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Urlaub: Mit dem Elektroauto an die Algarve nach Portugal

Urlaub: Mit dem Elektroauto an die Algarve nach Portugal | emobicon

+++  DIE VORBEREITUNGEN +++

Jetzt ist entschieden: Wir fahren mit dem Elektroauto ca. 6000 Kilometer bis an die Algarve und wieder zurück. Jetzt beginnen die Vorbereitungen für diesen Urlaub im September und wir werden darüber berichten! 
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von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Nach über 300.000 elektrischen Kilometern, viel Spass und Erfahrung werden wir dieses Jahr im Spätsommer 2019 mit einem unserer Elektrofahrzeuge Hyundai KONA elektro oder TESLA Model 3 an die Algarve nach Portugal fahren. Von Deutschland über Frankreich und  Spanien nach Portugal bis runter an die Küste nach Portimao. Zurück geht es von der Algarve über Madrid und Barcelona  Turin in Italien, durch die Schweiz wieder nach Deutschland. Wir haben uns bereits in eine kleine Villa am Strand eingemietet und freuen uns schon sehr. Alte Freunde, die dort seit Jahren wohnen freuen sich schon auf unser Wiedersehen. Wir stecken mitten in den Vorbereitungen…

Sie können uns hier bei den Vorbereitungen begleiten, denn wir berichten ab sofort über unsere Planung. Wir hören schon die Stimmen, von erstaunen bis bekloppt. Aber das kennen Elektroautofahrer bereits – wir natürlich auch. Das ist nicht unsere erste lange Tour, auch nicht ins Ausland. Wir berichten von der Tourplanung bis zu den Erlebnissen unterwegs. Am 31. August geht es los und wir werden dann immer wieder LIVE von unterwegs berichten. Ausserdem gibt es immer wieder Postings von Erlebnissen und kleine Berichten über die Strecke, die Hotels, das Elektrofahrzeug, das aufladen unterwegs.

Wir haben 3 Zwischenübernachtungen auf dem Hinweg geplant, denn der Weg ist das Ziel. Wir wollen auch unterwegs an bestimmten Plätzen verweilen. Uns hetzt nichts. Klar ist bereits: Erstes Ziel ist Paris in Frankreich. Dort werden wir eine Nacht verbringen, bevor es dann weiter Richtung Süden geht. An der Algarve bleiben wir 6 Nächte. Zurück wird die Streckenführung aber anders sein – über Madrid, Barcelona und durch die Schweiz nach Hause.

Was braucht man für solch einen Trip? Lust, Freude, eine Streckenplanung, vielleicht paar Ladekarten, ggf. Mautbefreiung oder Vignette, Hotel, schönes Wetter, Sitzfleisch, keine Angst und die Freude auf Urlaub. Eigentlich nicht viel. Wir packen das, davon sind wir überzeugt. Die Planungen laufen…

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Die Annahme, es gäbe nicht genug Ladestationen ist praktisch falsch. Das haben unsere Tipps in der Vergangenheit immer wieder gezeigt. Aber die Mythen der Elektromobilität halten sich – aus Unwissenheit und vor allem oft auch aus Angst und gezielt falsch gestreuten Informationen. 

Wir freuen uns auch über Ihre Tipps, Anregungen und Fragen. Deshalb machen wir das ja auch !

Immer dann, wenn wir mit der Planung weiter machen, werden wir den Beitrag „hochschieben“ und über unsere Social Media Kanäle erinnern.  Und nochmal zur Erinnerung: Am 31.8. geht es los !

Die Planungen in chronologischer Reihenfolge

August 2019

Mittlerweile haben alle Hotels unsere Buchungen bestätigt. In einem Fall für Portugal hat ein Hotel falsche Angaben gemacht – lässt auch nicht mit sich reden. Es geht darum das sie unsere Buchung bekommen haben, weil sie angaben, dass sie eine Ladestation im Hotel haben. Raus kam aber nach der Buchung: Haben sie nicht. Das Hotel verweist auf eine Ladestation an einer Tanke in der Nähe. Die Frage ist also: Können wir dort lade? Da wir Mobilität.E Zugang haben dürfte das fu ktionieren. Wir werden darüber berichten !

Auf der Rücktour geht es ja für eine kurze Strecke, aber eine Nacht nach Turin in Italien. Hier gibt es auch einiges zu beachten: 

Die Italiener erheben eine streckenabhängige Maut. Das bedeutet, dass sich auf den meisten italienischen Autobahnen die „Pedaggio“ (Maut) danach richtet, mit welchem Fahrzeug man welche Strecke fahren kann. Nur auf einigen wenigen Teilstücken zahlt man eine Pauschale. Zudem ist die Höhe der Mautgebühren auch 2017 weiterhin abhängig vom jeweiligen Fahrzeug.

