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Elektromobilität: Warum mir das Elektroauto so viel Spass macht

Um was streiten wir eigentlich ? Mobilität. Und dabei geht es oft sehr emotional zu. Die einen, die eher die Schwiegermutter verkaufen würden, als das Ihr Fahrzeug und die anderen, die viel reden, aber doch von manchen Dingen keine Ahnung haben, wie das Elektroauto. Ich will einfach mal sagen: Das Fahren mit einem Elektrofahrzeug macht Spass !

von Harald M. Depta | emobicon - Foto: emobicon

Sie fahren zur Arbeit oder zum Einkaufen ? Sie fahren die Kinder in die Schule oder wollen Freunde besuchen ? Sie wollen mit der Familie am Wochenende in den nächsten Zoo fahren ? Sie fahren mit Ihrem Fahrzeug in den Urlaub in die Berge, an den Strand oder nach Amsterdam ? Ich auch. Sie fahren wahrscheinlich ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ? Ich nicht.  All das und noch viel mehr fahre ich elektrisch – seit Jahren, sehr gern und nur noch. Auch, weil es einfach Spass macht und funktioniert !

Fisch oder Fleisch, vegan, vegetarisch oder Flexitarierer, Meer oder Berge, Brötchen oder Müsli. Es gibt einfach so unterschiedliche Bedürfnisse, Wünsche und Vorlieben die jeder hat. Das kennen wir doch alle oder ? Des deutschen liebstes Kind ist der fahrbare Untersatz. Das Auto. Es bedeutet zu Gleich Pflicht und Kür und es bedeutet häufig zur Familie zu gehören. Die meisten nutzen es selbstverständlich und täglich und die meisten geben sicherlich zu, das sie auf dieses Stück Freiheit nicht verzichten wollen – egal aus welchem Grund.

Ich will und ich muss mobil bleiben

Seit ein paar Jahren sind aber dunkle Wolken aufgezogen. Es kam raus, das Autobauer jahrelang besch… haben. Nicht nur sich selber und die Verantwortlichen, die sie eigentlich kontrollieren sollten, sondern vor allem uns. Das Volk, die Nutzer, die Gesellschaft. Alle. Wir alle kennen die Geschichten dazu. Damit ist sicherlich noch lange nicht Schluss. Aber was nun ?

Seit dem gibt es heftige Debatten, Vorurteile, Vorwürfe. Ein Gerangel um Zuständigkeiten, Massnahmen und Vorstellungen. Dazwischen immer Sie und ich. Der Autofahrer. Und irgendwie hat man den Eindruck. Immer müssen wir ausbaden, was „die da oben“ uns eingebrockt haben. Wichtig nun: Was machen wir daraus ?
Wichtig für uns ist doch aber: Ich will und ich muss mobil bleiben. Mein Job erfordert es, aber eigentlich erfordert es doch aber mein Leben. Wie ich lebe, was tue mit all seinen Facetten.

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Ein "wow" - eine Faszination

Schon weit vor Bekanntwerden des Abgasskandals bin ich ins kalte Wasser gesprungen. Für gewöhnlich dusche ich täglich, aber warm. Das kalte Wasser war ein Gefühl und meine persönliche Emotion. Da war etwas, was anders war und ich hatte von nichts eine Ahnung. Es stand da. Ein Elektroauto. Das ist jetzt über 5 Jahre her. Für das was ich fahre reicht das, dachte ich mir und da war auch kein Gedanke an laden und Ladesäulen und nichts von Steuerbefreiung, Förderung, Vor oder Nachteilen. Vielleicht war es etwas kindliches in mir, was mir sagte: Probier es aus. Waren Sie nicht auch mal neugierig oder sind es bis heute vielleicht geblieben ?

Es sieht aus, wie ein Auto. Es fühlt sich auch so an. Man hört nix und ein „wow“ war innerlich gegeben. Es stand bei einem Händler. Und eher der Faszination hingegeben fragte ich nach einer Probefahrt. Boa. Das war toll. Anmachen ? Ist er schon an ? Man hört nichts. Gaaaanz vorsichtig auf das Gaspedal, was ich heute Strompedal nenne und langsam losgesollt. Ich weiss es noch: Ich war zittrig, war nervös. Es war ein Blick zurück in die Kindheit, aber ganz weit weg noch: Der Blick in die Zukunft. Es war ein Renault ZOE.

