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Elektromobilität: Das Netz an Ladesäulen wächst weiter

17.400 Ladesäulen gibt es in Deutschland aktuell. So die Informationen der Energiewirtschaft. Sie sieht den Bedarf aktuell gedeckt. Wir noch lange nicht !

von Heide Simon | emobicon - Cover Bild: emobicon

In den ersten drei Monaten des Jahres sind weitere rund 1300 Ladesäulen für das Aufladen von Elektrofahrzeugen dazu gekommen. Diese Zahl teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit. Insgesamt gebe es damit mittlerweile 17.400 Ladestellen. Mehr als drei Viertel der Ladesäulen werden demnach von Energieunternehmen betrieben.

BDEW: Bedarf gedeckt

Der BDEW weiter: „Angesichts der noch geringen Anzahl an E-Autos wird der heutige Bedarf damit bei Weitem gedeckt“, sagte der Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer. Aber: Um das Klimaziel für 2030 im Verkehrssektor zu erreichen, müssten allerdings sieben bis zehn Millionen E-Autos auf die Straße gebracht werden. Damit auch weitere Lademöglichkeiten, insbesondere in den Wohnquartieren oder in Unternehmen.

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Dichtes Ladenetz ist notwendig

Fest steht: Ein dichtes Netz von Ladestationen gilt als Voraussetzung dafür, dass mehr Elektrofahrzeuge gekauft werden. Laut offiziellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr etwa 83.000 Elektroautos genutzt. Die Zahl der Fahrzeuge mit Hybridantrieb lag demnach bei 341.000 – bei einem Gesamtbestand von 57,3 Millionen Kraftfahrzeugen auf deutschen Straßen. Die Tendenz ist klar: Bei aktuell knapp 2 Prozent Anteil an Elektrofahrzeugen wird es nicht bleiben. Spätestens Ende 2019 und in 2020 werden zahlreiche neue Fahrzeuge mit Elektromotor auf den Markt kommen.

Platz fehlt für den Ladesäulenausbau

Insbesondere die Großstädte bemühen sich schon seit einiger Zeit, die Infrastruktur der Ladesäulen auszubauen. Allerdings argumentieren die Kommunen, dass oft der Platz fehlt. Festgestellt wird aber auch, das der öffentliche Parkraum nur begrenzt mit Ladesäulen ausgestattet werden soll. Bürokratische Hürden begrenzen zudem die Möglichkeiten. Man fordert ausserdem, dass die Bundesregierung die Förderung für die Ladeinfrastruktur vereinfacht. Jetzt hat Justizministerin Katarina Barley (SPD) angekündigt, Eigentümern und Mietern die Errichtung von Ladestationen per Gesetz zu erleichtern. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat für ein entsprechendes Förderprogramm für den Haushalt 2020 eine Milliarde Euro zusätzlich gefordert.

Unsere Meinung

Wir sind der Meinung, wir haben noch lange nicht genug Lademöglichkeiten. Insbesondere die rechtlichen Rahmenbedingungen bremsen den Ausbau. Der Rechtsanspruch für die eigene Lademöglichkeit zum Beispiel auf dem eigenen Parkplatz muss kommen. Nur so motiviert man und schafft Voraussetzungen im Alltag mit einem Elektrofahrzeug. 

Im öffentlichen Raum sollte man sich der Tatsache bewusst sein, dass Fahrzeughalter ohne Lademöglichkeit kein Elektrofahrzeug anschaffen werden. Hier muss es Lösungen geben, um die Praktikabilität zu erhöhen.

Quelle: BDEW und ZEIT

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