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Volkswagen: Platzt der Batteriedeal mit SAMSUNG?

Es sollte der grosse Wurf für Volkswagen werden. Möglicherweise muss der Plan zum Einkauf von Batterien bei Samsung Insidern zufolge überarbeitet werden

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Es klangt zukunftsweisend und auch Volkswagen macht sich Hoffnung mit einem grossen Deal für die Elektrooffensive des Automobilkonzerns. Jetzt könnte es möglicherweise aber sein, das VW seine Pläne schnell überarbeiten muss. So soll es Bedenken geben, dass ein Liefervertrag mit Samsung in Höhe von rund 50 Milliarden Euro platzen könnte, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Unterschiedliche Vorstellungen zwischen Volkswagen und Samsung

Samsung habe sich bereit erklärt, Batterien für etwas mehr als 20 Gigawattstunden zu liefern. Damit sollten nach Angaben von Volkswagen 200 000 Autos mit 100 Kilowattstunden-Paketen versorgt werden. Nun aber wird aus der Einigkeit offenbar ein Problem. Bei den laufenden Verhandlungen soll es nun zu unterschiedlichen Vorstellungen zum gewünschten Produktionsvolumen und einem möglichen Zeitplan gekommen sein. Entweder will VW mehr als Samsung kann oder der Preis stimmt nicht – so die Vermutung von Insidern. Klar scheint: Eine  Lieferzusage letztlich auf ein Volumen von weniger als fünf Gigawattstunden gesunken.

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Keine Stellungnahme von Samsung

Volkswagen hält sich bedeckt und  wollte den Bericht nicht weiter kommentieren. Der Konzern teilte lediglich mit, dass Samsung weiterhin sein Batteriezellenzulieferer für Europa bleibe. Die Koreaner allerdings lehnt eine Stellungnahme bislang ab.

Immer wieder kommt es zu Gerüchten, weil Samsung ziemlich sauer sein soll, das trotz „Deal“ von Volkswagen eine eigene Batterieproduktion geplant sei. Zudem schätzt man bei Volkswagen die Absatzchancen aktuell höher ein, deswegen auch ein höheres Produktionsvolumen erwartet wird.

Akkus für 70 neue Modelle benötigt

Bekannt ist, dass Volkswagen in den kommenden Jahren deutlich mehr Elektroautos bauen will. Neue Modelle sind in der Endplanung, für das I.D.3. ist die Möglichkeit der Reservierung bereits gestartet. Bis 2028 stehen insgesamt knapp 70 neue Elektromodelle auf dem Plan. Und genau dafür braucht VW auch die Versorgungssicherheit bei den Batterien. Die Forschung zu Batteriezellen will VW nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem schwedischen Batterie-Start-up Northvolt voranbringen.

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