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Mobilität: Warum ein Kauf genau überlegt werden sollte

Mobilität: Warum ein Kauf genau überlegt werden sollte | emobicon

Benziner, Diesel oder doch Elektroantrieb beim neuen Fahrzeug? Die Zeiten ändern sich. Wertverlust, Wiederverkauf, Fahreinschränkungen, Image. Es gibt viele Gründe, warum der Antrieb über die Zukunft entscheidet.

von Harald M. Depta | emobicon - CoverBild: emobicon

Es ist so einfach und bisher normal. Ab ins Internet und es ist voll mit Werbung für billige Verbrenner. Dabei ist die einfache Entscheidung von heute durchaus ein Problem für morgen. Warum es sich lohnt auf Elektroantrieb zu setzen, statt später die Probleme mit dem Verbrenner zu haben versuchen wir zu erklären. welche Entscheidung ist die Richtige? Kauf oder Leasing sind ebenso eine Entscheidung für die Zukunft. Die Mobilität ändert sich sowieso und „Das Besitzen“ ist auch kaum mehr ein Modell für die Zukunft.

Beim Verbrenner kommen viele Probleme auf

Wer die Anschaffung eines Neuwagens plant, sollte genau nachdenken, für welchen Antrieb er sich entscheidet. Viele Unternehmen tun es bereits. Ein Fahrzeug leasen. Es ist in der Regel lukrativ und man weiss, was man bekommt. Eine Genehmigung zur Nutzung in der Leasingzeit. Die Kosten sind definiert und fast immer planbar und bequem ist es auch. Das wichtigste aber: Man muss sich fast nie darum kümmern, was mit dem Fahrzeug nach dem Leasingzeitraum passiert. Es geht zurück und wird meistens durch ein neues Fahrzeug ersetzt. Klar ist: Ein Neuwagen sollte elektrisch sein. Zukunftsorientiert, modern, sicher. Beim Verbrenner droht manches Ungemach, denn schon heute hat man mit einem Verbrenner viele Probleme.

Verbrenner vs. alternative Antriebe

Man kommt nicht da hin, wo man hin möchte. Ständige behördliche Rückrufe bei vielen Herstellern, ein Image was deutlich sinkt, Kosten die für Unterhalt steigen, Reparaturen die deutlich teurer werden. Der Punkt kommt schneller als gedacht, dass alternative Antriebe in den Kosten mit Verbrenner mithalten können und schneller als gedacht werden die Kosten weiter sinken, während die beim Verbrenner steigen. 

Klar ist bereits: Kaum jemand wird bei vielen Vorzeichen in wenigen Jahren ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor kaufen. Und  was ist dann? Wie werde ich das „alte Schätzchen“ wieder los? Schwer, gar nicht, oder mit deutlichem Verlust. Jetzt kommen Sie die eCorsa, ID3, e2008, die e.Go Life und viele weitere Elektromodelle, die alltagstauglich sind. Das Massenprodukt Elektrofahrzeug steht vor der Tür.

Konnektivität eines Fahrzeuges wird immer wichtiger

Dabei ist selbst unklar, was mit dem Elektrofahrzeug sein wird. Ähnlich der Wertverlust durch die Laufleistung, aber beim Elektrofahrzeug anders. Die Entwicklung des Fahrzeugakkus spielt eine wichtige Rolle. Die Akku Grösse und damit die Reichweite geht einher mit dem „Verlust“. Das heisst: Wieviel Reichweite bleibt, wenn der Akku verschleisst? Deutlich geringer, das zeigen die Fakten wird sich die Akkuleistung auf den Fahrzeugalltag aus. Das lässt sich zudem checken und wird ein Gradmesser sein, wieviel ein Fahrzeug noch wert ist. 

Ein weiteres Thema ist die Konnektivität eines Fahrzeuges. Wir alle wollen es bequem und totaler Trend ist es, per App auf das Fahrzeug und diverse Funktionen zugreifen zu können. Hier gibt es enorme Unterschiede – schon jetzt. Während wenige Hersteller hier schon weit gedacht haben, tun sich andere schwer die Konnektivität  ins richtige Licht zu setzen. Was heute bei dem einen Hersteller als Innovation verkauft wird, können andere seit Jahren und das sogar besser. Hier wird entschieden werden, wie die Zukunft aussieht. Weniger am Antrieb, aber mehr an den softwarebasierten Lösungen für die Zukunft und klar ist: Die Zukunft wird hier sehr deutliche Veränderungen bringen.

