobilität. Dort ist es normal geworden elektrisch mobil zu sein.

Für einer Bildungsreise nach Oslo haben sich zahlreiche wallbe® Fachpartner auf dem Weg nach Norwegen gemacht, um eMobilität hautnah zu erleben. Was ist anders, wie funktioniert es? Abgerundet wurde der Tripp mit jeder Menge Informationen, Besuch eines Fachpartners vor Ort und interessanten Workshops. emobicon war dabei | mit Video

von Micha | emobicon - 15.10.2018

Die Reise begann in Kiel, als wir die Fähre nach Oslo betraten um in den Stunden der Überfahrt über Elektromobilität zu sprechen, Erfahrungen auszutauschen und in ersten Workshops an Bord Fachinformationen erhielten. 

Besonders spannend war eine Entwicklung zu sehen, die es so wohl nur in Norwegen gibt  und über neue Produktinnovationen informiert zu werden. Oslo bot sich auch deshalb an, weil Oslo das Mekka für Elektromobilität in Europa geworden ist. Erst gegen den Trend – jetzt seiner Zeit voraus.

Die Bildungsreise der wallbe® Fachpartner begann in Kiel | Bild: emobicon

Modern, der Zeit voraus und innovativ ist Oslo

Die Skandinavier gelten in der Regel als besonnen, ruhig und eher von gestern. Dieser oft genannte Eindruck verflog schon, als wir in Oslo von Bord gingen und wir die grosse Masse an Lademöglichkeiten sahen. Die Anzahl rollender Elektrofahrzeuge ist sehr hoch. Sehr ungewohnt für uns – normal in Oslo wie es scheint. Bis es aber soweit war, mussten wir erst einmal realisieren, das wir hier der Zeit weit voraus sind. In Innovation und Einfachheit – im Gegensatz zur Regelwut die bei uns herrscht.

OK, Norwegen hat viel Wasserkraft und schon allein deshalb kann man mit Energie anders umgehen. Das will man aber eben auch nutzen, statt sich an alten fossilen Energien rumzuärgern. Während bei uns über Klimaschutz, Verkehrs und Energiewende gesprochen wird, lebt man das dort bereits im Alltag.

Auf Grund von nicht vorhandener Lobbypolitik ist es aber auch leicht Elektromobilität voran zu bringen. Grosszügige Förderungen in der eMobilität sind ein Baustein, aber auch kostenlose Lademöglichkeiten da wo man arbeitet. Während man bei uns in zahlreichen Widersprüchen steckt und dadurch sich selber blockiert, wird diese Mobilität angenommen. Zum einen weil es attraktiv ist und zum anderen weil auch die Norweger ganz offensichtlich ein anderes Gespür haben, was Ihnen und Ihrem Land gut tut.

Deutschland ist im Jammertal und mit Vorurteilen besetzt

Die ganze Reise über kamen Gedanken hoch, warum es wohl so ist, das bei uns eher das Jammern, als das denken im Vordergrund stehen. In zahlreichen Gesprächen unter den Fachpartner war auch zu erkennen, wieviel Überzeugungsarbeit man leisten muss, um etwas zu bewegen. Widersprüche im Handeln, der Politik, der Automobilindustrie, aber auch die Entscheider, die sich mehr im Weg stehen, als zu entscheiden.

Bei uns wird z.B. Förderung von Elektromobilität kaum kommuniziert. Bei uns wird widersprüchlich gehandelt und statt nach vorn zu schauen, hält man lieber an alten Technologien fest. Es scheint so, als sei man mit dem „Alten“ verwurzelt obwohl man doch einfach wissen kann, das Technologiesprünge aber auch die Verkehrswende ein Teil der Energiewende und damit des Klimaschutzes ist. Vorurteile und Mythen sind gross ausgeprägt und das Schlimme dabei ist, das die meisten, vor allem aus Unkenntnis, keine Ahnung haben von was sie reden. Aber zurück zur Bildungsreise.

