Die Zeit ist reif für Elektrofahrzeuge. Der Druck bei den Autobauern ist gross, denn CO2 Steuer und Klimaziele, aber auch die Mobilitätswende und der Wunsch nach Veränderungen sind deutlich spürbar. Jeder Hersteller hat Superlativen angekündigt. Mit Rabatten kann man lenken, denn auch die Förderungen werden steigen.

von Stefan Blome | emobicon - CoverBild: emobicon

Nüchtern und realistisch bleiben, dass ist die Devise wenn es darum geht ein mögliches Schnäppchen zu machen. Aktionen werden möglich und unter Berücksichtigung möglicher Förderungen ist der preis dann ein ganz anderer. Es ist falsch einen Preisvergleich zwischen einem Verbrenner und einem vergleichbaren Stromer zu machen, nämlich dann, wenn man nicht den laufenden Betrieb und die Vorteile zu sehen. Dann relativiert sich viel und oft ist hier sogar der günstigere Betrieb eines Stromers möglich. Aber Vorsicht: Richtig vergleichen kann man nur, wenn man offen für Neues ist und der Preis nur ein Kriterium ist. Übrigens: Mehr Reichweite heisst meistens: Mehrkosten, die man im Einzelfall vermeiden kann. Bitte mehr Selbstreflexion und Realismus. Sparen kann man vor allem beim Stromladen im Alltag.

CO2 Grenzwerte bringen Rabattdruck in den Markt

Neuwagenkäufer können aber nach Einschätzung von Branchen-Experten mit steigenden Rabatten auf Modelle mit Elektroantrieb rechnen. Dabei werde das Augenmerk besonders den von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwerten gelten, die 2020 erstmals angewendet werden.

Spannend sind die neuen Elektrofahrzeuge, die in 2020 erwartet werden. Die Hersteller werden immer wieder mit Aktionen versuchen Käufer zu finden, aber ob die Angebote das halten was sie versprechen?

Besser noch die Situation für Unternehmen. Hier wird es massive gewerbliche Rabatte geben und die Förderungen für Fahrzeuge sind hoch und steigen auch im Einzelfall in 2020. Hier erwartet wir deutliche Veränderungen der Förderaufrufe, aber auch der Bedingungen. Elektrofahrzeuge für 49 € pro Monat im Leasing nach Förderungen und Rabatten? Hatten wir im vergangenen Jahr. So war das „alte“ Modell des Smart EQ ein echtes Schnäppchen. Ob es sowas wieder geben wird?

 

Das richtige Fahrzeug zum richtigen Preis erwartet

Wir schaffen es regelmässig gute Angebote an Kunden zu vermitteln. Gewusst wie. So klappt es immer recht gut unter Nutzung von Fördertöpfen und gewerblichen Rabatten ein gutes Angebot zu schnüren. Aus Sicht der Hersteller müssen aber die noch knappen Elektroautos in den Markt gebracht werden. So hat der Opel-Mutterkonzern PSA seinen Händlern bereits entsprechende Zielvorgaben gemacht. 

Auch andere Hersteller werden um Kunden buhlen und bereiten sich aktuell darauf vor. Hyundai wird die Zahl seiner Stromer für Deutschland verdoppeln, Volkswagen wird, voraussichtlich Mitte des Jahres seinen ID.3 in den Markt bringen. Bislang haben sich die Elektrofahrzeuge aber fast von allein verkauft. Daimler will mit Plug in Hybriden, dem Elektro – Smart und dem derzeit einzigsten Voll – Stromer „EQC“ punkten. Es gelingt nur schwer damit zu überzeugen. Die Konzepte scheinen noch nicht ausgereift zu sein.

 

Guddis, Qualifikation und Dienstleistung als Vertriebspartner

Das Interesse ist trotz allem gross, aber viele Händler sind schlecht vorbereitet. Der Wissenstand über Elektrofahrzeuge im Alltag ist oft nicht gut, aber auch das Interesse vieler Händler lässt noch zu wünschen übrig. Sie haben künftig aber keine Wahl.

Klar dürfte jedem sein: Das Werkstattgeschäft, oft eine tragende Rolle im Automobilhandel wird sich verändern, denn Elektrofahrzeuge sind weniger wartungsintensiv. Die Möglichkeit mit Kompetenz zu punkten, Dienstleistungen anzubieten nutzen derzeit noch zu wenige Händler. Die Hersteller selber bieten zwar Möglichkeiten zur Qualifikation an, die wird aber häufig nur nebenbei genutzt. Problem ist hierbei aber auch, dass das was erstmal gelehrt wurde schon veraltet ist, bevor man mit Fahrzeugen auf den Markt geht. Mal sehen, wie es hier weitergehen wird. Im Moment ist Ernüchterung.

Ein Stromer ist anders, weil für viele noch neu. Statt nur auf den Preis zu setzen ist es sinnvoller die „Guddis“ zu betrachten und eben die Vorteile zu sehen und zu vermitteln. Damit erreicht man in der Regel mehr. Ein Interessent sieht zunächst nur die Nachteile. Die werden immer gepostet, also ist es aus deren Sicht richtig, aber die Annahme falsch.

Falschinformationen in den Medien für mehr Klickzahlen

Betrachtet man diese Meldungen und Berichte aber genau ist es meist  gelogen, übertrieben, absichtlich herbeigeführt oder man hat sich absichtlich so dämlich angestellt. Anders kann man das nicht sehen.

