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Energie: Warum ein Blackout durch Elektroautos nicht kommen wird

Wenn alle Elektroauto fahren wird es einen Blackout im Netz geben ! So die Meinung von einigen Kritikern. Energieversorger und Netzbetreiber wie EON haben nun ermittelt, wie viele Investitionen nötig wären, um die Last auszugleichen – und findet die Kosten „überraschend niedrig“.

von Harald M. Depta | emobicon - CoverBild: emobicon

So will der Energieversorger EON bis 2045 rund 2,5 Milliarden Euro investieren, um sein Netz für die E-Mobilität aufzurüsten. „Klar ist, wir müssen unser Netz ausbauen“, sagte Eon-Vorstand Thomas König  bei der Vorstellung der Ergebnisse eines realistischen Stresstests.

Investitionen ins Netz sind niedrig

Die Energieberater von Consentec haben zusammen mit EON berechnet, wie das eigene Netz ausgebaut werden müsste, wenn bis 2045 sämtliche Pkw im EON-Netzgebiet – rund 6,5 Millionen Wagen – einen Elektroantrieb hätten und entsprechend Strom brauchten. Umgerechnet wären das Investitionen von im Durchschnitt 400 Euro je Elektroauto. Überraschend niedrig – auch, weil man sowieso in das Netz investieren will und muss. Denn die immer grössere Anzahl von erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkraft macht den Ausbau und Änderungen sowieso nötig.

Elektroautos werden Bestandteil der Netzstabilität

Das von Kritikern benannte Risiko eines Blackouts des Stromnetzes sieht EON nicht. Im Gegenteil: Ausgaben von zusätzlich rund 2,5 Milliarden Euro sieht EON „überraschend niedrig“. Jedes Jahr werden ohnehin rund eine Milliarde Euro in das Netz investiert. Innerhalb der nächsten rund zehn Jahre decke das Bestandsnetz noch den Strombedarf von Elektroautos. Auch andere Netzbetreiber schliessen sich der Argumentation von EON an. 

Man kann es auch anders sehen, denn Elektrofahrzeuge werden künftig einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der Netze haben. Das liegt u.a. daran, das mit Elektrofahrzeugen Überschussladen möglich ist oder sie im Rahmen von bidirektionalen Ladevorgängen einen grossen Beitrag leisten.

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Intelligente Lösungen sind sinnvoll

Die größte Herausforderung besteht EON zufolge in der Gleichzeitigkeit, etwa wenn alle Autobesitzer gegen 18.00 Uhr nach Hause kommen, ihr Auto an die Steckdose schließen und die Nacht über voll aufladen wollen. „Das wird zu einer erheblichen Lastspitze in den Abendstunden führen“, sagt EON. Aber, so wie man heute nicht täglich zur Tankstelle fährt muss nicht jeder täglich laden. Es wird intelligente Lösungen geben. Auch eine Wallbox zu Hause kann intelligent gesteuert werden, auch ohne die Gefahr das man morgens mit leerem Akku nicht zur Arbeit fahren kann.

Die eigene PV Anlage bietet Vorteile

Wenn man heute bereits eine Wallbox in sein Haus integrieren will macht es Sinn eine kleine Ladeeinheit zu verwenden. Zum einen reicht es in der Regel völlig aus und zum anderen hilft es dem Netz mit kleineren Stromstärken trotzdem zuverlässig und ausreichend zu laden. Es macht schlicht keinen Sinn in einer kurzen Zeit zu Hause schnell zu laden. Das wissen wir aus eigener Erfahrung und ist Bestandteil von Beratungen und Umsetzung in unserem Dienstleistungsbereich.

Viele PV Anlagen werden in den nächsten Jahren aus der Förderung sein. Dass heisst aber auch: Was mach ich dann mit der Energie ? Selber nutzen. Das kann man zum einen für den eigenen Verbrauch im Haus nutzen oder eben für das laden eines Elektrofahrzeuges. bereits heute ist das Interesse diesbezüglich gross. Bereits heute nutzen viele die Möglichkeit des solaroptimierten Ladens. Also der Aufladung von Fahrzeugen wenn Energie produziert wird.

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