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Nahverkehr: Mehr Förderung für Elektrobusse

Die Bundesregierung stockt die Förderung von Elektrobussen deutlich auf. Insbesondere für Städte, die den Grenzwert von Stickoxiden überschreiten und ihren ÖPNV auf Elektroantriebe umstellen wollen, stehen nun 180 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung.

von Harald M.Depta | emobicon

Elektrobusse sind teuer und ohne Förderung kaum zu finanzieren. Dennoch sind sie wichtig für den Klimaschutz und für bessere Luft in den Städten. Deshalb übernimmt das Umweltministerium beim Kauf eines reinen Elektrobusses 80 Prozent der Mehrkosten. Bei Bussen mit Plug-in-Hybridantrieb beträgt die Förderung 40 Prozent der Mehrkosten. 

Förderfähig sind Städte mit starker Schadstoffbelastung

Zudem werden  40 Prozent der Kosten für Ladeinfrastruktur und weitere Aufwendungen erstattet, dazu gehören etwa Schulungen des Personals, Werkstatteinrichtungen, werbemaßnahmen und Alltagstests.

In Abstimmung mit der EU-Kommission können sich allerdings nur Städte um die Förderung bewerben, in denen tatsächlich im Jahresmittel mehr Stickoxide entstehen, als es erlaubt ist. Außerdem sind nur Verbundvorhaben und Projekte förderfähig, bei denen Nahverkehrsbetriebe mehr als fünf Busse anschaffen wollen. Nur ein kleiner Teil der Fördergelder (20 Millionen Euro) soll an Projekte in Städten gehen, die die Stickoxid-Grenzwerte bereits jetzt einhalten. 

Das Interesse für die Förderungen ist riesig

Der Bedarf bei den Kommunen ist riesig. Fest steht: Immer mehr Städte wollen Elektrobusse im regulären Linienbetrieb einsetzen, um für saubere Luft, weniger Lärm und mehr Klimaschutz zu sorgen. Die Resonanz auf die Förderung war daher sehr groß. „Ich freue mich, dass wir mit der Aufstockung unseres Förderprogramms jetzt noch mehr Städte bei ihren Bemühungen unterstützen können”, erklärte Umweltministerin Svenja Schulze.

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300 Millionen Euro für den fünffachen bestand an Elektrobussen

Das Bundesumweltministerium teilte mit, dass mit den bereitgestellten 300 Millionen Euro der derzeitige Bestand an Elektrobussen voraussichtlich mindestens verfünffacht werden kann. Elf Projekte in den Städten Aachen, Berlin, Bochum/Gelsenkirchen, Darmstadt, Duisburg, Hannover, Kiel, Leipzig, Offenbach am Main, Osnabrück und Wiesbaden wurden zuletzt zur Förderung ausgewählt.

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