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BAFA Prämie: Bundesregierung erwägt Verlängerung der Förderung

Der erhoffte Boom bei Elektroautos bleibt aktuell noch aus. Deswegen ist der BAFA Fördertopf noch ziemlich gut gefüllt. Nun überlegt die Bundesregierung die Förderung weiter fortzuführen.

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Autofahrer können sich auf eine Verlängerung der staatlichen Prämie für den Kauf von Elektroautos einstellen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, wird »ernsthaft erwogen«, die Prämie über den Sommer hinaus zu verlängern und damit Elektrofahrzeuge, sowohl gewerblich, als auch privat zu fördern.

600 Millionen Euro Umweltbonus sehen insgesamt als Bundesmittel zur Verfügung. In zweieinhalb Jahren wurden aber nur rund 134 Millionen Euro abgerufen, das sind rund 100.000 Anträge. 

BAFA Prämie könnte verlängert werden

Geplant ist, das die Prämie Ende Juni 2019 ausläuft. Da aber das Angebot an Elektrofahrzeugen und das Interesse steigt, die Ladeinfrastruktur wird weiter ausgebaut. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordert seit langem, die staatliche Prämie über Juni hinaus zu verlängern.

In dem aktuellen Programm werden Batteriefahrzeuge mit 4.000 Euro, Hybridfahrzeuge, die auf der Förderliste stehen mit 3.000 Euro gefördert. Bezahlt wird das jeweils zur Hälfte vom Hersteller und vom Bund. Der Listenpreis des Basismodells darf nicht teurer als 60.000 Euro sein. Diese Aktion war Mitte 2016 gestartet worden. Zuständig hierfür das Bundeswirtschaftsministerium.

Lange Lieferzeiten bremsen die Prämie aus

Schon lange war ersichtlich, das die Erwartungen an diesen Bonus nicht erfüllt werden.  Der Durchbruch Elektroautos auf die Strasse zu bringen wurde nicht erfüllt. Die Nachfrage scheint immer noch auf niedrigem Niveau. Das liegt aber auch an dem Angebot, was bislang weit unter den Kundenwünschen liegt. Zudem gibt es aktuell zum teil sehr lange Lieferzeiten bei vielen Herstellern. Die Bundesregierung hatte ursprünglich das Ziel ausgegeben, dass bis 2020 eine Million E-Autos auf deutschen Straßen fahren. Selbst Kanzlerin Merkel hatte in 2018 erklärt, das Sie erst in 2022 davon ausgeht, das Ziel zu erreichen. 

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Die Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen steigen

Schaut man sich die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt – Bundesamtes an, lag der Gesamtbestand an Elektrofahrzeuge 2017 bei rund 54.000 Fahrzeugen, der an Hybrid-Pkw bei rund 237.000 Autos – bei einem Gesamtbestand von 56,5 Millionen Fahrzeugen.

2018 stieg die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos zwar deutlich an, aber auf einem immer noch niedrigen Niveau. Die Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Hybridantrieb erhöhten sich nach KBA-Zahlen um mehr als die Hälfte auf rund 130.000, bei reinen Elektro-Autos stand ein Plus von fast 44 Prozent auf 36.000 – bei insgesamt 3,44 Millionen Neuwagen.

BAFA Prämie könnte Zulassungszahlen künftig begünstigen

Die meisten Anträge stellten bislang Unternehmen. Gut zwei Drittel davon entfallen auf reine Elektrofahrzeuge, der Rest für Hybrid-Fahrzeuge. 

Spannend ist nun, wie sich das weiter entwickelt, denn u.a. mit dem Model 3 von Tesla wird eine neue Nische belegt. Die Auslieferung in Deutschland wird in Kürze starten und das Tesla Model 3 steht auch auf der Liste der Fahrzeuge, die förderfähig sind.

Weitere Fahrzeuge von deutschen Herstellern gibt es aktuell nicht. So sind neue Modelle, wie der Audi e-tron, der Mercedes EQC kurz vor dem Marktstart, aber mit weit über 60.000 Euro nicht förderfähig.

Neue Mittelklasse Modelle, wie zum Beispiel von Volkswagen werden zwar lange angekündigt, sind aber erst im Jahr 2020 zu erwarten. Aktuell gibt es aber eine reihe guter Modelle, wie Modelle von Nissan, Hyundai, Renault, die auch bei den Kunden sehr gut ankommen.

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