Umweltbonus beantragen: So bekommen Sie die Prämie für Ihr E-Auto

von | 14.03.2022 | Allgemein, Förderung Elektromobilität | 0 Kommentare

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Bild: emobicon®
Wer ein Elektroauto kauft, kann eine staatliche Umweltprämie beantragen. In diesem Artikel erklären wir, welche Bedingungen erfüllt werden müssen und wie man die Förderung erhält.

Wie man den Umweltbonus für Elektroautos beantragen kann:

Auf dem Weg zur Klimaneutralität fördert die Bundesregierung den Kauf von Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Mit dem Kauf eines Elektroautos können Sie bis zu 9.000 Euro sparen. Allerdings müssen Sie einen Teil der Prämie selbst beantragen.

  • Die Prämie kann für Neuwagen, junge Gebrauchtwagen und geleaste Fahrzeuge beantragt werden. Der Anteil des Herstellers wird vom Händler bezahlt. Dafür müssen Sie selbst nichts tun. Allerdings müssen Sie den staatlichen Zuschuss selbst beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.
  • Die Beantragung ist nur für Fahrzeuge möglich, die bereits zugelassen sind. Sie können den staatlichen Zuschuss also nicht vor der Auslieferung beantragen. Anträge für noch nicht zugelassene Fahrzeuge werden abgelehnt. Eine erneute Antragstellung ist dann grundsätzlich ausgeschlossen.
  • Sie können den Antrag direkt online beim BAFA ausfüllen. Die Zulassungsbescheinigung und der Kauf- oder Leasingvertrag müssen mitgeschickt werden.
  • Außerdem erhalten Sie eine E-Mail mit einer Erklärung über wahrheitsgemäße Angaben, die Sie unterschreiben müssen. Die Dokumente können eingescannt und in das Upload-Portal des BAFA hochgeladen werden.
  • Bei Gebrauchtwagen, die nicht länger als 12 Monate zugelassen sein dürfen, müssen Sie außerdem den Listenpreis des Neufahrzeugs nachweisen. Außerdem müssen Sie durch einen Sachverständigen den Nachweis erbringen, dass der Gebrauchtwagen weniger als 15.000 Kilometer gefahren worden ist.

 

Umweltbonus beantragen

 

 

 

Sie benötigen Hilfe bei der Umweltprämie? Mit unserem Fördermittelservice können wir für Sie den Umweltbonus beantragen!

Die Top 5 Hersteller von geförderten Elektroautos

Die sogenannte Innovationsprämie kann für alle Elektrofahrzeuge mit einem Listenpreis von bis zu 65.000,-  Euro beantragt werden. Die Höhe der Prämie hängt vom Preis ab und davon, ob es sich um ein reines Elektrofahrzeug oder einen Plug-in-Hybrid handelt. Bestimmte Hersteller sind dabei besonders beliebt. (Stand 03/2022)

  1. Mit 172.550 geförderten Elektroautos führt Volkswagen die Liste an. Der VW e-up! Ist dabei mit mehr als 41.000 Anträgen auf den Umweltbonus das erfolgreichste Modell. Dieser ist allerdings nur noch in homöopathischen Dosen erhältlich.
  2. Von Mercedes-Benz wurden bis 03/2023 insgesamt 115.925 Elektroautos und Plugin-Hybride in die Förderung aufgenommen. Dabei ist der Mercedes-Benz GLC 300 de 4MATIC (SUV) mit 8.195 Fahrzeuge das Fahrzeug mit den meisten Anträgen auf den Umweltbonus.
  3. Auf dem 3. Platz bei der Beantragung der Umweltprämie liegt BMW mit 101.717 geförderten E-Autos. Hier ist eindeutig der BMW i3 mit über 26.000 Fahrzeuge über alle Modellvarianten das meistgeförderte Modell. Die Produktion des i3 wird allerdings trotz des großen Erfolges angeblich zum Juli 2023 eingestellt.
  4. Für die Elektroautos des französischen Hersteller Renault wurden 98.112 mal der Umweltbonus beantragt. Dabei ist die Renault ZOE mit etwa 75.000 Anträgen auf die Umweltprämie ganz klar das meistverkaufte Modell.
  5. Auf Platz fünf des Rankings liegt die Firma Tesla, die einzige Firma, die ausschließlich rein elektrische Fahrzeuge anbietet. Von Tesla wurden bisher 66.860 E-Autos mit dem Umweltbonus gefördert. Hier liegt mit knapp 60.000 Anträgen auf den Umweltbonus das Model 3 in seinen verschiedenen Ausführungen vorne.

Quelle: BAFA

Kritik an der Innovationsprämie

Der Fördertopf soll einen Anreiz schaffen, sich für den Kauf eines Elektroautos zu entscheiden. Das Ziel ist eine klimafreundliche Mobilität. Doch der Zuschuss für Elektroautos wird nicht nur positiv aufgenommen.

Vor allem Plug-in-Hybridfahrzeuge stehen in der Kritik. Dabei handelt es sich nämlich um Fahrzeuge mit einem herkömmlichen Verbrennungsmotor, die zusätzlich die Möglichkeit haben, mit Strom zu fahren. Es wurde nicht überprüft, ob und in welchem Umfang sie tatsächlich von einer Batterie angetrieben werden.

Theoretisch kann ein solches Hybridfahrzeug von der Förderung profitieren, ohne jemals an einer Elektroladestation aufgeladen zu werden. In diesem Fall wird ein Verbrennungsmotor subventioniert, bei dem die Batterie nur eine Alibifunktion erfüllt.

Aktuell wird deshalb von der Bundesregierung geprüft, ob und wie die Förderbedingungen für Plug-in-Hybride im Jahr 2023 angepasst werden. Es ist davon auszugehen, dass die Umweltprämie für Hybride zumindest stark reduziert wird.

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Autor: Ralf Herzig

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