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Mit dem Elektroauto in den Urlaub. Geht das überhaupt ?

Ein Vorurteil ist: Man kann mit einem Elektroauto nicht in den Urlaub. Zu wenig Reichweite, keine Ladestationen und sowieso ist das alles viel zu kompliziert. Stimmt das ?

Wir fahren nun seit über 4 1/2 Jahren nur Elektroautos und haben die Entwicklung der Ladeinfrastruktur miterleben können.

Wir zeigen Ihnen mal am aktuellen Beispiel, auf was es ankommt, das es gar nicht so kompliziert ist und heute bereits gut funktionieren kann.
von Micha / emobicon

Als wir vor Jahren mit der Elektromobilität anfingen, war alles anders. Wirklich kompliziert, wenig Ladestationen, kaum Unterstützung und nicht viele Menschen hatten schon eine Ahnung: Wie funktioniert Elektromobilität ? Wo kann ich mein Fahrzeug laden ? Man musste, um es mal auf den Punkt zu bringen, schon ein wenig bekloppt sein, um sich das an zu tun. Wir taten es. Warum ? Weil wir schon damals überzeugt waren: „Es wird…“

Es gab manche Tage und manche Reisen die uns an den Rand der Verzweiflung brachten. Ja, auch wir sind „gestrandet“ also mit leeren Akku liegen geblieben. Entweder war die Säule, die wir anfuhren defekt oder hatte nur während der Geschäftszeiten geöffnet. Es war nicht immer schön. Und zur Wahrheit gehört auch, das wir nicht nur einmal überlegt haben, aufzugeben. Zurück zum Verbrennungsmotor.

Eine Mappe mit Ladekarten war immer dabei

Und wenn wir noch dran denken, wie kompliziert es war, überhaupt Strom zu bekommen. Es gab unendlich viele „Insellösungen“. Viele Regionen hatte eine eigene Ladekarte. Die musste man erstmal haben. Also anrufen, bestellen, teilweise gegen Gebühr oder im Rathaus oder Energieversorger abholen oder beim Pförtner betteln gehen, das man uns die Säule freihaltet und der Strom fliessen kann. Es war eine Frage des Wollens, aber selbst die, die so eine Ladesäule hatten, hatten meist kaum Interesse oder Ahnung wie das alles funktioniert.

Jede Tour begann mit einem Abenteuer

Jede Tour war damit ein Abenteuer. Und jede Tour begann mit der Frage:
„Mal sehen, ob die Säule funktioniert.“ Und damals, vor 4 1/2 Jahren wurde viel versprochen. Politik, Energieversorger, Kommunen wollten irgendwann mal Ladeinfrastruktur bauen. Unsere grosse Hilfe war damals sicher das Elektroautoforum GOINGELECTRIC. Ewig lange Diskussion, aber eben auch tolle Unterstützung anderer eMobil Fahrer über das Laden, den „Geheimtipp“. Mit echten praktischen Tipps für unterwegs war man zumindest nicht allein. Das half unglaublich. Mit dem Routenplaner im Forum ging das gut und wurde immer besser Wir fuhren einen BMW i3. Man was liebten wir dieses Fahrgefühl, das lautlose gleiten auf den Strassen. Wir waren infiziert und sind es heute mehr denn je. Das Abenteuer Elektroauto hält uns bis heute in Atem, aus Begeisterung und Überzeugung.

Heute ist der Alltag recht unkompliziert

Über 160000 elektrische Kilometer und mehr als 4 1/2 Jahre später sind wir emobicon, fahren jährlich nun rund 50000 km rein elektrisch und sind recht entspannt. Wir wissen worauf es ankommt. Endlich werden Elektroautofahrer auch ernster genommen, die Politik bewegt sich, Ladestrukturaufbau läuft und es ist viel Bewegung in der Sache. Die Leidenschaft Elektromobilität kommt bei immer mehr Menschen an und eMobilität wird sichtbarer. Ob es Veranstaltungen in Kommunen sind, Energieversorger die unterstützen, Unternehmen die sich damit beschäftigen. Wir sind mitten drin, am Voranbringen der eMobilität im Alltag und zur Wahrheit gehört auch, das es noch viel zu tun gibt, wir noch nicht die Spitze des Eisbergs erreicht haben und das die Widerstände noch riesig sind.

Die Mythen der Elektromobilität haben sich seit dem kaum verändert.

Quer durch Bayern, mal wieder

Kürzlich waren wir mal, mehr privat als geschäftlich, auf Tour nach Bayern unterwegs. Rund 700 km von uns im Sauerland. Eine typische Strecke und auch landschaftlich reizvoll.  Es tut sich was in Sachen Ladestationen entlang der Autobahnen.

Heute ist das kein Problem mehr. Auch, weil die (Schnell)Ladesäulendichte entlang der Autobahnen immer besser wird. Hier mal anhand des Beispiels der Strecke nach München. Das schafft Sicherheit, man ist entspannt und man hat eine grosse Auswahl. Sehr gut in Bayern ist auch die Beschilderung entlang der Autobahn an den Hinweisschildern zu einer Raststätte oder einem Autohof.

Hotels mit Ladeservice

Wenn man am Ziel ankommt, dann ist es ja meist ein Hotel. Wir checken ein zum übernachten.

