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Energie: Ölkonzern Shell kauft Unternehmen Sonnen

Der Ölkonzern SHELL investiert immer mehr in Energie. Jetzt übernimmt man die Firma "Sonnen", in die bereits 2018 investiert wurde. Dessen Solarstrom-Speicher sollen eine weitere „sauberere Energielösung“ für Shell sein.

von Harald M. Depta | emobicon

Bereits im Mai 2018 stieg Shell bei Sonnen ein. Damals hatte man rund 60 Millionen Euro investiert. Nun aber hat der Energiekonzern das Startup aus dem Oberallgäu komplett übernommen. Wenn die Regulierungsbehörden zustimmen sollten, wird Sonnen eine hundertprozentige Tochter von Shell. Über die Übernamesumme soll Stillschweigen vereinbart worden sein. 

Neue Geschäftsbereiche für die veränderte Energiewelt

Der Ölmulti Shell verspricht sich von dem neuen Zukauf die Möglichkeit, „unseren Kunden mehr und sauberere Energielösungen anzubieten“. Bereits 2016 hatte der Konzern den Geschäftsbereich „New Energies“ gegründet, mit dem künftig auch der Strommarkt erschlossen werden soll.

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EX CEO Schröder hat Sonnen 2018 verlassen

Das Start up Unternehmen Sonnen baut u.a. Batteriespeicher, mit denen Hausbesitzer den Strom aus ihrer Solaranlage auf dem Dach speichern können. Sonnen wurde 2008 von Christoph Ostermann und Torsten Stiefenhofer im bayerischen Wipoldsried gegründet. Bis zum vergangenen Herbst 2018 führte der Ex-Tesla-Manager Philipp Schröder die Geschäfte, gab den CEO-Posten dann aber an Ostermann ab, um sein eigenes Unternehmen Capinside zu gründen.

Anbieter "buhlen" um Sonnen

Bislang hat Sonnen rund 150 Millionen Euro an Wagniskapital eingesammelt. Zu den Investoren zählten neben Shell der chinesische Energieversorger Envision Energy, GE Ventures, Munich Venture Partners, SET Ventures und Inven Capital, der Venture-Capital-Zweig des tschechischen Energiekonzerns Čez Group.

Der Markt zeigt sich stabil und zukunftssicher, allerdings ist er sehr wettbewerbsintensiv. Eine Bündelung von Kräften am Markt kann eine gute Lösung sein, um sich zu positionieren.

Energiespeicher von Sonnen | Bild: Sonnen

Skalierung der Produktion im Focus

CEO Ostermann bezeichnete Shell New Energies als „perfekten strategischen Partner“, der dem Allgäuer Unternehmen erlaube, in einem sich sehr schnell entwickelnden Markt weiter dynamisch zu wachsen. „Gerade bei der Internationalisierung unseres Geschäfts und der Skalierung der Produktion haben wir nun mit Shell einen starken Partner im Rücken, der uns ein schnelleres Vorgehen erlaubt“, sagte Ostermann. Die sei auch für die Kunden von Vorteil.

Erschliessung und Ausbau neuer Märkte

Der Heimspeicher-Markt ist international hoch wettbewerbsintensiv. Doch Sonnen wolle sich dort behaupten und künftig auch mit den ganz großen Konzernen wie BYD und LG konkurrieren, so Ostermann weiter. Dies sei aber eben nur mit einem finanzstarken Partner im Rücken möglich. Zugleich bieten die verschiedenen Shell-Tochterunternehmen weiter Möglichkeiten zur Erschließung und dem Ausbau neuer Märkte, sagte Ostermann etwa mit Blick auf Lösungen für die Ladeinfrastruktur.

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