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Studie: Elektromobilität in Wohnanlagen

Elektromobilität, auch in Wohnanlagen wird zum Thema, denn Lademöglichkeiten dort zu schaffen, kann eine Herausforderung sein. Die Wohnungswirtschaft ist sich der Tatsache bewusst, das die Relevanz zunimmt und der Bedarf ansteigen wird.

von Thorsten Bär | emobicon - Foto: Immobilienzeitung.de

Zur wichtigen Aufgabe in der Zukunft wird für die Wohnungswirtschaft die Integration von Elektromobilität. Die Studie „Elektromobilität in Wohnanlagen: Umsetzung der Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern“ zeigt immer noch eine grosse Skepsis vor der Komplexität dieser Aufgabe. Diese ist aber unbegründet wie die Studie zeigt.

Es gibt noch Widerstände und Aufklärungsbedarf

Außerdem zeigt die Studie, dass aktuell noch die Bewohner die Initiative für solche Ladeprojekte starten, und häufig sogar die Konzepte für die Umsetzung erstellen. Oft eine schwierige Aufgabe, weil die Widerstände noch gross sind. Es werden zwar auch Elektroplaner und Elektriker hinzu gezogen, in Zukunft sind aber die bevorzugten Ansprechpartner spezialisierte Elektromobilitäsberater. Das geht in der Regel dann auch einfacher.

„Hausverwaltungen, die bereits Ihren Mietern Ladelösungen zur Verfügung gestellt haben, waren erstaunt, wie einfach es war. Viele Hausverwaltungen, die hier jedoch noch unerfahren sind, haben einen großen Respekt vor dem Widerstand der Bewohner und der Komplexität der Aufgabe.“ – Dipl. Ing. Thomas Klug, Gründer von EAutoLader GmbH
Dipl. Ing. Thomas Klug
Gründer von EAutoLader GmbH | Foto: www.photogenika.de

Elektromobilität wird noch nicht wahrgenommen

Elektromobilität ist da, in der Wohnungswirtschaft wird diese neue Mobilität aber noch nicht wirklich wahrgenommen. Es ist, das ist klar, eine grosse Aufgabe. Um den aktuellen Stand der Umsetzung von Ladeinfrastruktur in Wohnanlagen zu untersuchen, wurden mehr als 200 Hausverwaltungen zu diesem Thema befragt. Diese sind überwiegend Mitglieder der großen Verbände der Wohnungswirtschaft (DDIV und VDW). Die Verwaltungen haben mehr als 210.000 Einheiten unter Ihrer Verwaltung (60 Prozent der Teilnehmer betreuen mehr als 50 Objekte).

Demnach sagen 78 Prozent der Hausverwaltungen das sie noch fast keine Nachfrage nach Lademöglichkeiten feststellen. Bei 18 Prozent der Verwaltungen haben aber bereits ein Drittel der Gebäude Bedarf angemeldet. Nur rund 4 Prozent der Verwaltungen haben in mehr als 50 Prozent Ihren Objekten bereits Nachfrage nach Ladeinfrastruktur festgestellt. Dies entspricht einer Nachfrage in 7,8 Prozent aller Gebäude. Immerhin.

Eigentümer häufiger interessiert als Mieter

Die Studie sagt auch das in mehr als drei Viertel der Objekte (78 Prozent)  aktuell die Nachfrage durch die Nutzer, und dies häufiger in WEGs als in Mietswohnungen besteht. In ca. 9 Prozent der Fälle geht die Initiative von externen Beratern aus. In 13 Prozent der Anfragen haben  Hausverwaltungen selbst die Maßnahme veranlasst. Diese beiden Fälle treffen vor allem für Mietshäuser zu.

Interessant auch, das 21 Prozent der Verwaltungen angeben, schon bereits mindestens einmal eine Lademöglichkeit in Ihren Objekten eingebaut zu haben und somit Erfahrung mit diesem Thema haben.

