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Thema „Schwedenstudie“ und die meisten haben Sie sicher nicht gelesen oder verstanden !

"Schwedenstudie" . Wer oder was ist das eigentlich und was steht da drin ?

Der Anschein, mit dem Elektroauto eine klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Fahrzeugen gefunden zu haben stimmt nicht, behaupten jedenfalls die Autoren der Schwedenstudie. Denn schon die Produktion der für die Autos lebenswichtigen Lithium-Ionen-Batterien geht mit enormen Emissionen einher. In dieser neuen Studie will man die bisherigen Untersuchungen in einer Metastudie analysiert und zusammengefasst haben, so die Fach-Zeitschrift „Ingeniøren“.

Die meisten, und das kann man so sagen, haben diese „Studie“ aber wahrscheinlich nicht gelesen.

von Harald M. Depta | emobicon

Die, die am meisten schreien, weil eine sogenannte „SCHWEDENSTUDIE“ das sagt, was Sie hören wollen, haben offensichtlich keine Ahnung. Das kann man so deutlich sagen, das tun wir auch. Man sollte sich schon genau und neutral informieren, denn Fake News und Fakten sind immer noch verschiedene Dinge.

Wir erleben die Diskussion der Mythen laufend und ständig. Meistens auf einem Niveau der Unkenntnis und daraus resultierend in einer völlig emotionalen Art und Weise, das sich jede Möglichkeit der vernünftigen Diskussion oft erübrigt. Egal welche Argumente man hat – sie interessieren nicht. Also null Basis aufzuklären.

Hier einmal paar wissenswerte Fakten die die Schwedenstudie verschweigt

Was „außerhalb“ von Fachkreise publiziert wird, zeichnet leider oft ein verzerrtes Bild. Vor allem auch, weil da viel voneinander abgeschrieben wird. Es gibt eben auch den sogenannten „Stille Post Effekt“. Aus verschiedenen Zusammenhängen wird etwas publiziert, was oft falsch dargestellt wird. 

Das Akku: So soll es so sein, das Akkus nur aus fossilen Energien hergestellt werden kann. Warum ? Können Sie Ihren Kühlschrank auch nur so mit Strom versorgen ? Das ist aber im Unterschied zur Erdölförderung/Teersandabbau/Fracking oder Treibstoffherstellung in Raffinerien usw. nicht der Fall. Akkus lassen sich bereits heute bestens mit 100% Strom aus erneuerbaren Energien herstellen. Da dies nicht nur ökologischer sondern auch wesentlich kostengünstiger ist, sind erneuerbare Energien der Schlüssel zu preiswerten Akkus für den Massenmarkt. Wenn behauptet wird, das die Herstellung mehr CO2 verbraucht ist das richtig – nicht aber die Zahl die oft genannt wird: Das ist nun auch widerlegt. 

Das Fahrzeug: Ein PKW ist nie „umweltfreundlich“. Unabhängig von der Antriebsart. Dafür werden allein schon beim Bau der Karosserien zu viele Ressourcen verbraucht. Man müsste in jedem Fall die komplette Mobilität jedes einzelnem hinterfragen. Ist das realistisch ? Zum einen würde so ziemlich jeder rebellieren. Allein schon aus Gründen der Bequemlichkeit und besonders hier in Deutschland will man mobil sein – gerade wenn man es will.

Seltene Erden: Bei Fossilautos der Einsatz von „Seltenen Erden“ unvermeidbar: Bei E-Autos hingegen sind sie für die Antriebseinheit nicht notwendig. Beispiele: Zündkerzen: Yttrium Katalysatoren: Cer, Lanthan, Yttrium, Praseodym, u.a. zusätzlich Problematisch: Platin und Rhodium SCR-Katalysatoren: Samarium Lambdasonden: Yttrium Anlasser: Neodym. Zum anderen werden beim Verbrennungsprozess viele seltene Erden, auch Platin verbrannt, zum Bsp im Katalysator.

Palmöl: Wir wissen, das Tropenwälder auch für Kraftstoff abgeholzt werden. Palmöl, wird auch als Additiv in fossilen Treibstoffen eingesetzt.(Biodiesel, E10 etc). Der Biospritanteil in Treibstoffen ist in den letzten 10 Jahren schrittweise immer weiter erhöht worden. Es gibt Planungen, den Biospritanteil in Treibstoffen weiter zu erhöhen. Die Kritik daran wird aber immer lauter. Es darf dabei auch nicht übersehen werden, daß der wachsende Anteil an Biosprit in den Treibstoffen die Lebensdauer der Motoren deutlich verkürzt (Ressourcen). 