Der Beginn einer Veränderung unserer Mobilität

Sehr kurze Zeit später gab es Infos von BMW und seinem i3. Bei einem zufälligen Besuch in Berlin kam ich hier in Berührung mit dem Modell. Ein Ausstellungsfahrzeug im Show Room am Kurfürstendamm.

DER sollte es sein. Welche Konsequenz das haben würde, war weder mir noch meiner Familie klar. Die einen würden „naiv“ sagen, aber sowas kommt meist von denen die diese Mobilität nicht kennen. Es war schlicht alles neu, aber faszinierend und damit der Beginn einer Veränderung unserer Mobilität.

Bilder: emobicon®

Es war und es ist anders, aber praktikabel

Dann kam der Kia Soul EV – toll und alltagstauglich. 100.000 km mit dem Fahrzeug – alles rein elektrisch. 
Es ist schlicht völlig normal geworden elektrisch zu fahren und das spannende ist einfach die sichtbare Entwicklung. Weit vorher bevor emobicon als unser Unternehmen überhaupt Thema war.

Viele weitere Fahrzeuge folgten. Testhalber für Tage, ein Wochenende oder auch ein paar Wochen. Die Möglichkeiten wurden einfach besser. Dadurch waren wir nicht schlechter gestellt. Warum auch. Es war, es ist anders – das ist im Wesentlichen alles.

Und immer wieder die Faszination des „Gleiten“. Ich weiss: Für manche kaum vorstellbar. Aber warum ?
Ich muss noch einmal was zu den Mythen sagen, die schier eine Ansammlung dummer Vorurteile darstellen. Oft selbst von solchen Menschen in die Welt getragen werden, die noch NIE mit einem eMobil gefahren sind oder die absichtlich Dinge raussuchen, die weder mit der Praxis noch mit dem Elektrofahrzeug was zu tun haben.
Darüber haben wir ja bereits viel gepostet, diskutiert, geschrieben und vor allem in Workshops geredet.

Auch beruflich elektrisch unterwegs

Jetzt gibt es emobicon. Aus der entfachten Leidenschaft, rein privat wurde die berufliche Leidenschaft genau das zu tun, was man eben schon die ganze Zeit tat. Hier in der Entwicklung, die oft so schnell geht oder dessen Rahmenbedingungen sich bessern, anpassen und  Unterstützung bedeuten haben wir mit dem eigenen Vorsprung der täglichen Praxis schon zahlreichen Unternehmen unterstützend zur Seite stehen können. Auch für uns ein Entwicklungsprozess, der sich total gelohnt hat. Jetzt sind wir noch näher dran und können noch mehr Unterstützung geben, wenn es um die Elektromobilität geht. Und dabei natürlich immer wieder Elektroauto fahren.

Ganz deutlich möchte ich Ihnen sagen: Elektromobilität wird nicht DER aber EIN Baustein der Mobilität sein und deutlich ist auch zu sagen, das wie alle Technologien die Entwicklung nötig und zu billigen ist. Es kann doch bitte niemand ernsthaft erwarten, das alles perfekt ist. Es darf sich entwickeln und deshalb ist es nicht schlecht oder schlechter. Viel zu billig dann eher die Variante, wenn Billigposts Lügen und Unwahrheiten verbreiten.

Die Allermeisten dürften dabei längst widerlegt sein. Viel schlimmer, so finde ich, die Moralkeule, der gehobene Zeigefinger und gleichzeitig die Doppelmoral vieler. Ich bin nicht doof, aber ich bin informiert. Diese vielen, oft undurchsichtigen, aber auch falschen Informationen werden von uns beobachtet. Aber wir hinterfragen alles auch und dürfen dann, aus unserer Erfahrung auch kritisieren. Das ist der Unterschied.

Auch die kleine Unterstützung macht was aus

Es gab und es gibt unendlich tolle Begegnungen mit Menschen und Unternehmen, die eine echte Motivation darstellen und wir selber, das können wir voller Stolz sagen, haben schon einiges bewegt.
Ein kleines Beispiel dafür ist ein älteres Ehepaar, welches über uns einen BMW i3 angeschafft hat. Es war die Weihnachtszeit 2018. Der Mann rief mich an und fragte, ob er uns anrufen dürfe, falls seine Frau nicht zurecht kommt. Sie plante am 1. Weihnachtsfeiertag zu Ihrer Schwester nach Köln zu fahren. Sie wird, auf dem Rückweg, laden müssen. Kein Problem für uns. Gern auch an diesem Feiertag. 