Unterteilt wird in folgende Fahrzeugkategorien:

Kategorie 1: Motorräder und Autos mit nicht mehr als 2 Achsen und bis 1,3 m Höhe

Kategorie 2: Wohnmobile, Fahrzeuge mit nicht mehr als 2 Achsen und über 1,3 m Höhe

Kategorie 3: Autos plus Wohnwagen, Fahrzeuge mit nicht mehr als 3 Achsen oder mit 2 Achsen und 1-achsigem Anhänger

Wenn man mit einem Pkw unterwegs ist, muss man pro Kilometer mit ungefähr 7 Cent rechnen. Mit einem Mautrechner im Internet kann man die genauen Kosten ermitteln. Zum Beispiel unter www.autostrade.it.

Für die Maut in Italien gibt es keine Vignette. An jeder Mautstation werden auch 2017 Gebühren fällig. Um die Gebühren zu bezahlen, haben Sie 4 Möglichkeiten: Barzahlung | Kreditkarte | Viacard | Telepass.

Extra Maut Kosten in Italien

Ebenso wie für den Brenner fällt Maut auch für andere Alpenpässe und Alpentunnel an.

zum Beispiel: Montblanc-Tunnel(Italien–Frankreich): 56,30 €

Brenner(Italien–Österreich): 18,00 €

Großer-Sankt-Bernhard-Tunnel (Italien–Schweiz): 44,60 €


Bis jetzt haben nur die beiden italienischen Städte Mailand und Bologna eine Citymaut eingeführt.
Wenn man dort in die Innenstadt fahren möchten, muss man bezahlen.

  • In Mailand heißt die Citymaut „Ecopass“. Sie wird wochentags zwischen 7.30 Uhr und 19.30 Uhr erhoben. Je nach Schadstoffklasse kostet der Ecopass zwischen 2 und 5 Euro pro Tag.
  • In Bologna brauchen Sie das städtische Mautticket nur für die verkehrsberuhigte Zone in der Innenstadt. Es kostet 5 Euro pro Tag. Es gibt auch ein 4-Tages-Ticket für 12 Euro.

In beiden Städten gibt es die Tickets an Kiosken, in Zeitschriftenläden, Tabakgeschäften oder auch in Cafés.

Es geht bald los und ich gebe zu: Ich werde nervös. Ja ich freue mich – ja ich will endlich raus, weg und einfach Urlaub machen. Jetzt ist es nur noch Kleinkram der erledigt sein will: Sonnencreme, Koffer, Klamotten und Co für die Tour und das leidigste Thema der Tour: MAUT. Es ist so widersprüchlich und damit auch kompliziert, dass wir wahrscheinlich gar nichts mehr tun werden. Was genau passiert, wissen wir nicht, aber spontan geht es meistens auch. Im Notfall länger auf Tour und im Notfall teurer, aber immerhin rauf auf die Strassen

Besonderheiten in den Verkehrsregeln von Italien: Sehr genau sollte man die Geschwindigkeiten beachten. Es kann sehr teuer werden, im schlimmsten Fall sogar zur Verhaftung kommen, sollten die Spielregeln nicht eingehalten werden.

FahrzeugIm OrtLandstraßeSchnellstraßeAutobahn
Pkw/Motorrad50 km/h90 km/h110 km/h
(bei Nässe:
90 km/h)
130 km/h
(bei Nässe:
90 km/h)
Gespann50 km/h

70 km/h

70 km/h

80 km/h

Fahranfänger dürfen die ersten 3 Jahre auf Schnellstraßen nicht schneller als 90 km/h und auf Autobahnen nicht schneller als 100 km/h fahren. Wenn Sie ein Verkehrszeichen oder eine Straßenmarkierung mit dem Begriff „rallentare“ passieren, ist besondere Vorsicht geboten. „Rallentare“ heißt „langsam fahren“.

Ähnlich wie in Deutschland, ist auch in Italien Alkohol am Steuer keine gute Idee. Die Promillegrenze 2018 in Italien liegt bei 0,5. Bereits ab 0,8 Promille kann es eine Haftstrafe geben. Fahranfänger in den ersten 3 Jahren dürfen überhaupt keinen Alkohol trinken. Für sie gilt 0,0 Promille.

Auf welche Verkehrsregeln muss man besonders aufpassen?

