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Ladesäulen: Sehen, wieviel man geladen hat

Sie fahren mit einem Elektroauto an die Ladestation und wissen nach dem Laden nicht, wieviel sie geladen haben. Das soll sich schon bald ändern. Die Transparenz ergibt sich aus Eichung und neuer Ladetechnik. Neue Ladesäulen sind am Start und haben einiges Neues zu bieten

von Thorsten | emobicon - 29.9.2018

Verschiedene Ladesäulen, verschiedene Ladezugänge, zum Beispiel per App oder RFID Karte, das kann manchmal verwirrend sein. In dem Entwicklungsprozess der Ladetechnik wird nun ein neues Kapitel ausgerollt. Die Ladetechnik macht Ladevorgänge transparenter. Die neue Eichverordnung kommt auch für Ladesäulen – ähnlich wie an einer Tankstelle. Ich tanke einen Liter, dann soll soll auch ein Liter in den Tank und wenn ich eine Kilowattstunde Strom lade, dann soll auch diese künftig ins Fahrzeugakku fliessen.

Mehr Transparenz durch neue Technik

Endlich kommt Sie: Die bessere Kontrolle über die Fahrstromrechnung. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) hat nun die ersten Zertifikate für eichrechtkonforme Ladesäulen erteilt. Diese können nun nicht nur den Stromverbrauch eines Tankvorgangs ermitteln, sondern diesen auch für den Kunden darstellen und für spätere Überprüfungen speichern. 

Zwar gibt es schon funktionierende Stromzähler in Ladesäulen , aber meist nur für Wechselladestation mit 22 Kilowattstunden Leistung. Bislang allerdings waren die Werte mit wenigen Ausnahmen aber weder für Kunden noch für die zwischen sie und den Stromversorger geschalteten Roamingdienste vernünftig nutzbar.

Die neue Zähleranschlusssäule ZAS 4.0 von unserem Partner wallbe® | Bild: wallbe®

Wer an einer Ladesäule tankt, kann beispielsweise Strommenge und Kosten häufig erst sehen, wenn die monatliche Abrechnung in der Post ist oder wenn die App auf dem Smartphone die Datenrate bereits aktualisiert hat.  Reklamationen sind so nur schwer möglich. Für Fahrer konventioneller Autos ist das undenkbar. Man zahlt direkt an der Tankstelle den an der Zapfsäule ausgewiesenen Betrag.

Unabhängig von einem Anbieter sein

Noch besser und häufiger Wunsch, ist das Laden, ohne Anbieter – Wirrwarr. Am Besten also mit Bankkarte oder Kreditkarte.

Bislang hörte man von Herstellern und Anbietern stets, das diese Ladeform altbacken, kompliziert und für die Abrechnung zu teuer sei. Das stimmt so aber nicht. Denn die Einfachheit ist gefragt. Auch das sind oft Fragen und Anregungen mit denen wir konfrontiert werden. Da wo öffentlich geladen wird, ergibt sich Potential und vor allem: So eine Lade – Möglichkeit spricht sich rum.

Die meisten Komplettangebote der Hersteller, also incl. Ladekarte für ein Roaming und Unterwegs, sind zu intransparent, oft kompliziert und auch teuer. So hören wir das bei Gesprächen.

wallbe® nimmt aber die Wünsche nach Einfachheit nun auf und hat mit einer neuen Ladesäule die neuen technischen Möglichkeiten geschaffen. Dieses macht vor allem Sinn, weil man unabhängig und spontan aufladen kann. Man fasst mehrere Möglichkeiten zum Aufladen zusammen. Das ist zudem äusserst praktisch. 

Das Argument, ich hatte nicht die passende Ladekarte, lichtet sich zwar aktuell, durch verschiedene Roaminglösungen unter den zahlreichen Anbietern, aber hier geht man aber noch einen Schritt weiter. Der Kritik hat man sich gestellt. Prima.

