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Elektroauto: Wie sieht die Zukunft des Akkus aus ?

Technologie entwickelt sich und das darf sie auch. Auch die Akkutechnologie in der Elektromobilität. Auf dem diesjährigen CAR-Symposium in Bochum stand der Energiespeicher im Zentrum der Diskussion.

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: T-Online

Ganz klar: Ein Akku ist nicht nur wirtschaftlich gesehen die Kernkomponente des Elektroautos. Ein Akku entscheidet aber auch über die Reichweite eines Elektrofahrzeuges aber auch die Art des Akkus ist wichtig.. Denn unterschiedliche Typen, Ladeleistungen sind entscheiden für die Langlebigkeit. Nicht zu vernachlässigen ist, ob mit dem Verzicht des Verbrennungsmotor auch das Thema Umwelt und AKKU wirklich gutes getan wird.

In Diskussionen von Wissenschaftlern und Industrievertretern wurden drei Themenkomplexe besprochen, die auf dem CAR Symposium eine wichtige Rolle spielten. Klar ist: Es entwickelt sich viel, auch die Akkutechnologie.

Aus den Theorien muss Praxis werden

Schaut man sich den Themenkomplex an, dann gibt es fast tägliche neue Erkenntnisse, die schnell zum  Durchbruch in Forschung und Entwicklung gemacht werden. Die Batteriefoschung ist heute schon weit und ein Kern in der Entwicklung, die nicht nur gefühlt, sondern sichtbar einher geht mit den neuen Anforderungen im Gesamtthema Elektromobilität. Es geht um kürzere Ladezeiten, geringere Kosten, höhere Reichweite. Klar ist aber auch: Zunächst geht es um die Theorie und hier gibt es noch viel Arbeit um die Technik des Akkus besser zu verstehen und die Technik zu optimieren. Viele vermeintliche Innovationen sind zunächst erst einmal pure Theorie.

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Lithium Ionen Technologie wird unterschätzt

Klar ist: Künftig gibt es einige Batterie Typen, aber nicht zu vernachlässigen ist die Weiterentwicklung der LithiumIonenTechnologie. Aber: Kurzfristige Alternativen für den Serieneinsatz im Auto zeichnen sich nicht wirklich ab. Am ehesten Hoffnungen erlaubt die Feststoffzelle, die vor allem in Bezug auf den Faktor Sicherheit, die Vorteile bieten könnte, da sie weniger brandgefährdet ist als die Lithium-Ionen-Batterie.

Allerdings gibt es ständig jede Menge weiterer Anforderungen, die ein E-Auto-Akku erfüllen muss. Wir sprechen bei der für die Reichweite maßgeblichen Energiedichte und den dabei entstehenden Kosten. Ausgemachte und theoretische neue Akku-Technologien müssen diese Kriterien erst einmal erfüllen und das unter Beweis stellen.

Experten sehen weiterhin einiges Potenzial bei Elektroautos mit Lithium-Ionen-Akkus. In den nächsten zehn Jahren könnten diese noch einmal rund 30 Prozent bei der Reichweite zulegen. Evolution statt Revolution ist die Lösung.

Akku Antrieb geht mit grossen Veränderungen in der Arbeitswelt einher

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Ein klassisches Fahrzeugakku – im  Fahrzeugboden untergebracht | Bild: Automobilproduktion

Klar ist heute schon: Mit der Herstellung von Verbrennungsmotoren und Getrieben wird sich bei einem Siegeszug der E-Mobilität immer weniger Geld verdienen lassen. Wer in einem klassischen Komponentenwerk der Autoindustrie arbeitet, muss daher automatisch und nicht nur theoretisch um seinen Job fürchten. Veränderungen sind nötig.

Als mögliche Lösung bringen Betriebsräte und Gewerkschaften einen Umstieg auf die Produktion von Batteriezellen ins Spiel. Diese Grundbausteine des E-Auto-Akkus werden aktuell vor allem in China und Korea gefertigt – wo dann auch die Wertschöpfung verbleibt. Eigentlich ein Desaster.

Bekannt ist ja bereits das Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier diese Wertschöpfung nach Europa und nach Deutschland holen. Er plant Milliardensubventionen zum Aufbau einer eigenen Zellfertigung. Die soll nicht nur Arbeitsplätze retten, sondern natürlich auch eine Abhängigkeit von ausländischen Produzenten verhindern.

Akku - Zellproduktion nach Deutschland ?

Darüber gibt es aber ganz unterschiedliche Ansichten: So findet Professor Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Center Automotive Research (CAR) und damit Hausherr des Bochumer Symposiums das nicht gut. Seiner Meinung nach macht die Zellproduktion selbst lediglich fünf bis zehn Prozent der Wertschöpfung bei der Batterie aus. Der weitaus größere Teil entfalle auf die Herstellung der Grundkomponenten der Zelle – Anode, Kathode und Elektrolyt.

Dort sieht er bessere Chancen für ein Engagement der deutschen Hightech-Unternehmen, die es dabei zudem nicht mit milliardenschweren asiatischen Konzernen aufnehmen müssten, die nicht nur viel Geld, sondern auch einen Vorsprung an Wissen und Erfahrung haben. Er glaubt ausserdem, dass das ein riskantes Abenteuer wäre, denn den asiatischen Wissens und Technologievorsprung wird man nicht mehr aufholen können. 

Klar scheint aber trotzdem, das in Deutschland doch bald Batteriezellenfabriken geben wird, aber nicht von deutschen oder europäischen Unternehmen, sondern geführt von asiatischen Unternehmen. Hintergrund dabei ist, dass diese künftig näher an die Elektroautowerke europäischer Hersteller ziehen, um die Logistikkosten zu senken. So hat Branchenprimus CATL aus China bereits angekündigt, in Thüringen ein Werk zu bauen, das Teslas Gigafactory in Kalifornien klein aussehen soll. Warten wir es mal ab.

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Elektroauto, Akku und die Umweltfreundlichkeit

Das große Versprechen des Elektroautos ist seine Umweltfreundlichkeit. Die Mythen geben vor, das es dieses wichtige Thema nur bedingt hält, denn vor allem die Akku-Produktion verbraucht extrem viel Energie und andere Ressourcen, was im sauberen Betrieb mit (Öko-)Strom erst wieder ausgeglichen werden muss. Die westlichen Autohersteller wollen daher schon in der Produktion umweltfreundlich sein. Pauschal gesagt ist das zwar Quatsch, aber man hat ganz offensichtlich dieses Thema erkannt.

So hat u.a. Volkswagen angekündigt, beim Bau kommender Modelle CO2-Emissionen vermeiden zu wollen, oder zumindest mit Zertifikaten auszugleichen, sodass das Fahrzeug quasi CO2-neutral vom Band rollen. Weitere Verbesserungen der Ökobilanz könnten neue Akku-Produzenten wie das schwedische Start-up Northvolt erreichen, das ab 2020 nördlich von Stockholm Europas Akkus mit Strom aus regenerativen Quellen bauen will.

Gründungsmitglied und COO Paolo Cerruti zumindest verspricht in Bochum die „grünste Batterie der Welt“. Auch bei den chemischen Grundzutaten der Akkus gibt es Bewegung. Der Bedarf an geförderten Stoffen wie Kobalt soll künftig reduziert werden. Hinzu kommen Unternehmen wie Keliber aus Finnland, das Lithium auf nachhaltige Weise in Europa fördern will, um einen Teil des stark wachsenden Bedarfs der Autoindustrie zu decken.

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