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Elektroauto: Verbreitete Lügen beschleunigen die Elektromobilität

Elektroauto: Verbreitete Lügen beschleunigen die Elektromobilität | emobicon

Das Elektroauto ist an allem schuld. Das kennen wir in regelmässigen Kampagnen beim Verbreiten von Lügen, Unwahrheiten und der ziemlichen Dummheit und Doppelmoral die sich hier am deutlichsten zeigt. Hilft aber nicht: Es beschleunigt die Veränderungen der Mobilität.

von Harald M. Depta | emobicon - Bildquelle: RTL

Gekaufte Artikel, das Aufbauen von Emotionen und die Verbreitung von Halbwahrheiten, Lügen und Falschdarstellungen, deren Interesse nicht der Journalismus, sondern Klickzahlen sind. So die grobe Zusammenfassung über das, was mal wieder durch das Netz zieht. Dabei behaupten wir: Diese Kampagnen werden bezahlt. Warum behaupten wir das? Weil auch uns regelmässig angeboten wird, das wir für viel Geld einen Artikel schreiben lassen können, unseren Namen dort lesen können, der nicht gekennzeichnet überwiegend online verfügbar gemacht wird. Dabei ist für den Laien nicht erkennbar, ob es Journalismus oder Werbung ist. Es scheint weit verbreitet zu sein.

Journalismus oder was davon übrig ist

Lithium, Kobalt und immer wieder Elektroauto und Akku und jeder wird zum Umweltschützer. In der Doppelmoral vieler ist es cool, das man das eine dummerweise zerreißt, während anderes so schön verdrängt wird. Dummheit sagen ich dazu, denn statt sich mit den sooft schon widerlegten Behauptungen auseinander zu setzen, setzen so viele auf Journalismus, oder das was davon übrig ist. Ich habe keine Lust mehr an dieser Stelle erneut auf dieses Bashing zu reagieren. Das passiert sowieso regelmässig. In Workshops, in Gesprächen, in Beiträgen hier oder in unseren Social Media Kanälen. Wir haben mehrfach ausführlich darüber berichtet.

Ob ein Komiker Namens Mario Barth, der sich bei RTL  in Aufklärung versucht oder eine Bildzeitung, wo bekanntlich die Mischung aus Halbwahrheiten, Übertreibungen und selbsternannten Journalismus steht. Es verschwimmt. Und dann die Emotion. Weil es gerade so in das Weltbild passt Behauptungen zu streuen ohne zu hinterfragen wie es denn wirklich ist.

Nur dumme Menschen tragen das weiter und es scheint eine Menge davon zu geben. In der Einfachheit der Doppelmoral schickt sich das. Doppelmoral führt auch dazu die Bequemlichkeit der Notwendigkeit und den faktenbasierten Informationen vorzuziehen. Ist ja so einfach. Und ein gewisser Gruppenzwang erübrigt eine eigene Meinung. Katzenvideos zu schauen ist einfacher als Suchmaschinen zu nutzen. Anders lässt sich die Dummheit nicht erklären. Und Journalisten sind oft nur Getriebene. Denn was lässt sich besser verkaufen? Fakten oder hochgekochte umschriebene Pseudo – Information? Hilft aber nicht. Denn die Wahrheit setzt sich immer durch! Wetten dass?

Bashing hilft nicht

Jeder weiss es: Der Klimawandel wird vor allem durch das Verbrennen von fossilen Rohstoffen wie ÖL und KOHLE verursacht. Über 30.000 wissenschaftliche Untersuchungen zeigen deutlich auf, was gerade passiert und machen notwendig, dass sich einiges ändert. Und das schneller als uns lieb sein kann. Denn wir haben viel Zeit verloren. Ob jede Massnahme sinnvoll ist und wie verändert wird, kann diskutiert werden. Viele dieser Bashings helfen aber niemandem, sondern die Tatsachen müssen zählen. Die Frage ist ein andere und das Ziel ist egal.