In Italien gilt die Warnwestenpflicht: Wer nach einer Panne oder einem Unfall außerhalb eines Ortes das Auto verlässt, muss eine Warnweste tragen. Sie gehört auf Reisen ebenso ins Auto wie ein Europäischer Unfallbericht und die Grüne Versicherungskarte. Beides ist nicht vorgeschrieben, ist bei einem Unfall im Ausland aber eine große Hilfe. Ist Ihr Auto auf einer Autobahn liegengeblieben, dann dürfen Sie es nicht selbst abschleppen. Sie müssen immer einen Pannendienst rufen. Wenn Sie in Italien mit dem Auto unterwegs sind, müssen Sie auch tagsüber mit Licht fahren. 

Juli 2019

Nachdem wir im Juni 2019 so viel Action hatten und uns kaum um den Urlaub gekümmert haben werden wir nun weiter planen. Es wird Zeit. Noch wenige Wochen, dann geht es los. Auf nach Portugal – rein elektrisch.

Die Frage ist nun aber: Mit welchem Stromer ? Hyundai KONA elektro oder doch Tesla Model 3? Mal schauen, auf was wir Bock haben und was sich dann ergeben wird.

Juhu, die 2 beantragten Ladekarten sind angekommen. Beide Ladekarten sind für uns unterwegs in Spanien und Portugal wichtig. Zum einen , weil Roaming, wie wir das bei deutschen Anbietern kennen kaum vorhanden ist und zum anderen sind viele Ladevorgänge immer noch kostenlos.  So war es auch mal in Deutschland. Als Förderung für die Elektromobilität.

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Die wichtigste spanische Ladekarte von sodetrel ist da. Damit haben wir Ladesicherheit für die Hin und Rücktour durch Spanien | Bild: emobicon

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Mobi.E ist einer der Ladesäulen Betreiber in Portugal. Bis Nov. 2019 ist der AC Ladevorgang gratis. Diese Ladekarte ist in Portugal Pflicht! | Bild: emobicon

Mit dem Elektroauto in den Urlaub | emobicon

Die geplante Rückfahrt von Portimao nach Deutschland. Rund 3300 km Strecke – elektrisch !

Anspruchsvoller als die Hinfahrt wird die Heimfahrt nach Deutschland werden. Geplant haben wir 4 Übernachtungen – der Weg ist das Ziel nicht, dass wir in rund 32 Stunden zu Hause ankommen. Dann wäre der Urlaub ja schon wieder im Eimer – die Erholung dahin. Das Laden wird auch hier keine Probleme machen, mit Ladekarten sind wir ja versorgt. 

Die Hotels in Madrid, aber auch in Barcelona, Turin in Italien und dann in Deutschland im Schwarzwald haben Lademöglichkeiten für unser Fahrzeug. Während wir schlafen, kann das Fahrzeug vor Ort langsam und Über Nacht  aufgeladen werden.

Anspruchsvolle Abschnitte sind sicher von Barcelona nach Turin und von Turin durch die Schweiz nach Deutschland.

Diese gut 3200 km Rückfahrt  wird anstrengend – ja. Aber wir sind guter Dinge. Von Null auf 3000 m und wieder zurück, das ist nicht ganz ohne, aber wir gehen davon aus, das wir das gut gemeistert bekommen.

Von Barcelona nach Turin, werden wir wahrscheinlich nur ein Teil auf der Autobahn verbringen – lieber sind uns in diesem Fall die mautfreien Strassen.

Durch die Schweiz geht es dann auf jeden Fall ohne Autobahn nach Deutschland. Mal sehen ob wir auch Maut zahlen müssen, denn Passstrassen können auch Nationalstrassen sein.

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Von 0 auf über 3000 m Höhe – eine tolle Tour durch eine tolle Landschaft | Quelle: Chargemap

Portugal:

Portugal ist bekanntlich die Heimat berühmter Seefahrer und Entdecker! Wenn man das beliebte Urlaubsland auf der Iberischen Halbinsel mit dem eigenen Fahrzeug erkunden will muss man einiges abfahren und Maut gibt es hier auch.

Einfach MERKEN

Auf Strecken, die mit dem blauen Schild „Electronic toll only“ gekennzeichnet sind, kann die Maut nur elektronisch bezahlt werden. Das heißt, die Fahrzeuge werden über die automatische Kennzeichenerkennung registriert. 

Vier Möglichkeiten in Portugal Maut zu bezahlen

In Portugal gibt demnach verschiedene Möglichkeiten, die Autobahngebühren zu begleichen. Der klassische Weg, mit Bargeld oder per Kreditkarte an einem Kassenhäuschen zu zahlen, ist nicht mehr auf allen Mautstrecken möglich und wird in Zukunft wohl noch seltener angeboten werden. Alternativ wird eine elektronische Maut erhoben. Gekennzeichnet sind diese Autobahnabschnitte mit blauen Schildern und dem Schriftzug „Electronic toll only“.

