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Elektromobilität: Diese Zuschüsse und Förderungen gibt es vom Bund

Bei steuerlichen Förderung von Elektromobilität profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen. Und wenn man es richtig angeht, fallen für das Laden von Elektroautos oder den Bau von Ladesäulen keine Steuern und Sozialbeiträge an. Es gibt einiges zu beachten. Ein Überblick

von Stefan Blome | emobicon

Arbeitgeber können Ihren Festangestellten und auch Leiharbeitnehmern das Aufladen von Elektrofahrzeugen steuer- und abgabenfrei finanzieren. Das neue Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität soll Elektro- und Hybridfahrzeuge attraktiver machen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Dienstwagen, Pedelecs und E-Bikes

Der Bundesrat hat am Freitag die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen abgesegnet. Das Gesetz soll noch im November in Kraft treten. Für E-Autos und extern aufladbare Hybridfahrzeuge, die ab 2019 als Firmenwagen angeschafft werden, gilt nur noch der halbierte Bruttolistenpreis als Bemessungsgrundlage. Mehr lesen…

Ein Vorteil von vielen sind die Förderungen rund um die Elektromobilität. Neben den Fahrzeugen geht es dabei auch um Ladeinfrastruktur – nicht nur privat, sondern auch beim Arbeitgeber. Denn Arbeitgeber können zusätzlich zum Arbeitslohn die Nutzung von Elektrofahrzeugen steuerfrei ermöglichen. Begünstigt ist sowohl das Aufladen von Privatautos, als auch von privat genutzten Dienstwagen, die nicht nach der neuen 0,5 Prozent Methode versteuert werden. 

Damit nicht genug: Gleiches gilt auch für E-Bikes und Pedelecs mit einer Leistung von über 250 Watt oder einer Höchstgeschwindigkeit von mehr als 25 km/h, denn diese sind ebenso wie Pkw zulassungspflichtig. Die Steuerbefreiung gilt sogar unbegrenzt. Der Fiskus limitiert weder die Kostenhöhe, noch die Anzahl der begünstigten Fahrzeuge. Voraussetzung ist, dass die Ladevorgänge im Betrieb des Arbeitgebers oder eines verbundenen Unternehmens erfolgen.

Ladeeinrichtungen für zuhause

Steuervorteile gewährt der Fiskus nicht nur auf dem Firmengelände, sondern sogar auch beim Mitarbeiter zu Hause. Hier erlaubt das Finanzamt, das alle Kosten rund um die Ladestation etwa in der Privatgarage finanziert werden, jedoch nicht das Aufladen selbst. Das Gehaltsextra bleibt auch steuerfrei, wenn Unternehmen die Ladeeinrichtung zeitweise unentgeltlich oder verbilligt zur privaten Nutzung überlassen.

Regelungen mit einem Überlassungsvertrag

Begünstigt ist neben der Anschaffung des Ladegerätes auch die Inbetriebnahme, nebst Netzertüchtigung, sowie die Wartung. Grundlage ist ein Überlassungsvertrag, der alle Modalitäten regelt. Der Vertrag sollte nicht nur arbeitsrechtliche, sondern auch alle steuerlichen Aspekte berücksichtigen, damit es für die Vertragspartner nicht zu bösen Überraschungen kommt. Hierzu zählen etwa die Nutzungsdauer und die Rückgabebedingungen. 

Aber auch die Art des Aufladen eines Elektrofahrzeuges ist wichtig, denn ob versteuerter Strom aus dem Netz oder eigen produzierter Strom von der hauseigenen Photovoltaik genutzt wird entscheidet über die mögliche steuerliche Situation. Das ist wichtig zu wissen, denn sonst drohen spätestens bei der nächsten Betriebsprüfung saftige Nachzahlungen. 

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Darüber hinaus sollten die Vertragspartner die Haftung bei Schäden oder Diebstahl sowie die Nutzung durch Dritte regeln. So kann zum Beispiel ein Blick in die Hausratversicherung klären, ob man ausreichend versichert ist. Wir können Ihnen, als elektromobile Dienstleister, wertvolle Ratschläge geben. 

Leihweise Überlassung oder dauerhaften Besitz regeln

Die Großzügigkeit des Fiskus hat aber auch hier Grenzen. Zu beachten ist, das Geräte nicht steuerbefreit sind die in den dauerhaften Besitz von Mitarbeitern übergehen. Hier räumt der Gesetzgeber immerhin noch eine pauschale Lohnversteuerung mit 25 Prozent der Aufwendungen ein. Gleiches gilt für den Fall, dass Arbeitnehmer selbst eine Ladestation anschaffen und der Arbeitgeber die Kosten ganz oder teilweise übernimmt. 

Bitte alle Belege aufheben und vor allem klären, wie zu verfahren ist. Eine Dokumentation der Kosten für Installation und Verbrauch ist sinnvollI. Die Belege wie Rechnungen und Kontoauszüge sollte man zum jeweiligen Lohnkonto nehmen. Das Finanzamt kann so besser überprüfen und sie besser argumentieren.

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Gehaltsextras beachten !

Steuerliche Grundsätze und mögliche Gehaltsextras müssen auch in der Elektromobilität eingehalten werden. Dazu gehören, neben dem Fahrzeug, auch Ladeeinrichtungen und technische Realisation. Unternehmen dürfen Zuwendungen nur zusätzlich zum vertraglich vereinbarten Arbeitslohn gewähren. Wichtig zu wissen ist: Eine Umwandlung von Gehaltsbestandteilen führt zum Verlust der Steuerbefreiung. Sogar Gegenleistungen des Arbeitnehmers wie Mehrarbeit oder Lohnverzicht sind absolut tabu. 

Besondere Vorsicht ist bei der Einstellung neuer Mitarbeiter geboten. Zusagen im Rahmen der Gehaltsverhandlung wertet das Finanzamt schnell als regulären Gehaltsbestandteil. Firmen sollten bei Gehaltsextras immer eine separate Vereinbarung abschließen und zusammen mit den Lohnunterlagen aufbewahren.

Dennoch kann man aber auch die steuerlichen Möglichkeiten nutzen, wenn man Mitarbeiter für ein Unternehmen gewinnen möchte, oder diese das Unternehmen verlassen wollen. So kann man in der Argumentation sogar Mitarbeitern durch das Wohlwollen binden oder in Gehaltsverhandlungen besser argumentieren. Im Zeitalter von veränderter Mobilität und Fachkräftemangel sollte man die Möglichkeiten nutzen.

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