Es wird sich viel verändern

JA es wird sich viel ändern (müssen). Ja, es wird teurer. Nichts zu tun wird aber noch teurer und ja die Mobilität wird sich radikal verändern müssen. Bequemlichkeit darf sehr teuer werden und ja wir haben es in der Hand mit unserem eigenen Verhalten viel Verändern bewirken zu wollen. Die Dummheit einzelner darf nicht dazu führen, das man kuscht und nichts oder zu wenig unternimmt, um die spürbaren Veränderungen sichtbar zu machen. Peinlich genug ist es, was die Politik abliefert. Nach dem diese in den letzten Jahrzehnten Wachstum um jeden Preis wollte, vernachlässigte oder ignorierte man Fakten, die bereits deutlich zeigten, das es eine gewaltige Veränderung geben muss. Das man nur von Wahl zu Wahl denkt kommt auch nur wenig raus und das man  genau die Verursacher schützt, statt planbare Änderungen einzuleiten führte dann zu dem Schock, zu Friday for Future. Die Zeit der Schonung muss zu Ende gehen. Und das wird es. Ganz sicher. Bei jedem.

Presse ist nicht gleich Presse

Erst gestern wieder: Rückfahrt nach Hause mit meinem Dienststromer. Neben mir, vor mir, hinter mir. Dicke sprintfressende SUV mit viel PS, ohne Grund und sicher ohne Notwendigkeit mit einer Person besetzt klimaschädlich unterwegs zu sein. Eigenverantwortung zählt bei vielen nicht. Die Ausreden aber dafür werden immer absurder, warum man sowas fahren muss. Es hilft aber nicht. Es ist weder cool noch imagefördernd. Im Gegenteil. Es wird imageschädlich und nicht selten gibt es mittlerweile Gespräche und Diskussionen die genau das aufzeigen. Die einen die denken, die anderen die handeln. Vielleicht noch irgendwas dazwischen. Das Versagen der Politik wird deutlich und dürfte längst bei jedem angekommen sein. 

Wasser predigen, Wein trinken und mit vielen Pseudo Massnahmen Dinge zu tun, die nur wenig oder nicht helfen oder eben darzustellen: Wir tun was. Nur die Menschen werden nicht mitgenommen. Das jeder viel tun kann ist klar, aber auch hier: Ausreden,  raus reden und sich um Kopf und Kragen reden. Dusch mich, aber mach mich nicht nass – das schein weit verbreitet zu sein. Viele tun. Wir auch. Nicht nur in der Frage der Emotion und damit der Mobilität, sondern ganz normal im Alltag. Und das ohne viel zu reden. Gemüsekisten, Pfandflaschen, weitgehender Verzicht auf Plastikverpackungen und manchem mehr. Eine Frage des Wollens und eine Frage der Konsequenz. Und viele tun es und auch deshalb passiert etwas. Veränderung.

Jeder kennt die Diskussion, das Für und Wider, die Fakten oder das was behauptet wird. Jeder weiss um die Notwendigkeit der Veränderungen, aber immer wieder kommen Ausreden. Dabei merken viele nicht, wie sie sich um Kopf und Kragen reden oder es ist denen schlicht egal. Das die Presse nur auf Emotion reagiert und das genau so sagt, wie es die Masse meint, versteht sich von selbst. Hauptsache es macht „Klick“. Nur wenige Informationen sind neutral und bringen faktenbasierte Informationen.

Dürfen wir sagen, dass wir es nur noch lächerlich finden was hier gerade und immer wieder statt findet ? Wir tun es einfach. Es gibt die, die sich damit auseinandersetzen und zurecht aufregen. Dann gibt es einfältige Menschen, die jedem nachplappern, von anderen abschreiben ohne zu wissen wie und warum und es gibt die Dummen. Dumm, die Ihre schräge eigene Wahrheit zu der von Allen machen wollen und meinen sich und allen einen Gefallen zu tun. Man muss und darf auch mal Dinge auf den Punkt bringen. 

Sie sehen hier bei uns keine Werbung. Denn wir sind eigenständig und nicht gekauft. Wir brauchen keine Klickzahlen um davon zu leben. Wenn man das weiss, dann versteht man, warum so viele Medien nur das schreiben was dumme menschen hören wollen. Es ändert aber nichts an den Fakten. Nur interessieren diese meistens nicht.

