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Elektroauto: Steuern sparen in Verbindung mit Photovoltaik

Elektroauto: Steuern sparen in Verbindung mit Photovoltaik | emobicon

Photovoltaik war und ist nicht nur für das Klima gut, sondern in Verbindung mit einem Elektrofahrzeug optimal. Es wird vielfältig gefördert und steuerrechtlich kann man viel Geld sparen, wenn man die Sache gut für sich nutzt.

von Stefan Blome | emobicon - CoverBild: emobicon

Spätestens mit einem Elektrofahrzeug muss man über Strom und Energie reden. Was nicht mehr für das Tanken aufgewendet wird, kann sinnvoll für die Energieerzeugung verwendet werden. Ein lohnenswertes Invest, was nicht nur klimaneutral ist, sondern auch staatliche gefördert wird. Lohnenswert ist es alle mal, denn es macht unabhängig und rechnet sich mindestens mittelfristig.

Auf einige Dinge sollte man einfach aufpassen: Will man eine Bestandsimmobilie erwerben, bei der eine Solaranlage bereits installiert ist, dann kann man sich eine Besonderheit zu Nutze machen. Der Wert der PV Anlage kann vom Kaufpreis abgezogen werden, wenn die Anlage auf dem Dach montiert wurde. Somit erreichen sie, dass die Grunderwerbsteuer, die beim Erwerb der Immobilie anfällt, gemindert wird. Ein Beispiel: Die Grunderwerbsteuer beträgt in Berlin 6.5 Prozent. Der Wert der Solaranlage, die mitgebaut werden soll beträgt 15.000 €. Bei steuerrechtlichem Abzug spart man somit also fast 1.000 €. 

Aber Vorsicht: Wenn die Photovoltaik im Dach integriert wurde, wird sie als Indach Anlage und damit als Bestandteil des Daches gewertet. Damit fällt für den Kauf der Photovoltaik-Anlage selbst ebenfalls Grunderwerbsteuer an. Planen Sie darüber hinaus, die Immobilie zu vermieten, können diese als Kaufnebenkosten für beide Varianten betrachtet, steuerlich geltend gemacht werden.

Um den eigen erzeugten Strom optimal zu nutzen sollte man über eine Wallbox, also Lademöglichkeit für ein Elektrofahrzeug, nachdenken. Diese sichert nicht nur den Ladevorgang ab, sondern kann optimiert das Laden steuern. Zum Beispiel immer dann, wenn Strom mit der vorhandenen PV Anlage erzeugt wird. Nutzen sie dafür doch Fördermöglichkeiten. 

Diese sind sehr unterschiedlich, nach Bundesländern, oder vom Bund oder von Energieversorgern, vom Hersteller Ihres Elektrofahrzeuges, der Gemeinde und vielen mehr. Bauen sich Eigenheimbesitzer eine eigene Ladesäule oder Wallbox auf das Grundstück, so können ganz verschiedene Förderprogramme genutzt werden. So gibt es z.B. in NRW das Programm „progres.nrw“. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatleute können hier recht unkompliziert an Fördermittel kommen. Die Ladepunkte müssen dabei über eine Leistung von 11 – 22 Kilowatt verfügen, außerdem muss die Installation und Prüfung durch einen Elektrofachbetrieb durchgeführt werden. Bitte beachten Sie dabei unbedingt die Förderbedingungen.

Aber nicht nur die Förderungen sondern auch weitere Vergünstigungen können sich lohnen. Denn stellt der Arbeitgeber eine Lademöglichkeit zur Verfügung, damit Sie Ihr privates Elektrofahrzeug, zum Beispiel während der Arbeitszeit aufladen können, muss dies nicht als geldwerter Vorteil versteuert werden und spart dem Arbeitnehmer damit bares Geld. Diese Leistung ist steuerfrei, sofern man ein eigenes Elektrofahrzeug besitzt.

Rund 80 Prozent der Ladevorgänge für das Elektroauto findet zu Hause statt. Besonders clever ist es zudem, wenn man die eigene Lademöglichkeit auf dem eigenen Grundstück mit der eigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach kombiniert. Die fehlende Infrastruktur für Elektroladesäulen im öffentlichen Raum schaffen sich die Eigenheimbesitzer damit selbst und zusätzlich lässt sich mit dieser Kombination bares Geld sparen.

Strom aus der Steckdose kostet viel. Vergleichsportale wie Check24 gehen heute noch von knapp unter 30 Cent pro kWh Strom aus – aber aktuell wird der eigen erzeugte Strom auch nur mit gut 11 Cent pro kWh vergütet. Damit dürfte ganz klar sein: Der Eigenverbrauch sollte hoch sein und mit einem Elektrofahrzeug lohnt es sich noch mehr. Nutzen Sie auch andere Verbraucher wie Spülmaschine, Waschmaschine und Co.

Das gute und eigene Gefühl ist das eine. Die Unabhängigkeit ist aber eben so wichtig und natürlich die Kosten, die sie einsparen werden. Klar ist: Auf zugekauften Strom zahlt der Stromkunde hohe Abgaben wie Stromsteuer, EEG-Umlage und Konzessionsabgabe. Auf selbst erzeugten Strom aus Anlagen bis zu 10 Kilowatt aber nichts. Nutzen Sie öffentliche Ladesäulen kostet der Strom häufig deutlich mehr als an der heimischen Ladestation.

Wir sind eine Nation von Pendlern. Rund 30 Kilometer Strecke – hin und zurück sind wir unterwegs. Neben Fahrgemeinschaften kann aber auch ein Elektrofahrzeug sinnvoll sein, denn aus verschiedenen gründen ist man dann schon günstiger unterwegs, als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Die Anschaffung eines rein elektrisch betriebenen Fahrzeuges wird auch weiterhin mit 4000 Euro von der Bundesregierung gefördert. Der Kauf eines neuen Plug-in Hybrids immerhin mit 3000 Euro. Außerdem fällt für erstmalig zugelassene Elektrofahrzeuge für die nächsten zehn Jahre die Kfz-Steuer weg, wenn das Auto im Zeitraum bis Ende 2020 angeschafft wurde. In vielen Städten kann man zudem kostenfrei parken, die Busspur nutzen und ist von Fahreinschränkungen meistens verschont. 

Klar ist auch, das die Unterhalts –  und Wartungskosten deutlich geringer sind. Es lohnt sich !

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