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Volkswagen: Mehr Kobalt in Akkuzellen als bei Tesla

Volkswagen kündigt sehr viel an, wenn es um alternative Antriebe geht: Akkus, viele Modelle, Veränderungen im Fahrzeugbau. Die Wirtschaftswoche berichtet nun, das die Akkuzellen für VW Elektrofahrzeuge sehr viel mehr Kobalt enthalten werden, als bei Modellen von Tesla

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Tesla ist Gradmesser, wenn es um Elektrofahrzeuge geht. Die deutschen Hersteller haben zu lange gewartet und zu lange belächelt, was die Kalifornier, aber auch die Asiaten tun. Sie bauen gute Elektrofahrzeuge. Neben der Funktionalität der Fahrzeuge kommt es aber auch darauf an, welche Rohstoffe man einsetzt.

Aktuell 14 Prozent Kobaltanteil bei VW

Bekannt ist, das Tesla seine Kobalt Anteil in den Aktuellen auf 2,8 Prozent senken konnte. Volkswagen, mit seiner Elektromobilen Fahrzeugplattform, als Allheilmittel angepriesen, ist aber noch lange nicht so weit. Bis zu 14 Prozent Anteil am Rohstoff Kobalt sind in den Akkus bei Volkswagen verbaut. Das sagte Frank Blome, Leiter des Center of Excellence für Batteriezellen bei Volkswagen, nun der WirtschaftsWoche.

Der Druck ist gestiegen

Kobalt gilt als umstritten. Und der Rohstoff wird oft mit Kinderarbeit in Verbindung gebracht, obwohl die Wirklichkeit irgendwo dazwischen liegt. Der teure Rohstoff spaltet. Und so hat BMW erst dieser Tage mitgeteilt, das man mit der neuen Fahrzeuggeneration ab 2021 künftig komplett auf Kobalt aus dem Kongo verzichten will. Zumindest die Richtlinien für Rohstofflieferanten wurden bei Volkswagen verschärft, so die Wirtschaftswoche. So will der Konzern mit einem neuen Fragekatalog für alle Zulieferer zu den Themen Umwelt, Soziales und Korruption erreichen, das ab kommenden Sommer „saubere Produkte“ zum Einsatz kommen. Fraglich ist, ob das gelingt. Der Druck scheint gross zu sein, denn technologisch scheint man noch nicht zu sein, wie Tesla das nun vormacht.

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Volkswagen testet bereits neue Prototypen

Immerhin: Volkswagen arbeitet, nach eigenen Angaben an der Absenkung des Kobaltgehaltes für die von Zulieferern hergestellten Zellen. In der nächsten Generation von Zellen soll der Gehalt halbiert werden. Man testet bereits solche neuen Rohstoffmischungen „Der Prototyp hat einen geringeren Kobaltanteil“, sagt Blome der WirtschaftsWoche. „Unsere bisherigen Tests zeigen, dass unsere Qualitätsansprüche dennoch erfüllt werden.“

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