Doppelmoral ist mehr als eine Lüge

Ich denke mal, wir müssen uns keine Sorgen machen, das Massnahmen zu Veränderungen führen. Wird das was man angeblich braucht teurer, wird die Doppelmoral dazu führen Änderungen durchzuführen. Da hilft es auch nicht das man mit den ausgelutschten, widerlegten Mythen gegen Elektroautos schiesst. Unabhängig vom Antrieb ist die Tatsache aber, dass wir zu viele Fahrzeuge auf den Strassen haben. Das ist das eigentliche Problem. Das es noch jede Menge Betrüger gibt, die sich mit falschen Angaben zu einer Zulassung geschafft haben und damit den Abgasskandal ausgelöst hatte ist hinlänglich bekannt.

Technisch ist eh bald alles anders und das Elektrofahrzeug wird ein Bestandteil der Mobilität sein. Der aufgeklärte Deutsche behauptet immer viel und alles ist schlecht, geht nicht und ist zu teuer. Komisch, dass es anderswo sehr häufig sehr gut geht.

Veränderungen kommen - so oder so

Das schöne ist zu wissen: Die Maut kommt sowieso, auch die CO2 Steuer. Klar ist auch das Elektromobilität sich durchsetzen wird und das wir eine deutliche Veränderung bekommen werden. Da mach ich mir keine Sorgen. Der Weg ist bekanntlich das Ziel und das Ziel wird eindeutig sein. Der Weg dahin sind Dummheit, Doppelmoral und viel Geld was ausgegeben wird um mit gekauften Kampagnen etwas verhindern zu wollen, was sowieso nicht zu verhindern sein wird. 

Ich kann sicher sein: Schon bald  wird es die nächste Kampagne geben und schon bald wird die nächste Sau durch das Dorf getrieben. Schwamm drüber. Der Journalismus muss sich nicht mehr wundern, wenn er nicht mehr Ernst und schon gar nicht mehr seriös eingestuft wird. Komiker ohne Bildung, Zeitungen ohne Anspruch auf Journalismus, TV Sender die sich mit Werbung finanzieren und damit sicher nicht qualifizieren – all das und mehr führt zu mehr Hass, mehr Unsicherheit und die Glaubwürdigkeit bleibt auf der Strecke. Dabei darf und muss unterstrichen werden: 

Es geht nicht um das Schönreden, nicht um das Verdrängen von Fakten und Nein: Nicht alles ist toll. Es darf und es muss sich entwickeln und es darf und muss aber auch faktenbasiert gesagt werden dürfen, das wir alle mit ÖL und deren Begleiterscheinungen bereits genug Schaden verursacht haben. Das ist Fakt. Das ist die allsooft verdrängte Realität. Weil es normal geworden zu sein scheint. Das darf man bei allem nicht vergessen. Veränderungen sind längst überfällig. Arbeiten wir daran, bevor es uns überrollt.

Fazit

Immer wieder gibt es Kampagnen, auch weit über das Thema Elektromobilität hinaus. Es wird sie wieder geben. Die, die damit Kasse machen und sich mit der Notwendigkeit von „Klicks“ das bei den „dummen Lesern“ abholen. Journalismus ist das nicht und schon gar nicht der Anspruch einer Recherche, die den Namen verdient und dem jeweiligen Thema gerecht wird. Nein. Wir müssen und werden nichts schön reden. Aber das eine Thema mir falschen, fragwürdigen und dummen Geschichten in ein ganzes falsches Licht zu setzen, nur um einen eigenen Vorteil zu generieren darf nicht der Anspruch sein. 

Die Notwendigkeit Mobilität insgesamt zu hinterfragen, zu verändern und Lösungen wie die Elektromobilität auf zu zeigen heisst aber auch anderer Meinung zu sein. Traut sich aber kaum einer. Wir klären weiter auf: In Gesprächen, Workshops, bei messen, in Unternehmen , bei Kunden, in unseren Beiträgen, in der eigenen Familie und bei unseren Freunden. Das ist unser Anspruch Elektromobilität voran zu bringen. Denn es lässt sich, so oder so, nicht verhindern. Der Markt hat entschieden was kommen wird. Mit Zwang, mit Vernunft und der Einsicht der Veränderung.

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