Das wachsende Angebot an eichrechtkonformen Ladesäulen dürfte einen großen Einfluss auf die Preismodelle des mobilen Fahrstrommarkts haben.

Die neue wallbe Ladesäule, bei den man sogar per Girocard oder Kreditkarte zahlen kann | Foto: wallbe

Tarifmodelle, Pauschalen und das Verschenken von Energie

 Ohne ein transparentes Messverfahren darf der Strom seit Anfang des Jahres nur noch in Ausnahmefällen (vor allem bei Schnellladesäulen) kilowattweise abgerechnet werden. Viele Ladesäulenbetreiber behelfen sich damit, stattdessen eine Pauschale zu verlangen oder den Strom direkt zu verschenken. Aber teilweise wird Strom auch nach Zeit abgerechnet, was einige Eichämter jedoch nicht akzeptieren. In diesem Fall besteht das gleiche Problem mit der Nachvollziehbarkeit, wie bei der Abrechnung nach Kilowattstunden. Zudem sind Fahrer von E-Autos mit geringer Ladeleistung pro Stunde dort finanziell gegenüber Nutzer von schnell ladenden Modellen benachteiligt. 

Langfristig werden diese drei Tarifmodelle daher wohl zugunsten der Bezahlung pro tatsächlich getankter Kilowattstunde verschwinden. Experten erwarten nach der Einführung eichrechtkonformer Säulen zudem einen Bauboom, vor allem bei der öffentlichen Hand. Spannend wird sein, welche Kommune, welcher Händler, an welchem Standort, das Laden künftig weiter gratis ermöglichen wird.

Auch Nachrüstlösungen wird es geben

Die eichrechtkonformen Ladesysteme dürften in der Regel über ein Display oder einen Zähler verfügen, über das dem Kunden die getankte Strommenge dargestellt wird. Den Ansatz zumindest verfolgen, neben wallbe® u.a. auch die Firmen Mennekes und EBG compleoDas Start-up Ubricity, das Laternen für die Ladestromversorgung nutzt, hat den Stromzähler hingegen in das Ladekabel des Kunden ausgelagert. Zudem arbeitet die Branche an Nachrüstlösungen für bestehende Ladesäulen. Langfristig ist es allerdings nicht unwahrscheinlich, dass der Stromzähler von der Ladesäule ins Auto wandert. Dann wäre auch das vergütete Wiedereinspeisen von Strom ins Netz möglich. 

Die neue EBG compleo Ladesäule - roamingfähig - eichrechtskonform - transparent | Bild: EBG compleo

Das sogenannte bidirektionale Laden ist ein grosses Trendthema in der Elektromobilität. Einige Fahrzeuge, so ist bekannt, werden künftig genau das technisch ermöglichen. Zum Beispiel der SION von SONO MOTORS oder der neue Nissan LEAF.

Steuerrechtliche Fragen klären

Nicht ganz leicht – auf den ersten Blick, sind steuerrechtliche Fragen beim Laden in Unternehmen. Ob Verschenken, Freistrom für Mitarbeiter, Steuerfreibetrag, Besucher. Es gibt viele unterschiedliche Anforderungen, aber auch Lösungen. Besonderheiten sind das Laden über PV Strom, der Anteil dessen oder der Mix. Dazu muss man sich besprechen. Auch dafür gibt es Lösungen, schon bereits bei der Konzeption bzw. Installation. Das Gute daran ist, das die meisten Fördertöpfe das berücksichtigen. Auf jeden Fall sollte man den Steuerberater fragen.

HINWEIS: 

Wir quatschen nicht – wir machen. Wenn Sie sich für Ladeinfrastruktur interessieren – egal ob gewerblich oder privat, dann setzen Sie auf Kompetenz und Erfahrung von Anfang an – auf emobicon®. Individuelle Lösungen – maßgeschneidert für Sie ! 

Der schnellste Weg zu einer guten Lösung beginnt immer mit einem Gespräch.

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