Wenn man sich DIESE Geschichte durchliest kann einem dieser alte Mann nur leid tun und klar ist: Es ist Absicht. Fazit dazu: Bitte rüsten sie alle Tankstellen so um, das man nur noch  ein Liter Kraftstoff pro 10 min bekommt. Dann stellt man sich auf die selbe Stufe. In der Community wird dieser FOCUS Bericht natürlich zerrissen. Focus will Klickzahlen, die bekommen sie und gleichzeitig darf man an deren Kompetenz erneut zweifeln. Ist nicht das erste Mal das sie sich disqualifizieren. Aber was erreichen sie damit? Nichts. Ein immer uninteressantes Medium, das auch in der Community eine immer unwichtigere Rolle spielt. Zurecht!

Bisschen mehr Selbstverantwortung darf erwartet werden

Zurück zum Thema: Die Doppelmoral vieler, die sich nicht wirklich mit dem Thema beschäftigt sinkt zwar, auch weil die Zahl der zufriedenen Nutzer steigt. Aber man kann und darf diese User nicht vergessen. Was viele vergessen ist die Selbstreflexion, die Realität und vor allem die Notwendigkeit selbst zu verändern. Man tut es freiwillig oder man wird durch politische Massnahmen gezwungen. Welche die bessere Lösung ist dürfte klar sein.

Glauben Sie, das wir seit Jahren nur noch elektrisch unterwegs wären, wenn es nicht ginge, sich nicht lohnen würde und teurer wäre? Jeder will ein Einzelfall sein und angeblich will jeder Klimaschutz und ein besseres Leben. Aber bitte nicht bei einem selber. Gesagt ist schnell vieles, mit dem Tun hapert es oft – ganz offensichtlich.

Wir nutzen Förderungen, kostenfreies Laden, kostenloses Parken, Steuerbefreiung, 0,5 Prozent Dienstwagenregelung – untern Strich eine Menge und es lohnt sich. Uns kostet das Stromern nicht mehr und alltagstauglich ist es auch.

Der Preis allein ist kein Kriterium

Es wird sie geben, die Schnäppchen. Gut so. Aber bitte nicht allein auf den Preis setzen, der ein Baustein ist, um sich zu informieren. Machen sie einen klaren Blick zurück: Wie sind sie bislang echten Strecken im Alltag gefahren, wieviel Geld haben sie dabei an der Tankstelle ausgegeben und wie sieht ihr echter und realistischer Alltag aus? Die Stromfrage wird wichtig, denn hier gibt es das meiste Einsparpotential. Viele Möglichkeiten bieten Lösungen. Bedenken sollten sie aber auch den Blick in die Zukunft: Einfahrverbote, Durchfahrtsverbote, Citymaut, Umweltfahrspuren usw. Es wird sich schon bald eine Menge ändern. Sind sie dann darauf vorbereitet? Mit einem Verbrenner wird man jedenfalls viel mehr Schwierigkeiten bekommen. Es wird komplizierter, umständlicher und teurer sowieso.

Förderungen nutzen und in die Zukunft schauen

Nutzen Sie auch alle neuen Förderungen – egal ob privat oder gewerblich. Informieren sie sich über die Möglichkeiten, denn es lohnt sich – auch schon heute. Uns engagieren immer mehr Unternehmen, denn die Umstellung lohnt sich. Wir begleiten, wir prüfen, wir setzen um. Es ist auch für das Image immer wichtiger nicht nur zu sagen, dass man was für das Klima, die Umwelt etc tun, sondern man soll, darf, muss es zeigen.

Mobilität wird künftig nicht mehr das sein, was es mal war. Es verändert sich. Das sehen wir schon deutlich im Ausland und die geben einen Vorgeschmack auf das was uns erwartet. Einfach mal eben nach Paris, Amsterdam, Copenhagen, Strassburg oder Wien fahren? Das geht nicht mehr. Maut und Tempolimit im Ausland kennt man für gewöhnlich – aber mit einem Elektroauto? Kaum. Auch hier gibt es Vorteile, zum Beispiel, wenn man mit einem Stromer in Österreich schneller fahren darf, als mit einem Verbrenner.

Auch das gehört mit dazu, um sich mit der Mobilität und dem verändertem Antrieb zu beschäftigen.

Verbrennerdenken und Jammern hilft nicht

Da viele falsch und noch mit „Verbrennerdenken“ sich selber einreden müssen, wie toll alles ist, hilft es nur mit Geld zu lenken. Die Gier wird siegen und dabei ist der Moment der Lenkung ein wichtiger Faktor. Kommt ein gutes Angebot eines Händlers relativiert sich so manches. Auch die Politik lenkt mit der CO2 Steuer. Es geht nicht um Abzocke, sondern darum darüber nachzudenken, was geht und das individuelle Mobilität sowieso teurer wird. Pauschal zu behaupten Veränderungen gehen nicht ist zu billig und zu bequem. Je sichtbarer die Mutigen der Umstellung aufzeigen was heute schon geht, um so einfacher kommt die Umstellung von allein. Wir freuen uns auf das was kommen wird. 

Jammern hilft auch nicht und ja, es wird immer echte Ausnahmefälle geben. Aber deswegen nichts tun? Falsch und fatal. Für so manchen sind keine Gedanken an Änderung eben nur möglich diese dahin zu lenken.

Förderung in der Elektromobilität sind ein Baustein. Wichtig und sinnvoll – lohnenswert sowieso. Nicht umsonst steigen immer mehr auf Elektrofahrzeuge um und in 2020 wird dabei ein wichtiges Jahr werden. Auch sie denken darüber nach und der eine oder andere wird „es“ tun, wetten?

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Autor: Mario

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