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Elektroauto: Nissan Leaf 2019 kommt mit 60 kWh Akku

Auf der CES in Las Vegas hat Nissan seinen einen neuen Leaf mit größerem Akku vorgestellt. Diese neue Variante soll bis zu 385 Kilometer weit kommen. Es gibt aber noch einige Fragen

von Thorsten Bär | emobicon - Cover Bild: emobicon

Bereits Ende vergangenen Jahres sollte der neue Nissan Leaf vorgestellt werden. Auf der CES in Las Vegas hat man das nachgefragte Modell endlich präsentiert. Der vorerst als limitiertes Sondermodell „3.ZERO e+“ erhältliche Wagen bietet neben einer höheren Reichweite auch mehr Leistung. Er ist demnächst bestellbar, die Auslieferung des neuen Modells soll im Sommer 2019 starten. 

Mehr Akku, mehr Leistung, mehr Reichweite

Die Leistung steigt gegenüber dem herkömmlichen Modell mit dem 40 kWh Akku von den bekannten 110 kW (150 PS) auf 160 kW (217 PS). Weitere technische Daten wie die Beschleunigung oder die Höchstgeschwindigkeit nennt Nissan zum neuen LEAF noch nicht. Nur zur Batterie gibt es mehr Informationen: So hat das Akku als Stromspeicher jetzt 62 kWh. Nutzbar sollen 60 kWh sein. 

So konnte man mit mehreren Veränderungen 288 statt 192 Zellen im Akku verbauen. Die rund 55 Prozent höhere Speicherkapazität sorgt für rund 40 Prozent mehr Reichweite. Diese geben der japanische Autobauer derzeit mit 385 Kilometern nach WLTP-Messweise an. Abschliessend bewertet ist die Angabe allerdings noch nicht.

Gleichstromladung beim Nissan Leaf

Was in der Pressemitteilung von Nissan noch nicht benannt wurde, ist das Aufladen des Fahrzeuges. Der 40 kWh Leaf verfügt über keine Flüssigkeitskühlung für den Akku. Wird die Batterie auf einer langen Fahrt mehrmals hintereinander mit Gleichstrom geladen, kann der Akku zu heiß werden und das Auto regelt die Ladeleistung unter die maximal möglichen 50 kW ab. Das ist die Informationen, die einige LEAF Fahrer bislang festgestellt haben. 

Wir von emobicon konnten das so nicht bestätigen. Das Laden funktionierte, bis auf eine Ausnahme, gut und war der Norm entsprechend möglich. Derzeit hören wir, das bei neueren Fahrzeugen dieses Phänomen aber nicht mehr so stark aufzutreten soll.

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Einige neue Systeme an Bord

Neu ist auch, das parallel zu dem Batterieupdate die Sonderausstattung „3.ZERO“ auch für das 40-kWh-Modell verfügbar sein soll. Der Wagen kostet dann allerdings mindestens 40.300 Euro und basiert auf Ausstattungsvariante „Tekna“. Diese Variante ist stets das Top Modell mit Vollausstattung. Geändert hat sich auch, das in der neuen Variante ein neues Infotainment-System inklusive Acht-Zoll-Touchscreen verbaut ist, das zusätzliche Konnektivitätsdienste wie die Door-to-Door-Navigation ermöglicht. Bekannte Systeme wie der ProPilot und das e-Pedal bleiben unverändert.

Bis zu 100 kWh Ladeleistung möglich

Die Ladeleistung verändert sich, zumindest beim Schnellladevorgang des Fahrzeuges. So wird man künftig mit bis zu 100 kw pro Stunde aufladen können. Der japanische Schnellladestandard CHAdeMO wird dem Leaf dabei erhalten bleiben.

Im neuen Nissan Leaf soll es, ähnlich wie beim beim Elektro-Transporter e-NV200 einen zusätzlichen Lüfter geben, der beim DC-Ladevorgang der Batterie etwas frischen Wind verschaffen soll. Ob das ausreicht, um die theoretisch möglichen 100 kW Ladeleistung auch in der Praxis erleben zu dürfen, bleibt abzuwarten. Klar war derweil schon vorher, dass Nissan bei der neuen Version künftig Zellen von LG Chem verwenden will.

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