Um hier bezahlen zu können, müssen Sie entweder die elektronische Via-Verde-Box in Ihrem Fahrzeug installieren oder Ihr Kennzeichen für die Mautbezahlsysteme Easy Toll, Toll Service oder Toll Card registrieren. Den Quittungsbeleg hierfür müssen Sie für den Fall einer Kontrolle im Fahrzeug aufbewahren. Da Easy Toll, Toll Service und Toll Card ausschließlich auf Autobahnen mit dem „Electronic toll only“-Mautsystem funktionieren – sollten Sie für Strecken mit klassischer Mautstation weiterhin Bargeld oder eine Kreditkarte parat halten.

Easy Toll

Für Touristen besonders geeignet ist das Angebot Easy Toll, sagt die portugiesische Touristeninformation. Nach der Anmeldung ist die Registrierung 30 Tage lang gültig. Die Verkaufsstellen findet man an den „Welcome Points“ der Grenzstationen der Nationalstraße EN13 – Vila Nova de Cerveira, der Autobahn A24 – Chaves, der Autobahn A25 – Vilar Formoso und der Autobahn A22 – Vila Real de Santo António.

Man benötigt eine Kreditkarte von Mastercard oder Visa. Die elektronische Maut wird jedes Mal von der Kreditkarte abgebucht, sobald das System das Kennzeichen beim Durchfahren einer Mautstelle erkennt.  Unter Portugal Tolls lässt sich das registrierte Kennzeichen während der Laufzeit von 30 Tagen ändern oder die Registrierung kündigen.

Toll Service

Wenn man einen Kurztrip nach Portugal plant, ist das Prepaid-Ticket die richtige Wahl. Für einmalig 20 Euro kann man damit drei Tage lang alle Autobahnen nutzen, auf denen das „Electronic toll only“-System gilt. Für den Fall, dass man die Autobahn nur kurz nutzen möchte, um zum Beispiel zu den Flughäfen in Porto oder Faro zu gelangen, ist ein spezielles Airport-Ticket erhältlich. Toll Service kann man an Autobahntankstellen, in Postämtern, Tourismusbüros oder online kaufen.

Ist man nicht registriert und sei die Fahrt auf der mautpflichtigen Strecke auch noch so kurz kann es sehr teuer werden, wenn man erwischt wird. Die Kontrollen sollen streng sein.


Toll Card

Auch dieses Tollticket bezahlt man bereits im Voraus: Die Prepaid-Karten sind im Wert von fünf, zehn, 20 oder 40 Euro in Postämtern, an ausgewählten Autobahn-Servicestationen und online unter Toll Card erhältlich. 

Um das Zahlsystem dann zu aktivieren, sendet man eine SMS mit Ihrem Kfz-Kennzeichen sowie dem Code, der auf der Karte freigerubbelt werden muss, an die auf der Toll Card angegebene Service-Rufnummer. Das ist recht easy.

Nach erfolgreicher Aktivierung erhält man eine Bestätigung des Mautbetreibers und dann kann man diese Karte ein ganzes Jahr lang nutzen. Ist das Guthaben aufgebraucht, erhält man eine Information per SMS um entsprechend reagieren zu können. 

Unter Toll Card und mit Ihren Daten kann man das Restguthaben einsehen und neues aktivieren. 

Manchmal kommt es bei ausländischen Daten zu Problemen, die in der Regel aber zügig behoben werden.

Man sollte stets ermöglichen, dass man die SMS vorzeigen kann, wenn man kontrolliert wird.

Via Verde Visitor

Bei Via Verde Visitor handelt es sich um einen elektronischen Sender, den man für max 90 Tage mieten kann. Via Verde funktioniert nicht nur auf Strecken mit „Electronic toll only“, sondern auch auf Autobahnen mit herkömmlichen Mautstellen. Eigens für Via Verde reservierte Fahrspuren ermöglichen ein rasches Durchfahren der Mautstationen.

Die Mautbox wird, ähnlich wie eine Plakette, am oberen Rand der Windschutzscheibe angebracht. Zu mieten ist die Box in Postämtern, Tankstellen oder speziellen Vertriebsstellen, wo man die Via-Verde-Box auch gleich mit einem Mindestbetrag von zehn Euro aufladen kann. Bestellbar ist die Box ViaVerde zudem auf www.tolltickets.com.

