eMobilität und Umwelt

Ladeinfrastruktur: Im Projekt Elbe läd Hamburg zukünftig netzdienlich

Ladeinfrastruktur: Im Projekt Elbe läd Hamburg zukünftig netzdienlich | emobicon

Ein Mythos in der Elektromobilität lautet: Wenn alle Ihr Elektrofahrzeug gleichzeitig laden bricht das Stromnetz zusammen. Hamburg wird eine Modellregion für das netzdienliche Laden mit einer grosszügigen Förderung aber auch herausragender Anforderung an die Elektromobilität

von Thorsten Bär | emobicon - CoverBild: emobicon

Bald ist es soweit: Projektstart für eine grosse Herausforderung aber auch eine Chance. Netzdienliches Laden von Elektrofahrzeugen. Das Projekt Elbe soll ein Test sein, um künftig gebündelte Erfahrungen zu sammeln, die allen dienen sollen. Schliesslich geht es um unsere Versorgungssicherheit. Mit der Errichtung von bis zu 7.400 Ladestationen in Hamburg startet das Experiment in Kürze…

Das Projekt Elbe nimmt Formen an

Damit ist Hamburg Standort des größten deutschen Modellvorhabens für einen systematischen, netzdienlichen Aufbau von Ladestationen für Elektrofahrzeuge, die an oder in Gebäuden an und in Gebäuden, die als Wohnimmobilie oder Gewerbeimmobilie genutzt werden. Zudem geht es auch um gewerblich genutzten Flächen (Werksgelände oder Firmenarealen).

Der Aufbau der Ladestationen richtet sich auf das Laden zuhause (am eigengenutzten Gebäude oder in der Quartiersgarage), das Laden beim Arbeitgeber oder in der betrieblichen Fahrzeugflotte. Welche möglichen Belastungen kommen auf das Stromnetz zu?Eine Herausforderung – so oder so.

Mit dem „Projekt Elbe“ will man dezentral über das Hamburger Stadtgebiet verteilt eine „kritische Masse“ an Ladepunkten für Elektrofahrzeuge durch eine hohe Anzahl von Betreibern und Investoren realisieren. Das alles eingebunden in attraktive Fördermöglichkeiten. Diese können bei der IFB Hamburg gestellt werden. 

Es gibt genaue Vorgaben, denn diese nutzen dem Vorhaben und der Netzdienlichkeit. Es geht vor allem um die Versorgungssicherheit mit dem vorhandenen Netz für Strom.

Es geht um Regulierung durch netzdienliches Laden

Mit einer verbindlichen Vorgabe, die von unterschiedlichen Investoren, Bauträgern und Unternehmen/Arbeitgebern getragen wird,  geht es um dezentral errichteten Ladepunkte mit dem zentralen Lastmanagement des Verteilnetzbetreibers. Diese sollen verbunden werden, dass der Netzbetreiber bei kurzzeitigem netzseitigem Bedarf die Stromentnahme regulieren (drosseln) kann. 

Damit wird eine wichtige Grundlage für den netzverträglichen Ausbau der Elektromobilität und die diesbezügliche Versorgungssicherheit in den Energienetzen geschaffen. Die Helmut-Schmidt-Universität Hamburg begleitet das Vorhaben wissenschaftlich, die Gesamtkoordinierung liegt bei der FHH (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation), das Projektmanagement bei der Hamburger Projektleitstelle hySOLUTIONS GmbH.

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