Das Fahrzeug muss geparkt werden. 
Wir hatten einen Zwischenstopp in Nürnberg, waren hier mit Freunden verabredet. Und wenn das Elektrofahrzeug auch steht, kann es geladen werden. Also schauten wir HIER nach und fanden ein Hotel mit Ladestation in der Tiefgarage. Da wir sowieso 12 EUR fürs parken für die Nacht zahlen mussten, haben wir dort auch gleich über Nacht vollgeladen. Sogar kostenfrei. Das machen übrigens nicht alle, aber viele Hotels als SERVICE. Bei der Buchung schaut man sich das dann an, fragt nach. Fertig.

Die Reservierungsportale wie „HRS“ und „Boocking“ allerdings sind da noch am schlafen und bieten keine Auswahlmöglichkeit. Am nächsten Tag ging es weiter Richtung München und wir hatten einige schöne Tage dort.

Zugang zu den Ladesäulen per Ladekarten und Apps

Im Moment haben wir 3 „Zugänge“ also 3 Möglichkeiten um an einer Ladesäule auch Strom zu bekommen. Das funktioniert mittlerweile prima und ist unkompliziert. „innogy“ als App, „Ladenetz“ als Karte und App sowie PLUGSURFING als Ladechip und App. Da über Roaming vieles möglich geworden ist, klappt das, in der Regel, recht gut.

Früher war es eher nervig, funktionierte nicht immer und zig Ladekarten und Apps, weil man mit Insellösungen anfing, waren nötig, wenn man ausserhalb seines Wohngebietes unterwegs war.

International muss man immer mal sehen. In Frankreich ist der Anbieter KIWHI grösster Anbieter. Die Ladekarte sollte man dort haben.

Aber es wird besser und mit PLUGSURFING kommt man heute schon in rund 80 Ländern recht weit und kann recht zuverlässig aufladen wenn man muss. HIER kann man sich gut darüber informieren und wenn man sowieso eine Route plant, nach einem Hotel schaut oder Informationen des Reiseziels sucht, kann man das auch gleich mitmachen, oder ?

Ein Elektroauto entspannt

JA, es klingt komisch, aber Tatsache ist: Ein Elektrofahrzeug entspannt, entschleunigt und Spass macht es sowieso. Ewig dieser Stress und das Rasen. Auch ein eMobil kann zügig, wenn man will und man ne halbe Stunde Pause zum Pipi machen, ein frischen Kaffee – warum nicht ? Wenn man Haustiere oder Kinder dabei hat, macht man doch sowieso auch mal eine Pause. Warum also das nicht mit dem Laden verbinden ? Geht, wenn man will.

Vorurteile aus Unwissenheit sind an der Tagesordnung

Wir sind seit Jahren in der eMobilität angekommen, geniessen es und wollen auch nichts anderes mehr. Oft werden wir, gerade an den Ladestopps entlang der Autobahnen, angesprochen, mit den üblichen Vorurteilen konfrontiert und sehr oft staunt man dann, das wir uns trauen mit einem Elektroauto auch solche Strecken zu fahren. Sehr heftig sind oft die Falschinformationen, die im Umlauf sind, dass das Aufladen solange dauert, das es viel zu teuer ist, das man mit einem Elektroauto nicht auf die Autobahn darf und vieles mehr. Wir werden nicht müde, auch dieses zu widerlegen. Manchmal sind die Gespräche angenehm, manchmal hart, weil man auf „Dickschädelbasis“ meint Recht zu haben. Ein Lächeln bei uns – was solls. Unerfahrene Besserwisser gibt es immer wieder.

Natürlich ist heute noch nicht alles 100 % OK, aber ist es bei irgendeiner Technologie ? Alles entwickelt sich weiter. Wir haben seit 20 Jahren Handys, Smartphone und ständig neue Geräte und Funktionen und ist deswegen das Mobilfunknetz immer gut ? NEIN.

Natürlich gibt es auch immer mal wieder Probleme. Sei es nicht funktionierende Säulen. Als Ausnahme, so sehen und erleben wir das. Darüber ist zu sprechen und wir zeigen gern auch auf, wie man damit umgeht.

Unterstützung durch emobicon

Elektromobilität ist heute nicht mehr kompliziert sondern kommt im Alltag an. Um die Praktikabilität geht es doch, oder nicht ? Der Urlaub, die lange Strecke sind nicht der Alltag, weil eher die Ausnahme. Für die meisten von uns und Alternativen haben wir auch oft oder ?

Sei es die Bahnfahrt, zumindest auf der Fernstrecke innerhalb Deutschlands, oder für noch längere Strecken den Flieger, denn nur die wenigsten von uns fahren tausende Kilometer in den Urlaub mit dem Auto. Es gibt für alles Ausnahmen, Sonderfälle, das ist klar, aber pauschal zu sagen, das es nicht geht, ist definitiv falsch.

Wenn wir Sie beim Einstieg in die Elektromobilität unterstützen sollen, oder Sie ein  Unternehmen haben oder sind, was Unterstützung braucht, dann melden Sie sich einfach bei uns. Es ist einfacher und unkomplizierter, als viele denken und es muss nicht immer ein TESLA sein.

 

FOTOS: emobicon - Screens: aus GOINGELECTRIC

 

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