Die Mietkosten für die Kurzzeitnutzung des elektronischen Mautbezahlungssystem Via-Verde-Box betragen nach einer einmaligen Aktivierungspauschael von 5 Euro, eine tägliche Gebühr von 1,75 für die ersten 28 Tage. Danach kann die Box kostenfrei weiter benutzt werden.

Über den Anbieter Tolltickets können Sie auch von Deutschland aus eine Via-Verde-Box bestellen.

Sollten Sie mit einem ausländischen Wagen in Portugal auf einer Strecke mit „Electronic toll only“-Bezahlsystem unterwegs sein – ohne eine Via-Verde-Box im Fahrzeug zu haben und ohne Ihr Kennzeichen über Easy Toll, Toll Service oder Toll Card registriert zu haben -, droht ein Bußgeld zwischen 25 und 125 Euro plus Verwaltungsgebühr.

Sollten Sie mit einem in Portugal zugelassenen Fahrzeug, beispielsweise einem Mietwagen, in diese Situation geraten, können Sie die Mautgebühren nach zwei Tagen nachträglich in jedem Postamt bezahlen. Dafür haben Sie wiederum maximal fünf Tage Zeit – ansonsten droht ebenfalls ein Bußgeld. Muss sich die Autovermietung um die Erstattung der Maut kümmern, werden in der Regel hohe Bearbeitungsgebühren fällig.

Das kann durchaus der Fall sein. Neben den mautpflichtigen Autobahnen bieten sich für eine Rundreise durch Portugal selbstverständlich auch die vielen portugisischen Schnellstraßen, Nationalstraßen und Landstraßen an, die allesamt mautfrei sind. Wenn Sie es nicht besonders eilig haben oder mit dem Wohnmobil unterwegs sind, für das die Maut in der 80 Prozent teureren Fahrzeugklasse 2 berechnet wird, können Sie auf diesen Straßen durchaus Geld sparen. In der Algarve beispielsweise bietet Ihnen die N125 nicht nur eine kostenfreie Alternative zur A22, sondern garantiert auch einen schönen Ausblick auf die wunderbare Natur Portugals.

Mai 2019


Autowelt - Beschilderung für mautfreie Autovía und mautpflichtige AutopistaWir müssen nur beachten: mautpflichtige oder mautbefreite Strassen

SPANIEN: 

Nicht nur auf unser Weg durch Spanien auf der Hinfahrt, sondern besonders auf der Rückfahrt müssen wir mit Mautgebühren rechnen. Die gute Nachricht vorweg: Ein Großteil des nationalen Straßennetzes in Spanien ist gebührenfrei – die kostenpflichtigen Streckenabschnitte sind jedoch deutlich besser ausgebaut.

Generell wird bei spanischen Autobahnen zwischen den kostenfreien, staatlichen Autovías „A“ und den gebührenpflichtigen, privat betriebenen Autopistas „AP“ unterschieden. Auf Letzteren fällt eine streckenbezogene Maut an, so wie Sie es beispielsweise aus europäischen Nachbarländern wie Frankreich, Italien, oder Polen kennen. Die Stadtautobahnen in und um Valencia oder Barcelona sind kostenfrei.

Da wir es nicht besonders eilig haben, sind mautfreie Strecken ein willkommenes Mittel zur Entschleunigung – und Sie sparen zudem Geld. Allerdings sorgt wohl ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, wie es auf mautfreien Straßen häufig vorkommt, schnell für Stress. Also werden wir noch abwägen welche Strassen wir nutzen. 

Manchmal hat man aber keine Wahl, haben wir festgestellt. Denn einige zentrale Strecken, führen nur über die staatlichen und somit gebührenfreien Autovías. 

Es gibt auch in Spanien einiges zu beachten: 

Hier gelten folgende Höchstgeschwindigkeiten:

  • geschlossene Ortschaften: 50 km/h
  • außerhalb von Ortschaften: 90 km/h
  • ausgewiesene Schnellstraßen: 100 km/h
  • Autobahnen: 120 km/h

Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von mehr als 20 km/h kostet mindestens 100 Euro, bei 50 km/h sind es bereits 600 Euro. Sollten wir geblitzt werden und ein Bußgeld in Höhe von über 70 Euro zahlen müssen, kann dieser Bescheid in Deutschland vollstreckt werden. Bei einer Bezahlung innerhalb von 20 Tagen reduziert sich das Bußgeld allerdings um die Hälfte.

Ohne Warnweste im Auto, ohne angelegten Sicherheitsgurt oder mit dem Handy am Ohr, muss mit einem Bußgeld von mindestens 200 Euro gerechnet werden. Aber wir haben ja einen Freisprecheinrichtung im Kona elektro.

