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Elektromobilität: Der Kampf um Parkplätze ist entbrannt

Ladestationen für Elektroautos entstehen auch auf öffentlichen Parkplätzen. Gibt es da Regeln und wer und wie lange darf dort parken ? Ein Parkplatz wird zum Ladeplatz. Es gibt einiges zu beachten.

von Stefan Blome | emobicon

Es kommt drauf an: Steht an einem Parkplatz eine Ladestation, ist dieser Parkplatz beschriftet, dann gilt ausnahmslos: Parken und Laden nur für Elektrofahrzeuge. Da gibt es leider kein Pardon mehr. Darf ein Elektroauto dort auch nach dem Ladevorgang parken oder ist das nur während des Ladevorgangs gestattet ? Eines ist klar: Ein Knöllchen gibt es, zumindest für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Und in immer mehr Städten werden diese auch abgeschleppt.

Erst gab es Verwarnung, dann Knöllchen - jetzt wird oft abgeschleppt

Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos hierzulande auf der Straße zu haben, ist kaum noch zu erreichen. Das liegt auch an der Annahme, das wir zu wenig Ladestationen haben. In der Tat ist es regional unterschiedlich und längst ist man nicht optimal versorgt. 

Zudem zögern immer noch Kommunen vielerorts die notwendige Infrastruktur hinaus. Die meist verantwortlichen Stadtwerke  sorgen noch zu wenig für ausreichend Ladesäulen. Auch rechtlich gibt es noch weiße Flecken. Zusatzschilder für Elektroautos wurden eine Zeit lang ohne gesetzliche Grundlage aufgestellt. Inzwischen wurde diese Lücke geschlossen und besondere Regeln für E-Autos geschaffen, zum Beispiel durch die Ladesäulenverordnung.

Eine Zeit lang war man gnädig. Es gab eine Verwarnung, dann Knöllchen und nun wird immer öfter abgeschleppt. An Ladestationen gilt nämlich die Strassenverkehrsordnung und die regelt eben auch, wer wo und wie geparkt werden darf. Ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hat eben nichts auf Parkplätzen für Elektrofahrzeuge zu suchen. Das ist vielleicht hart, aber gerecht und notwendig ist es auch.

Hier in Hamburg wird abgeschleppt | Foto: MoPo

Bildergebnis für Abschleppen an der Ladesäule

Elektro-Stecker

Die allgemeinen Beschilderungen an Parkplätzen, Parkzonen, Parkhäusern, gelten auch für die Elektrofahrzeuge. So kann beispielsweise der Ladevorgang zeitlich begrenzt sein und die Fahrerinnen und Fahrer müssen eine Parkscheibe hinter die Windschutzscheibe legen, während sie die Batterie des Wagens laden.

Auf die Schilder sollte man achten ! | Foto: Quandt

 

Oft wird das Parken auf diesen Stellplätzen nur erlaubt, wenn das Kabel angeschlossen ist. Das ist auch richtig und gut so, denn dem möglichen Missbrauch muss man begegnen. Das Parken, ohne das Kabel anzuschließen, ist dann für E-Autos genauso unzulässig, wie für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

 

Foto: emobicon

Weitere Regelungen werden erwartet

Bisher ist aber gesetzlich nicht geregelt, ob und wie lange nach Abschluss des Ladevorgangs, also wenn der Akku vollständig aufgeladen ist, weiter dort geparkt werden darf. Um die Zugänglichkeit zu den noch relativ seltenen Ladestationen möglichst groß zu halten und damit die Elektromobilität attraktiv zu machen, könnten hier aber in Zukunft durchaus weitere gesetzliche Regelungen folgen. 

So kann aber zum Beispiel die Park – bzw. Ladezeit zeitlich beschränkt werden. Das entnimmt man der Beschilderung an der Ladesäule. Allein schon der Solidarität wegen, sollten Elektrofahrzeuge nicht länger an einer Ladesäule stehen, als nötig und nur so lange wie der Ladevorgang dauert. Meistens kann man das dem Bordcomputer oder wenn vorhanden der Fahrzeug App entnehmen.

Aber, diese Regelungen betreffen nur öffentliche Ladesäulen auf öffentlichen Plätzen. Denn, befindet sich die Ladesäule auf einem privat bewirtschafteten Parkplatz oder in einem Parkhaus, können die Betreiber auch andere Regeln aufstellen. Meistens ist dann aber beschildert oder es wird auf andere Weise darüber informiert. 

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