Verbrenner werden deutlich teurer

Das Fahrzeug ist das eine – der Antrieb das andere, aber die Technik dahinter – mit all seinen Vor und Nachteilen steht auf einem anderen Blatt. Man kann es sogar mit einem Smartphone vergleichen. Da ist die Hardware und es ist die Software. Die Software wird aktualisiert, vielfach immer moderner. Das gleiche passiert bei den Fahrzeugen. Die verbaute Hardware muss für die Zukunft ausgerichtet sein.

Fest steht auch: Eine CO2 Steuer kommt, die Kraftfahrzeugsteuer steigt, Fahreinschränkungen kommen, Kraftstoffe werden teurer und durch die immer aufwendigere Abgasreinigung werden Verbrenner ebenso teurer werden. Eine Image kann sich auch deshalb verändern. Keinen Zweifel gibt es, dass alternative Antriebe günstiger werden. Sie werden gefördert, nicht nur mit Geld, sondern mit vielen Möglichkeiten die sich nach und nach durchsetzen. Elektromobilitätsgesetz, eine Ladesäulenverordnung, Unternehmensförderungen.

Der Alltag wird schnell normal

Da ist die Extra Fahrspur, das kostenfreie Parken, kostenfreien Strom am Supermarkt, attraktive Stromverträge in Verbindung mit Autostrom, weniger Einschränkungen im Verkehr, günstigeren Unterhalt, die Nutzung alternativer Energien, die auch selber erzeugt werden können und so einiges mehr dürften die alternativen Antriebe weiter stärken. Es wird spannend für die individuelle Mobilität von morgen.

Ein noch nicht gelöstes Problem ist gross, aber nicht unlösbar – die Ladeinfrastruktur. Da die Akkus in der Regel grösser werden, wird auch der Ladevorgang nicht die Priorität haben, wie man oft denkt. Man tankt ja auch nicht täglich. Klar ist: Künftig wird das Laden kein Problem mehr sein. Es wird intensiv am Ausbau gearbeitet und intensiv auch an Lösungen für den Alltag gesucht. Wir werden uns davon verabschieden, das jeder Parkplatz eine verweist Ladesäule haben muss. Hier sind intelligente Lösungen gefragt. Es empfiehlt sich eine Lademöglichkeit zu Hause oder beim Arbeitgeber. 

Grossen Nutzen bringt zudem, das man das nachladen mit dem Alltag verbinden kann, denn ein Fahrzeug steht mehr, als es fährt. Während man einkauft, im Kino oder Restaurant sitzt, beim Sport schwitzt oder schwimmen geht. Ankommen, mit der Ladeinfrastruktur verbinden, fertig. Es ist einfach.

Fazit

Auch wenn heute der Anteil von Elektrofahrzeugen und anderen alternativen Antrieben gering ist, steigt das Angebot, die Notwendigkeit für diese Fahrzeuge enorm. Das Image für alternative Antriebe steigt, die Kosten sinken weiter. Fahrzeuge mit Verbrennungsantrieb werden auch deshalb ein Problem bekommen. Im Alltag, im Wiederverkaufswert und auch bei den Kosten für den Unterhalt durch Steuern, Kraftstoffpreisen und Reparaturen. Viele wollen daran festhalten, erkennen aber nicht die Risiken, die deutlich steigen werden.

Leasing wird ein wichtiges Thema, das man sich Risiken in allen Antrieben verringert. Wie sich das auf die Preise auswirken wird, steht bislang nicht wirklich fest. Aber klar ist, dass Hersteller die Risiken durch den Wertverlust einpreisen. Da der Wiederverkaufswert den grössten Anteil macht ist klar: Preise für alternative Antriebe sinken, die Wiederverkaufswerte steigen – damit Kosten auch die Leasingangebote werden geringer. Umgekehrt bei den Verbrennungsmotoren. Die Preise heute auf den ersten Blick gering – unterm Strich aber bereits oft teurer, als mit alternativen Antrieben.

Dazu kommt auch, das die Mobilität sich insgesamt verändert. Brauchen wir soviel Fahrzeuge wie bisher? Nein. Der Anteil an Neufahrzeugen wird deutlich sinken. Hintergrund sind veränderte Mobilitätsverhalten, auch wenn der Anteil der individuellen Mobilität steigt. Es wird und bleibt spannend wie die Zukunft sein wird. Mehr Technik und Konnektivität im Fahrzeug macht viele neue Konzepte möglich. Eine spannende Zeit liegt vor uns.

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