Da wir mit dem eigenen Elektrofahrzeug fahren, muss bei einer Kontrolle die Betriebserlaubnis und der Versicherungsschein samt aktuellem Zahlungsbeleg für die Maut vorgelegt werden. Der europäische Unfallbericht muss auch mitgeführt werden. 

Frankreich: 

Hier gilt: 

Geschwindigkeitsbeschränkungen beachten . Außerhalb geschlossener Ortschaften unterscheiden sie sich von denen in Deutschland:

  • innerhalb geschlossener Ortschaften: 50 km/h
  • außerorts auf Route Départementale „D“ und Route Nationale „N“: 90 km/h
  • auf vierspurigen Schnellstraßen: 110 km/h
  • auf Autobahnen: 130 km/h

Autowelt - Tempolimits in Frankreich

Verkehrsregeln sollte man auch ausserhalb von Deutschland beachten

Für Führerscheinneulinge gilt:  In den ersten 2 Jahren darf man außerorts höchstens 80 km/h, auf Schnellstraßen nicht schneller als 100 km/h und auf Autobahnen maximal 110 km/h fahren.

Die Grüne Karte ist zwar nicht mehr vorgeschrieben, es wird aber nicht schaden sie dabei zu haben. Auch der Europäische Unfallbericht gehört dazu. 

In Frankreich gibt es die Warnwestenpflicht. In jedem Fahrzeug muss mindestens eine Warnweste pro Person sein. Man muss sie tragen, sobald man nach einem Unfall oder einer Panne aus dem Auto aussteigt. Verstöße kosten Sie mindestens 90 Euro.

Vor Polizeistationen, Postämtern und Krankenhäusern darf man in Frankreich nicht parken. Auch ein gelber Streifen am Fahrbahnrand weist auf ein Parkverbot hin. Bei weißen gestrichelten Linien kann man das Auto bedenkenlos abstellen, meistens aber mit Lösen eines Parktickets.

Neben der Autobahnmaut gibt es seit Juli 2016 mit der Umwelt- und Feinstaubplakette „Crit’Air“ eine weitere Gebühr für Autofahrer. Die Vignette ist auch für Touristen Pflicht, die mit dem eigenen Auto reisen. Die Umweltvignette kategorisiert die Fahrzeuge nach ihrer Umweltfreundlichkeit, auf der die Zufahrtserlaubnis in so genannte Umweltzonen, „Zones à Circulation Restreinte /ZCR/ZPA“ basiert. Es gibt insgesamt 6 Kategorien. Eingeführt wurde die Plakette stufenweise, zunächst für Lyon und Grenoble, Anfang 2017 schließlich auch für Paris, Straßburg und Lille. Die Plaketten können über das Internet auf der Seite www.certificat-air.gouv.fr bestellt werden und kosten 3,70 Euro zuzüglich Versand. Für uns gilt: Elektroauto —> grüne Plakette.


Belgien: 

Hier fahren wir durch, um nach Frankreich zu kommen. Wenn man mit dem Auto in Belgien unterwegs ist, gelten einige wenige Regeln: So gehören eine Warnweste, ein Warndreieck und ein Verbandskasten zum Pflichtinventar im Auto. 

Neu in Brüssel seit 2018: Fahrverbote in der Umweltzone 

Seit Januar 2018 gibt es eine flächendeckende Umweltzone (Low Emission Zone – LEZ) im gesamten Stadtgebiet einschließlich der 19 dazugehörigen Gemeinden.

Autowelt - rotes rundes Verbotsschild, das ein Auto mit starker Abgasentwicklung beieinhaltet sowie ein zweites Schild, das durchgestrichen ist

Copyright: www.lez.brussels

Langfristig dürfen keine Fahrzeuge mehr in die Stadtzone einfahren, die nicht die aktuelle Abgasnorm (Euro 6-Norm) erfüllen. Lediglich die Ringstraße R0 ist von dieser Umweltregelung ausgenommen.

Fahrzeuge, die die Umweltauflagen entsprechend erfüllen und in die Stadt einfahren möchten, müssen künftig registriert werden. Überwachungskameras im ganzen Stadtgebiet können so durch den Abgleich des registrierten Nummernschildes die Zugangsberechtigung kontrollieren. Die Registrierung ist (nach einer Übergangsfrist) ab 1. Juni 2018 erforderlich und ist online über die Homepage der Stadt Brüssel möglich.

Wir mit unserem Elektrofahrzeug haben uns registriert. Das war easy und unkompliziert.