Proxll gibt den Ton an

Die Firma Proxll in Oslo ist wallbe Fachpartner. Sie ist beteiligt bei der Entwicklung, Implementierung und den Betrieb von Ladeinfrastruktur aller Art. Sie schafft, wie wir in Deutschland, Lösungen in ganz Norwegen und ist damit zum Spezialisten  in der Elektromobilität in Norwegen geworden. Sehr beeindruckend.

Wenn man technische Lösungen will, bekommt man sie auch. Es fängt schon damit an, das im Parkdeck neben dem Firmensitz alle Parkplätze Lademöglichkeiten haben. Die Mitarbeiter sind überwiegend elektromobil unterwegs. Fragen die wir hatten klangen für Proxll komisch, aber trotzdem hat man sie gern beantwortet.

Neben dem Aufbau von Ladeinfrastruktur entwickelt man hier am Firmensitz auch Produkte für den Markt. Wir konnten uns einen Überblick verschaffen und was für uns viel beeindruckender war: Geht nicht – gibt es nicht.  Und das alles mit norwegischer Gelassenheit.

von Proxll erfuhren wir die Einfachheit mit der sie in der Elektromobilität unterwegs sind | Bild: emobicon
Ladeinfrastruktur Innovationen für den europäischen Markt von Proxll | Bild: emobicon
beeindruckend innovativ - PROXLL in Oslo | Bild: emobicon
wallbe Ladeation im Parkhaus der Osloer Markhallen | Bild: emobicon

Elektromobilität muss sichtbar sein

Beindruckend war die Sichtbarkeit von Elektromobilität in der Stadt. Unterwegs begegneten uns ganz selbstverständlich nicht nur unendlich viele Elektrofahrzeuge, sondern auch da, wo die Fahrzeuge sind, kann man ganz normal aufladen. So sahen wir in nur einem Parkhaus 104 Ladestationen. Das ist dort technisch kein Problem wie wir erfuhren und nur so nimmt man Ängste, Vorurteile und schafft Vertrauen. Auf vielen Ebenen.

Hohe Dichte an Ladeinfrastruktur in Oslo | Bild: emobicon
Elekroautos in Oslo - man sieht sie viel und ständig | Bild: emobicon

Elektromobile Workshops

In zahlreichen Workshops im Hotel und auf dem Schiff wurden technische Dinge besprochen, aber auch ganz einfach diskutiert. Zum Beispiel war das deutsche Steuerrecht grosses Thema. So gibt es für Unternehmen ja auch einiges zu beachten. Manches klingt so absurd, aber man muss sich dem offenbar beugen. Wichtig ist zumindest manch Information zur Aufklärung für Unternehmen, die Ladeinfrastruktur aufbauen möchte.

Neue technische Details in der Entwicklung wurden vorgestellt und Firmen wie NZR, Schneider Electric oder Spelsberg, die bereits heute als Zulieferer für wallbe in der Innovation sehr weit sind. Sei es bei der Leistungselektronik, Anschlüssen in Ladeinfrastruktur oder bei den Gehäusen die viel aushalten müssen.

Gemeinsame Entwicklungen sind es, die zwischen Lieferanten auf der einen Seite, aber auch en Herstellern wie wallbe auf der anderen Seite helfen, zukunftsfähig zu sein und Innovationen am Markt zu haben.

Fachpartner unser sich

Für mich persönlich waren auch die zahlreichen Gespräche innerhalb der Reisegruppe interessant. Es werden sich Synergien dabei rauskommen, so dass sich Stärken einzelner Fachpartner prima ergänzen lassen. Natürlich hatten wir auch viel Spass auf dieser Reise. Das bleibt nicht aus. Denn nach Workshops, Besichtigungen und Informationen gab es eben auch Gespräche über den Tellerrand hinaus. Eine angenehme Reisegruppe.

Einen grossen Dank gehört Rainer von wallbe, der diese Bildungsreise organisiert hat. Ebenso der beteiligten Firmen für die vielen neuen Informationen die uns künftig helfen werden. D A N K E !

wallbe® Fachpartner auf Bildungsreise in Oslo | Bild: emobicon

Eindrücke unserer Reise !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.