Und so kam es, das ER mich anrief, weil seine Frau an einer Raststätte auf der A 1 steht und es mit dem Laden nicht klappt. Ich rief seine Frau an. Sie war ein wenig nervös. Ich nahm Ihr die Nervosität und führte Sie am Telefon durch die Handlung an der Ladestation. Nach wenigen Augenblicken fing das Fahrzeug an zu laden. Sie hatte in der Aufregung einen kleinen Handlungsfehler und deshalb konnte der Ladevorgang nicht funktionieren. Es passiert, es ist neu. Keinen Händler hätte sie erreicht, vielleicht nicht mal die Hotline des Herstellers. Sie wäre gestrandet – also ohne Strom liegen geblieben.

Einige Tage später kam ein kleines Päckchen, eine Schachtel Pralinen, ein Dankeschön. Diese Kleinigkeiten können berühren und zeigen uns, das wir es richtig machen. Es ist selbstverständlich finde ich.

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Die Pflicht ist die Kür und die Kür ist Leidenschaft.

Wenn wir nun das Berufliche und Private gut verbinden können, bleibt der Spass nicht auf der Strecke. Klar, man erwartet mehr von uns und man erwartet Kompetenz. Hat man, mit der Zeit im Thema Elektromobilität. Die Pflicht ist die Kür und die Kür ist Leidenschaft. Auch meine ganz persönliche.

Da mich das gesamte Thema auch interessiert, bin ich selber natürlich tief im Thema. Der Laie hat da schon Probleme in der Masse an Informationen und Möglichkeiten durch zu blicken. Wir checken das dann. 
Der Spass ist schon, der Weg den man geht. So erlebe ich heute noch, die Blicke, das Staunen an Ladestationen, wenn ein Elektroauto da steht. Oft kommt es zum Gespräch. Die Standardfragen sind dann zum Beispiel: „Wie lange dauert das denn jetzt?“ Ich weiss meistens was kommt: „Ich werde hier ca 20 min schnell laden“ und dann das Staunen: „Ach, ich dachte, das dauert ein paar Stunden!“ Viele solcher oder solch ähnlichen Situationen werden die meisten Fahrer von Elektrofahrzeugen kennen. 

Oder Situationen, wenn mangels Zuverlässigkeit der Bahn nur das eigene Elektrofahrzeug bleibt, um ein entfernteres Zeil zu erreichen. Bei Ankunft im Hotel, bei Freunden, bei Unternehmen, die gerufen haben staunt man, das man doch diese lange Strecke unmöglich mit dem Elektrofahrzeug gefahren sein kann. Warum nicht ?

Toll ist es aber auch, das wir schon Aufträge von Kunden bekommen haben, eben weil wir wirklich elektrisch fahren. Ein Berater, ein Konzeptionist, ein Verkäufer in dem Thema der Elektromobilität verkaufen und vermitteln will, dafür aber ein Dieselfahrzeug nutzt, scheint dann eher ein immer grösseres Problem zu bekommen. Wir stehen zu dem was wir tun. Es geht schliesslich auch um ein Stück Glaubwürdigkeit.

Weil Elektromobilität so normal sein wird. 

Wissen Sie: Ich bin mir sehr sicher, das wir in ein paar Jahren darüber schmunzeln werden, über das, worüber sich heute immer noch einige, meist unqualifiziert, äussern. Weil Elektromobilität so normal sein wird. 

Für mich selber ist es das heute bereits und es ist mir egal ob ich nach Amsterdam, Paris oder nach Berlin fahre, ob ich bei uns im Ort fahre, oder öfter auch zu Kunden ins Rheinland oder ins Ruhrgebiet. Auch meine Freunde befinden sich zwischen Ratzeburg, Köln, Berlin und im Raum München. Die Bahn, wie schon geäussert, stellt kaum eine Alternative dar. Den Fahrplan hier sehe ich eher als Vorschlag, denn es ist schlicht ein Desaster was man Fahrgästen und Nutzern hier häufig zumutet. wenn man dann noch die Äusserung hört: Wir haben keine Lokführer, also keine Garantie, das Ihr Zug überhaupt fährt, dann ist es schlicht kaum nutzbar. LEIDER.

Elektrofahrzeuge sind viel günstiger, als man denkt

Ein Thema ist das Laden, die Kosten, das Handling. Glauben Sie wirklich, ich würde schon jahrelang Elektrofahrzeuge fahren, wenn es nicht funktionieren würde? In der Tat, am Anfang war es schwierig und man war der Freak. Man darf und man sollte eben auch mal gegen den Strom schwimmen dürfen, weil es genau das ist, was es ausmacht. Es war aber der Faszination geschuldet, der man unterliegt. Wir haben es noch nicht optimal, aber für Gewöhnlich kann ich zu Hause oder im Büro laden und für das Erste und den Alltag reicht das. 

