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Mobilität: Warum Autofahren teurer werden wird !

Individuelle Mobilität hat nicht nur einen hohen Stellenwert, sondern ist vergleichbar günstig - zumindest bis jetzt. Für Volkswagen ist klar: Es wird teurer werden und das hat Gründe.

von Heide Simon | emobicon - CoverBild: emobicon

Nicht nur wegen der Elektromobilität sondern generell gehen viele Experten von steigenden Kosten für die Mobilität aus. Die Gründe sind vielfältig und realistisch. Sicherheits- und Emissionsstandards werden mit Technologien realisiert, die zusätzliche Kosten verursachen.

Gesamte CO2 Emission wird betrachtet

Im Gespräch mit VW-Produktionsvorstand Andreas Tostmann wird klar, dass die  CO2-Emissionen der gesamten VW-Bestandsflotte immerhin ein Prozent des gesamten Co2-Ausstoßes der Welt ausmachen. VW ist sich daher seiner Verantwortung bewusst. Weiter sagt Tostmann: Die Klima- und CO2-Problematik, der wir uns stellen müssen, bringt in erster Linie das batteriebetriebene Fahrzeugin den Vordergrund. Weil wir damit die Emission eines Fahrzeugs auf Null reduzieren können. Das reicht uns aber nicht. Es geht uns um den gesamten CO2-Fußabdruck. So will Volkswagen aber auch die Zulieferer mit einbeziehen. Volkswagen will wissen, woher der Kunde seinen Strom bezieht, bis hin zum Recycling des Fahrzeuges und der Batterie. Klar ist für VW, dass mit Hilfe erneuerbarer Energien Batteriefahrzeuge über den gesamten Lebenszyklus sehr vorteilhaft da stehen.

Bis 2050 sollen alle Fabriken CO2-neutral produzieren.

Volkswagen schwenkt um auf Elektromobilität. In diesem Transformationsprozess beginnt man nun im Werk Zwickau mit dem Bau von Elektroautos, konkret den ID.3.  Tostmann im Gespräch mit dem Kurier: Wir werden bis 2022 in 18 Werken des Konzerns Batteriefahrzeuge bauen, zunächst in Zwickau, dann in zwei weiteren deutschen Standorten, es folgen zwei Werke in China und jenes in Nordamerika, in Kombination mit Modellen mit traditionellem Antrieb. Zusätzlich wollen wir die Effizienz in den Produktionsstandorten um je fünf Prozent im Jahr heben, auch um die Rendite zu verbessern. Und bis 2050 sollen alle Fabriken CO2-neutral produzieren.

Wertschöpfungstiefe ist niedriger

Bei der Entwicklung und Produktion von Elektrofahrzeugen wird klar, dass die Herstellung weniger komplex ist. So hat man eine um 20 bis 30 Prozent niedrigere Wertschöpfungstiefe als bei herkömmlichen Modellen. Man kann aber, durch Verbesserung der Produktivität, dem Umbau des Netzwerkes in der Gesamtbilanz für Ausgewogenheit sorgen. Bis 2019 will VW damit eine Beschäftigungsgarantie geben. 

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Bis zu 40 Prozent Anteil reiner Elektrofahrzeuge geplant

VW sagt zudem, dass es aktuell rund 16.000 Vorbestellungen für den ID.3. geben soll. Das signalisiert ein hohes Interesse für Elektroautos. Um den zukünftigen Bedarf an Batterien abzudecken, hat der Konzern im Rahmen einer Partnerschaft den Aufbau einer Batteriezellenfertigung in Norddeutschland beschlossen. Volkswagen erwartet in den kommenden zehn Jahren bei Volkswagen bis zu 40 Prozent Anteil reiner Elektroautos am gesamten Neuwagen-Absatz.

Klimaabkommen und Klimabewegungen werden ernst genommen

Für Volkswagen ist auch klar, dass das Thema Klimawandel und das Pariser Klimaabkommen sowie die Bewegung „Friday for Future“ ernst genommen wird.  Man kommt an eine Technologie, die energieeffizient arbeitet und Null-Emissionen beim Verbrauch darstellt, also dem Batterie-elektrischen Fahrzeug, nicht vorbei. Für Volkswagen heisst es aber auch, dass es in einigen Jahren auch Wasserstoffzellen-getriebene Fahrzeuge hinzukommen werden. Vielleicht. Aber die Technologie ist noch nicht so weit.

Trostmann sagt, das VW sich sicher sei, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für Elektromobilität sei. So glaubt man, dass die neue Modellgeneration mit dem ID wird den großen Schub bringen wird. Der Fahrspaß ist mindestens genauso groß, die Reichweite eines ID.3 beträgt 400 Kilometer normal und 550 Kilometer in einer Long-Range-Version. Und der Preis ist vergleichbar mit einem Golf mit Dieselmotor. 

Quelle: kurier.at

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