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Ladeinfrastruktur: Lidl & Kaufland investieren weiter in Ladesäulen

Ladeinfrastruktur: Lidl & Schwarz Gruppe investiert weiter in Ladesäulen | emobicon

Die Schwarz Gruppe forciert den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Jeder Neubau einer Kaufland- und Lidl-Filiale wird künftig obligatorisch mit mindestens einer Ladesäule für Elektrofahrzeuge ausgestattet und auch im Zuge einer Modernisierung erhält jede Filiale eine Stromtankstelle. Gut so, finden wir.

von Stefan Blome | emobicon - CoverBild: emobicon

Die Schwarz Gruppe wird damit zum Betreiber eines der größten E-Ladenetze im deutschen Lebensmitteleinzelhandel und zum Treiber für Innovation und Klimaschutz. Lidl und Kaufland verdichten ihr Ladenetz in Deutschland so stark, dass die Entfernung zwischen zwei Säulen im Durchschnitt weniger als 20 Kilometer beträgt. Aber ALDI, REWE und Co werden nachziehen.

Eigene Ladestationen und zusammen mit Partnern geplant

Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge setzt die Schwarz Gruppe auf einen intelligenten Mix aus Ladepunkten verschiedener Leistungsstärken. AC (Wechselstrom bis 22 kW) und DC (Gleichstrom bis zu 50 kW) – an besonderen Standorten auch mit noch höherer Ladeleistung werden installiert. In einigen Fällen passiert das auch mit externen Kooperationspartnern. Der dabei abgegebene Strom ist zu 100 Prozent zertifizierter Strom aus erneuerbaren Energien und stammt teilweise von den Photovoltaikanlagen der einzelnen Filialen.

Offen für viele Projekte

„Gemeinsam mit unseren Kunden wollen wir einen größeren Beitrag zur Mobilitätswende und dem Klimaschutz leisten“, begründet Gerd Chrzanowski, Vorstandsvorsitzender der Schwarz Dienstleistungen, das umfangreiche Engagement der Schwarz Gruppe. „Von der Politik fordern wir den Abbau bürokratischer Hürden, die einem flächendeckenden, schnellen und effizienten Ausbau der Ladeinfrastruktur entgegenstehen. Über den Ausbau der eigenen Infrastruktur hinaus setzt die Schwarz Gruppe zudem auf Kooperationen mit Partnern. 

Zur besseren Nutzung der Ladeinfrastruktur gibt es eine Kooperation mit dem Mobilitätsanbieter WeShare der Volkswagen Gruppe in Berlin.  Lidl und Kaufland stellen dort nachts der E-Carsharing-Flotte ihre E-Ladesäulen zum Aufladen zur Verfügung. Das Bündnis ist kürzlich vom EHI-Retail-Institut Köln mit dem Energiemanagement-Award ausgezeichnet worden. Weitere Kooperationsstandorte in anderen bundesdeutschen Großstädten sind im Gespräch. Tagsüber stehen die Ladesäulen allen Kunden offen.

 

Jeder Parkplatz an den Standorten wird ausgestattet

Ziel soll sein, dass mittelfristig auf jedem Parkplatz vor einer der rund 3.900 Kaufland- und Lidl-Märkte in Deutschland eine Ladesäule steht. Damit unterstützt man nicht nur die Elektromobilität, sondern nutzt auch verfügbaren eigenerzeugten Strom effizient. Auch beim eigenen Fuhrpark tut sich was. Bereits heute sind viele Elektrofahrzeuge und Hybride im Dienst der Lidl und Schwarz Gruppe. Aktuell laufen Tests mit LKW die alternative Antriebe, wie Elektroantrieb nutzen. So möchte man nicht nur emissionsfrei unterwegs sein, sondern vor allem auch leise, wenn zum Beispiel nachts Filialen und Märkte in Wohngebieten beliefert werden.

Auch andere Einzelhändler setzen auf Elektromobilität

Auch andere Einzelhandelsunternehmen setzen auf Elektromobilität. Ganz am Anfang war es ALDI Süd, die mit 51 Ladesäulen an Ihren Filialen die Elektromobilität bekannter zu machen. Mittlerweile tut man sich hier auch mit Partnern zusammen und stellt unter anderem seine Parkplätze für den Aufbau  von Ladesäulen zur Verfügung. Der Strom kommt auch hier überwiegend aus den hauseigenen Photovoltaik Anlagen.

REWE und PENNY ziehen nach und werden mit Partnern eine Ladeinfrastruktur aufbauen. Einige Standorte werden dazu bereits getestet. IKEA hat bereits alle seine Standorte mit Ladesäulen ausgestattet. Hier geht man aber bereits einen Schritt weiter und leiht Elektrotransporter aus, die auch an diesen Stationen aufgeladen werden. ALDI Nord lässt mitteilen, dass man derzeit im Planungsprozess ist. Beim Neubau von Filialen wird Ladeinfrastruktur bereits berücksichtigt. Es tut sich eine ganze Menge.

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