Unterwegs gibt es immer mehr Schnelllader, immer mehr Hotels haben Ladestationen, die man nutzen kann, immer mehr Unternehmen, Geschäfte, Einkaufszentren bieten, zum Teil kostenfreie Lademöglichkeiten und bei einer Tagestour von vielen Hundert Kilometern darf ich auch mal eine Pause haben, die sich in der Regel prima mit dem Aufladen eines Elektrofahrzeuges verbinden lässt. Es ist keine Glaubensfrage und es ist kein Umstand und es ist für gewöhnlich auch nichts exotisches mehr. Im Gegenteil. 

Während der Fahrer von Verbrennungsfahrzeugen eher der Gestresste ist und mit hohen laufenden Kosten leben muss, ist ein Elektrofahrzeug zunächst als Basisfahrzeug teurer, aber meistens doch die günstigere Wahl. Vor allem menschlich, denn die Entschleunigung mit einem Elektrofahrzeug ist auf jedem Fall gegeben.

Das Laden, Steuern, Wartung, Nutzung von Umweltfahrspuren, wie demnächst in Düsseldorf, Kosten für das Parken, diverse Förderungen und manches mehr sind so viele Guddis, die den Preis schnell und nachhaltig mildern. In meiner persönlichen Rechnung und den Kostenanalaysen für unseren Fuhrpark fahre ich deutlich zu geringeren Kosten als jedes Verbrennungsfahrzeug. Und wenn man dann noch die steuerrechtliche Seite nimmt mit der 0,5 Prozent Regelung dann lache ich mittlerweile über die hohen Kosten eines Verbrennungsfahrzeuges.

Ganz klar ist: Die Kosten bei Kauf, Unterhalt eines Verbrennungsfahrzeuges werden deutlich steigen, die Preise für Elektrofahrzeuge mit alles Begleiterscheinungen sinken. Das sage nicht nur ich, sondern selbst Hersteller.

Elektromobilität kommt auch bei Ihnen an, wetten ?

Wir haben so oder so keine Chance dem Thema zu entgehen. Der Markt hat Elektromobilität längst forciert und  es wird etabliert werden. Sehr deutlich merken wir den Anfragen bei uns, aber auch den Anspruch das man heute bereits vorbereitet sein will. Die möglichen zahlreichen Förderungen helfen natürlich und man sollte sie auch nutzen. Wenn ich Kundenprojekte bearbeite, dann immer unter dem Aspekt der Förderung. Die Bedingungen zu solch einer Massnahme sind immer unterschiedlich, aber bislang ist uns das prima gelungen.

7 Gedanken zu „Elektromobilität: Warum mir das Elektroauto so viel Spass macht

  1. Ich fahre einen 6 Jahre alten Renault Kangoo ZE seit Mai 2018. Habe in gebraucht in Strassburg gekauft. Da er nur 16 A einfach lädt dauert das eben. Die Fahrt von Strassburg bis Steinheim im Kreis Höxter dauerte 24 Stunden. Eine wunderbare Reise parallel zur Autobahn durch Städte und Landschaften, die man sonst nicht sieht. So lernt man Deutschland entspannt kennen.

    1. Hallo Herr Behling,

      Ihr Kangoo ist ganz offensichtlich eher nicht für die Langstrecke gedacht, aber solange Sie zurecht kommen ist alles gut. Beim nächsten Fahrzeug achten Sie einfach nur auf die Schnellladefähigkeit. Es scheint aber, das sie ganz offensichtlich zu recht kommen.

      Ja, es kann schon entspannt sein, wenn man statt Über die Autobahn einfach über Land fährt. Auch ich selber nutze das gern, wenn es meine zeit erlaubt.

      Gruss H.M. Depta | emobicon

  2. Sobald Sie ein Problem haben, ist die Hochstimmung über die E-Mobilität vorbei. Zurzeit fallen vermehrt Antriebsbatterien bei Renault ZOE ZE40 aus. Auf eine neue warten Sie bis zu 3 Monaten!! Die Servicefreundlichkeit und die Bereitschaft, dem Kunden entgegenzukommen ist fatal niedrig. Wohlgemerkt nicht beiden Händlern und Werkstätten, sondern beim Hersteller. So wird es nichts.

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