Verstöße gegen die Einfahrtsbeschränkungen in die Umweltzone werden ab Oktober 2018 geahndet, die Bußgeldhöhe soll dann zwischen 150 und 350 Euro liegen.

Folgende Geschwindigkeitsbegrenzungen müssen beachtet werden

  • Innerorts gilt in Belgien für alle Fahrzeuge eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.
  • Außerhalb geschlossener Ortschaften müssen sich Pkw und Motorräder an das Tempolimit von 90 km/h halten.
  • Auf Schnellstraßen sind 120 km/h erlaubt.
  • Autobahnen: Hier gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.
  • Pkw mit Anhänger dürfen außerorts nicht schneller als 90 km/h fahren.

Die Mautpflicht gilt in Belgien nicht Pkw, Busse, Reisemobile sowie für Fahrzeuge mit einem vorgeschriebenen Gesamtgewicht bis einschließlich 3,5 Tonnen.

April 2019

2734 km – die Route nach Portimao – Schnelllader satt , drei beabsichtigte Zwischenstopps zur Übernachtung – jeweils ein Ladestopp zwischen zwei Übernachtungsstopps. Sieht gut aus 

Die Hinfahrt steht: Aus dem Sauerland über Paris und Spanien, rein nach Portugal bis nach Portimao.

Man kann schon mal grob sagen: Die Ladeinfrastruktur ist kein Problem. Die Zugänge, also zum Freischalten sind kein Problem. Aufwendiger sind die Zugänge um überhaupt in verschiedene Orte zu kommen, denn hier gibt zum Beispiel Fahrberschränkungen und/oder Einfahrverbote. Das würde übrigens auch vor allem Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor betreffen und für diese Fahrzeuge ist’s  dann auch teuer.

Maut Situationen schauen wir mal. So kann man u.U. Mautbefreiung erhalten. Da sind wir gerade dran.

Interessant ist die Tatsache, dass die meisten Ladestationen wohl kostenfrei sind – anders als bislang oft behauptet

Die Rückfahrt steht: 3240 km Strecke von Portimao über Madrid, Barcelona, Avignon, Turin, durch die Schweiz nach Deutschland und nach Hause.

Die Ladestruktur ist zunächst mal ausreichend. Im Feintuning schauen wir uns das demnächst an, wenn der behördliche „Kram“ fertig ist und wir mit der Hotelsuche anfangen. Spannend wir wohl Norditalien und Turin als solches, denn Fahrbeschränkungen gibt es dort mittlerweile öfter als freie Fahrt für alle.

Wir haben uns mal an die Stadtverwaltung gewandt, mal sehen was als Antwort kommt, denn ganz schlau werden wir aus der Webseite nicht. Die Schweiz wird toll wegen der Pässe. Bis 3000 m hoch geht es hinauf – also auch wieder runter. Wir sind gespannt.

3240 km – die erste Idee – ohne Feincheck. Mit dem Elektroauto von Portugal nach Deutschland

Tata, das erste Hotel ist gebucht. Paris und mit Lademöglichkeit im Hotel. Sehr schön. Heute kam die Antwort, in dem das Hotel bestätigte, das wir 15 Euro für das Parken zahlen müssen, aber das laden ist inclusive. Sehr gut. Jeder Verbrenner muss die selbe Summe zahlen – auch ohne das Laden. Ein Bild von der Wallbox war in der email anbei.

Frühstück gibt es dann in der Nähe in einer Brasserie – das gefällt uns besser – wird wohl auch besser schmecken.

Anschliessend geht es dann nach Spanien. Da sind wir aber noch nicht soweit – ein Schnellladestop auf der Strecke bevor wir die nächste Etappe nehmen steht aber fest.

Den Routenverlauf gibt es später, wenn wir uns dann einig sind, wo wir Zwischenstop machen.

Paris – Hotel mit Lademöglichkeit auf unserer Strecke an die Algarve | Bild: Hotel PARIS

Tata, das erste Hotel ist gebucht. Paris und mit Lademöglichkeit im Hotel. Sehr schön. Heute kam die Antwort, in dem das Hotel bestätigte, das wir 15 Euro für das Parken zahlen müssen, aber das laden ist inclusive. Sehr gut.

Die Strecke Porto – Portimao | Quelle: Chargemap

560 km ist die letzte Etappe von Porto nach Portimao. Noch mal Zwischenladen werden wir auf etwa der Mitte des Weges. Wir wurden schon gefragt, warum wir nicht auf dem Weg dahin Lissabon „mitnehmen“. Könnten wir, aber warum müssen wir alles auf einmal tun ?Die Tour nach Lissabon, an der Küste entlang dürfte eindrucksvoller sein – so unsere Idee. Danke für die Frage.