Unterstützung Dritter ist gefragt

Die Hausverwaltungen werden von ganz unterschiedlichen Personen unterstützt, Lademöglichkeiten zu schaffen. Zu ähnlichen Anteilen waren jeweils Elektriker (23,8 Prozent), Elektroplaner (21,4 Prozent) und auch einer der Bewohner selbst (19,0 Prozent) für die Erstellung des Konzeptes verantwortlich. In 26,2 Prozent der Befragten wird sogar angegeben, das Ladekonzept ohne fremde Hilfe, durch die Hausverwaltung erstellt zu haben. Berater für Elektromobilität haben hier bisher nur eine geringe Rolle gespielt (9,5 Prozent).

Keine oder nur wenig Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Massnahmen haben 81 Prozent der Befragten angegeben. Für die Projekte, die am besten liefen, hatten etwas überdurchschnittlich die Hausverwaltungen die Konzepte erstellt. Die Aussage könnte aber auch entstanden sein, weil ja Hausverwaltungen befragt wurden. Interessant auch die Studie in Hinblick, darauf, das Projekte bei denen Elektroplaner oder Elektriker, die die Massnahme selber geplant haben, am schlechtesten abgeschnitten haben. 

Bei der Abfrage der Bewohner eines Gebäudes wurde die Reaktion im Zuge der Umsetzung von Mobilität in den Focus gestellt. Demnach ergab sich ein Wert von 1,51 (1 = Zustimmung, 5 = Widerstand). Bei Mietwohnungen liegt hier der Wert bei 1,26 und in WEG bei etwas schlechteren 1,89.

Elektromobilitätsberater als Experten gefragt

Die Hausverwaltungen, die bis jetzt noch keine Ladeinfrastrukturmaßnahme umgesetzt haben, wurden nach deren Erwartungen befragt. Die Reaktion der Bewohner des Gebäudes wird von den Hausverwaltungen deutlich schlechter erwartet. Hier lag der Mittelwert bei 2,66 und somit 1,15 Punkte schlechter als bei den bereits umgesetzten Projekten. Auch hier ist der Wert in den Mietshäusen mit 2,10 deutlich niedriger als in den WEGs mit 3,06.

Auch bei der Komplexität des Projektes ist die Erwartung der Hausverwaltungen ohne Erfahrung negativer als bei den Verwaltungen, die bereits Projekte umgesetzt haben. Hier liegt der Wert bei 3,66 und somit 1,71 Punkte schlechter (1 = einfach, 5 = komplex).

Sehr positiv ist anzumerken, das die in diesem Bereich noch unerfahrenen Hausverwaltungen sich als Partner mehrheitlich (52 Prozent) Elektromobilitätsberater suchen würden. Gewählte Ansprechpartner wären dabei auch Elektriker und Elektroplaner mit ca. 22 Prozent der Befragten. 

Man erwartet in den Verwaltungen, die noch keine Ladelösungen in Wohnanlagen umgesetzt haben einen deutlich grösseren Widerstand der Bewohner und eine höhere Komplexität der Maßnahme als die Verwaltungen, die bereits so eine Maßnahme umgesetzt haben.

Hausverwaltungen wünschen sich mehr Informationen

Die Hausverwaltungen, die Ihre ersten Ladeinfrastrukturprojekte noch umsetzen müssen, haben aktuell großen Respekt vor der Komplexität und Umsetzung des Projektes und der Skepsis der Bewohner und hier insbesondere der Wohnungseigentümer. Aber, auf der anderen Seite gibt es die Erfahrungen der Hausverwaltungen, die bereits solche Projekte umgesetzt haben. Diese meinen  das die Skepsis unbegründet ist. 

Sehr wichtig sei demnach, den Hausverwaltungen durch Informationen und Hilfestellungen diese Angst zu nehmen, meint EAutoLader. Als Partner für diese Projekte scheinen die Elektromobilitätsberater in Zukunft eine wichtige Rolle zu spielen. Dies war jedoch in der Vergangenheit nicht so. Hier gibt es somit für diese Berater noch viel Potenzial.

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Quelle: EAuto – Lader – Pressemitteilung vom 03.12.2018

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