Strom | Energie: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor brauchen mehr Strom als Elektroautos. Der Strom für die Erdölraffinierien kommt zu 100% aus Kohle- (manchmal auch Atom-) Kraftwerken. Die Raffinerien stehen deshalb immer in unmittelbarer Nachbarschaft zu diesen Kraftwerken. Mit eigenem Anschluss. Die Betreiber begründen dies mit der der sogenannten „Prozess-Sicherheit“. Das heißt:  Sie bestellen beispielsweise für nächste Woche Montag 10:00 XXX Mwh Strom beim Kohle- oder Atomkraftwerk „um die Ecke“ und bekommen exakt diese Menge auf die Sekunde genau über eine eigene Stromtrasse geliefert. Es gibt kein Förderstätten von fossilen Energieträgern oder Erdöl-Raffinerien, die mit Strom aus erneuerbaren Energien arbeiten. 

Zur Strommenge pro Liter Treibstoff gibt es unterschiedliche Angaben. (Für Diesel muss das Erdöl stärker erhitzt werden als für Benzin usw…). „Über den Daumen“ lässt sich aber sagen, dass die Herstellung von Treibstoff für 100 km Strecke genauso viel Strom benötigt, wie ein vergleichbares Elektroauto für die gleiche Distanz verbraucht. Um das Erdöl allerdings aus der Erde zu bekommen und zur Raffinerie zu transportieren, muss ebenfalls sehr viel fossile Energie aufgewendet werden. Über Pipelines, die mit vielen Pumpen das Öl transportieren, oder über Tankriesen, die über die Weltmeere hier nach Europa kommen. Von der Raffinerie „in den Tank“ dann auch noch mal. Somit braucht ein Fossilauto mehr (Kohle/Atom-) Strom als ein Elektrofahrzeug.

Man geht aktuell von etwa 8 kWh Strom aus, die man benötigt, um ein Liter Kraftstoff herzustellen.
Zum Vergleich: Ein durchschnittliches Elektrofahrzeug benötigt für 100 km Strecke rund 15 kWh Energie.
Wie weit kommt man mit ca 2 Liter Kraftstoff ? Nur das wir mal drüber gesprochen haben…

Akku -Recycling: Pauschale Aussage oft: Man kann ein Akku ja nicht recyceln. Doch kann man.
Wird man auch tun, wenn es denn Akkus dazu geben wird. Woher kommt denn die Annahme, das es heute überall auf der Welt Anlagen dafür geben muss ? Es gibt bereits Firmen die das können und tun, aber noch gibt es nicht genug zu tun. Ob Daimler, BMW, Firmen in Belgien, Asien oder USA – dort kann man bereits arbeiten.

Aber wussten Sie, wenn ein Akku in einem Auto „fertig“ ist, ein zweites Leben als stationärer Speicher möglich ist ? In Hannover hat die Enercity einen Großspeicher mit gebrauchten Akkus aus E-Autos gebaut. Daimler hat in Lünen alte Smart Speicher, als Energiespeicher im Einsatz. Interessant ist die dabei gewonnene Erkenntnis: Die Lagerfähigkeit von neuen Akkus verbessert sich deutlich, wenn sie regelmäßig geringfügig be- und entladen werden. Sie altern dadurch nicht. Zudem kann man sehr effektiv auf mögliche Stromschwankungen reagieren.

Den Stand der Technik repräsentiert TESLA: Produktion und Recycling – und zwar nicht nur die Akkus sondern „ALLES“! – mit 100% Strom aus erneuerbaren Energien (Gigafactory). KEINE „Seltenen Erden“ im Antriebsstrang. Weder Akku noch Motor. Aber auch BMW ist schon sehr weit: Windenergiepark am Standort Leipzig. Dort wird der BMW i3 gebaut. Die Carbon-Elemente des i3 werden mit 100% Wasserkraft hergestellt. BMW kommuniziert seine Bemühungen, Ziele und Erfolge sehr transparent. 

Mittlerweile, das kann man sagen sind soviel Vorurteile und Mythen sicher und vielfach widerlegt. Denn diese vorgeschobenen Gründe sich damit erst gar nicht gründlich und ehrlich auseinander zu setzen zeigt unser eigenes Tagesgeschäft und die täglichen Diskussionen. Nein. Nicht alles ist schon 100 Prozent in Ordnung. Muss es auch nicht, denn alles darf sich entwickeln. Allein eine Tatsache, die praktisch jeder kennt, ist unser Mobilfunknetz. Jahrzehnte seit dem Start und Jahrzehnte Zeit für die Entwicklung und trotzdem ist es löchrig wie ein Schweizer Käse und nicht optimal. Wenn man ehrlich ist, weiss man ganz einfach das es so ist – und nicht anders.

Die komplette schlüssige Analyse des Institutes für angewandte eMobilität lesen Sie HIER .

Zur Schwedenstudie und die Annahme, das die Herstellung von Akkus so umweltschädlich ist, mal verglichen mit der Ölproduktion lesen Sie HIER

Ein schlüssiger Vergleich Verbrenner vs. Elektrofahrzeug erhalten Sie HIER.

Gern beantworten wir auch noch Ihre Fragen, wenn Sie es wünschen. Melden sie sich bei uns .

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