Dienstwagen: Bundesrat stimmt Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen zu

von | 23.11.2018 | Flottenmanagement | 2 Kommentare

Der Bundesrat hat am Freitag die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen abgesegnet. Das Gesetz soll noch im November in Kraft treten.
Für E-Autos und extern aufladbare Hybridfahrzeuge, die ab 2019 als Firmenwagen angeschafft werden, gilt nur noch der halbierte Bruttolistenpreis als Bemessungsgrundlage.

von Thorsten Bär | emobicon

Die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen kommt. Der Bundesrat hat der Neuregelung am Freitag endlich zugestimmt. Demnach sind „bei Anschaffung nach dem 31. Dezember 2018 und vor dem 1. Januar 2022 bei der Ermittlung der insgesamt entstandenen Aufwendungen die Anschaffungskosten für das Kraftfahrzeug oder vergleichbare Aufwendungen nur zur Hälfte zu berücksichtigen“ (Paragraf 6 Absatz 1 Nummer 4 EStG).

Das bedeutet ganz konkret: Bei Elektroautos und von außen aufladbaren Hybridfahrzeugen (Plug-in-Hybrid) wird künftig nur noch der halbierte Bruttolistenpreis als Bemessungsgrundlage für die Berechnung des geldwerten Vorteils herangezogen.

Bisher musste man die Privatnutzung mit einem Prozent des Listenpreises pro Kalendermonat versteuern, so der Bundesrat. Für Elektrofahrzeuge, die zwischen 2019 und Ende 2021 gekauft werden, sinkt dieser Wert nun auf 0,5 Prozent. Bei der Nutzung von der Wohnung zur Arbeit kommen noch mal 0,03 Prozent pro gefahrenem Kilometer hinzu.

Mit dieser, nun beschlossenen neuen Regelung kann man schon viel anfangen. Denn damit wird ein Elektrofahrzeug für viele günstiger, als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Förderungen darüber hinaus, zum Beispiel für die passende Ladeinfrastruktur, sollte und kann man natürlich auch nutzen.
Es geht mehr, als man denkt und es kann sich lohnen !

Darüber hinaus ist der Weg für steuerfreie Jobtickets endgültig frei. Eine entsprechende Änderung des Einkommensteuergesetzes wurde nach dem Bundestag auch von den Vertretern der 16 Länder im Bundesrat gebilligt.

Wenn ein Unternehmen seinen Beschäftigten eine kostenlose oder verbilligte Fahrkarte für Busse und Bahnen gewährt, musste die Kostenersparnis bislang grundsätzlich versteuert werden. Mit der Neuregelung sollen Arbeitnehmer verstärkt zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel veranlasst werden. Die steuerfreien Leistungen werden aber auf die Entfernungspauschale angerechnet.

2 Kommentare

  1. Dirk Baumann

    Im Prinzip ist das Ganze wieder eine Mogelpackung !
    Der Fiskus erlässt uns großzügig die Hälfte der Besteuerung – klingt zunächst attraktiv !
    Aber : die 0,03% / km zur Arbeitsstätte bleiben bestehen und werden jetzt auf den deutlich höheren Anschaffungspreis fällig ! Das bedeutet ich bezahle rund 1/3 mehr in der Anschaffung um 50% zu sparen, das Drittel wird jedoch bei der Kilometerbesteuerung voll fällig und gleicht das Steuergeschenk somit je nach Kilometerzahl wieder aus …
    Der finanzielle Anreiz ist also nur sehr begrenzt !

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    • emobicon | Die eMobil Berater!®

      Hallo Herr Baumann,

      danke für Ihren Einwand.
      Es ist in der Tat eine Frage des Rechenmodells. Aber ganz eine Mogelpackung ist es dann doch nicht, denn die Vorteile überwiegen schon, oder ?

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