Von San Sebastian gehts weiter nach Porto. Auch hier werden wir noch eine Nacht bleiben. Die Strecke ist easy – Lademöglichkeiten vorhanden. In Porto gibt es ein sehr empfohlenes Fischrestaurant, typisch Portugiesisch – da wollen wir natürlich speisen.

Die Strecke San Sebastian – Porto | Quelle: Chargemap

Strecke Paris – San Sebastian | Quelle: Chargemap

Stop 2 auf der Route an die Algarve wird San Sebastian. Gut 800 km Strecke – mit und ohne Autobahn. Das ist problemlos machbar. Ein bis zwei Ladestops wird es geben, bevor wir dann dort vor Ort übernachten. Die Schnell – Lademöglichkeiten auf der Strecke sind gut. Die Zugänge sind vorhanden. Ein Hotel suchen wir auch noch aus.

Die Strecke Portimao – Lissabon | Quelle: Chargemap

Wir haben vor einen Tagesausflug nach Lissabon zu machen. Hier wollen wir nicht die Autobahn nehmen, sondern über Land fahren. Sieht gut aus und ist machbar. Wir werden das aber dann vor Ort entscheiden wie wir fahren. So sparen wir uns die Maut, auch wenn es länger dauert. Natürlich haben wir auch das vor Ort laden gecheckt. Auf der Strecke gibt es zwar Schnelllader entlang der Autobahn, aber das wir sie nutzen glaube ich nicht !

Ein kurioses Bild. Schauen wir uns mal die Lademöglichkeiten mit dem Anbieter „Plugsurfing“ an. So weit – so nicht gut – zumindest nicht in Spanien und Portugal, wenn man schnell laden möchte. Ein paar wenige Lademöglichkeiten mit normalen Ladesäulen gibt es – aber eher uninteressant, wenn man auf Strecke geht. Andre Anbieter wie Mobilität.e –  Kiwhi und Co werden aktuell gecheckt. Zumindest bis nach Frankreich gehts mit unserer Ladenetzkarte von EWE, die wir auch in Deutschland nutzen.

Ladewüste mit PLUGSURFING in Spanien und Portugal – zumindest schnell geht da nichts

Ein möglicher Streckenverlauf.
Allerdings ist das noch nicht fix, denn neben Paris werden wir noch 2 weitere Stopps einlegen, bevor wir an der Algarve ankommen.

der erste Ladecheck sieht gut aus – recht entspannt kann man sagen, also machen wir uns da keine Sorgen. 

Interessanter ist eher so wenig wie möglich mautpflichtigen Strassen nutzen zu müssen. Das kuriose dabei: Während hierzulande heftig diskutiert wird machen die einfach. Seit Jahren. Und jeder der mit dem Auto in den Süden fährt kennt das ja auch…

Jetzt checken wir erstmal die Anbieter, die vor Ort und auf der Strecke das Aufladen unseres KONA erledigen sollen. Einige Zugangskarten von früheren Tipps haben wir noch. Das ist aber eher schon Routine. Im Hotel an der Algarve ist alles fix und wir werden sicher wenig vor Ort fahren. Ausser ein Trip nach Lissabon ist gewünscht.

Portugals Anbieter MOBI.E hat zumindest schon einmal mitgeteilt, dass das Aufladen im Land erst einmal kostenfrei ist. Schön ! Zur Sicherheit habe ich mal eine neue Ladekarte angefordert.

Die Planungen, Ideentausch, Wünsche und Co beginnen

8 Gedanken zu „Urlaub: Mit dem Elektroauto an die Algarve nach Portugal

  1. Leute, mal ganz ehrlich: Diese Berichte mit der Algarve sind eher kontraproduktiv. Wenn ich soviel Aufwand treiben muss um mit einem E-Auto in Urlaub zu fahren, bleibe ich lieber zu Hause oder nehme ein anderes Verkehrsmittel. Als Model 3-Fahrer setzt man sich ins Auto und fährt los.

    1. Hallo Herr Strehlke

      Egal mit welchem Antrieb – der aufwand ist für jeden gleich – Ausnahme sind teilweise Befreiungen von der Maut für reine eMobile.
      Egal ob Model 3 oder ein anderes eMobil – man muss laden – das kann man prima mit einer Pause verbinden – da ist es auch egal ob ich die Tesla Supercharger nutze oder die klassischen Schnelllader.

      Egal ob Tesla oder anderes eMobil oder Diesel oder benziner oder Gas – die bürokratische Vorbereitung trifft jeden

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