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Elektromobilität: Höhere Förderungen für Elektroautos formal beschlossen

Elektromobilität: Höhere Förderungen für Elektroautos beschlossen | emobicon

Lange wurde gestritten, dann auf dem Weg gebracht: Die stärkere Förderung für Elektrofahrzeuge. Nun wurden das Paket formal beschlossen. Mehr Geld für Elektrofahrzeuge, mehr Geld für die erforderliche Ladeinfrastruktur

von Stefan Blome | emobicon - CoverBild: emobicon

So können sich Autofahrer auf eine höhere Prämie beim Kauf von Elektrofahrzeugen einstellen. Dazu hat das Bundeskabinett eine milliardenschwere stärkere und längere staatliche Förderung der Elektromobilität auf den Weg gebraucht. Die bereits bestehende Prämie für den Kauf von Elektroautos wird bis Ende 2025 verlängert. Im Beschluss ist ebenfalls mehr Geld für den Aufbau von Ladeinfrastruktur.

Diese Maßnahmen wurden bereits vor zwei Wochen bei einem sogenannten „Autogipfel“ beschlossen. Ein flächendeckendes zuverlässiges Ladenetz gilt als zentrale Voraussetzung für den Erfolg der Elektromobilität. Zudem will die Bundesregierung damit mehr Elektrofahrzeuge auf die Strasse bringen und mögliche Fahrverbote in den Metropolen verhindern.

Beschlossen wurden die Kaufprämie für Elektroautos mit einem Nettolistenpreis von bis zu 40.000 Euro. Diese wird um 50 Prozent erhöht werden. Konkret steigt der Zuschuss von 4.000 Euro auf 6.000 Euro, wie aus den Ergebnissen des „Autogipfels“ hervorging. Davon zahlt der Hersteller die Hälfte, die andere Hälfte kann bei der BAFA beantragt werden. Aber Vorsicht: Die Prämie gilt nur für die Elektrofahrzeuge und Plug in Hybride, die sich auf der Liste förderfähiger Fahrzeuge befinden. Für teurere Fahrzeuge bis zu einer Grenze von 65.000 Euro soll die Prämie um 25 Prozent auf 5.000 Euro steigen. Mit der höheren Prämie soll es ermöglicht werden, weitere 650.000 bis 700.000 Elektrofahrzeuge zu fördern, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier  sagte: „Das Bundeskabinett hat heute wichtige Weichen dafür gestellt, dass Elektrofahrzeuge immer mehr Einzug in unseren Alltag finden.“ Die Bundesregierung werde für die längere Förderung rund zwei Milliarden Euro bereitstellen. Die Prämie, die es seit mehr als drei Jahren gibt, ist bisher bis Ende 2020 befristet.

 

Neu ist, dass es künftig auch eine Kaufprämie für junge Gebrauchtfahrzeuge der Fahrzeughersteller bei der sogenannten Zweitveräußerung geben soll. Hierbei handelt es sich um Firmen- und Dienstwagen.

Die Fahrzeughersteller wollen in den kommenden Monaten und Jahren zahlreiche Elektroautos auf den Markt bringen. Die Stromer sollen den Massenmarkt erreichen. Hintergrund ist auch, dass die Klimaziele bis 2030 eingehalten werden sollen. Auch dafür sind bis zu  zehn Millionen Elektroautos in Deutschland notwendig. Das geht aus „Masterplan Ladeinfrastruktur“ der Bundesregierung hervor. 

Derzeit kämpfen viele Hersteller von Ladeinfrastruktur  aber mit der Thematik Eichrecht, sodass oft nicht ausreichend Ladesäulen am Markt verfügbar sind.

Elektroautos finden zunehmend auch immer mehr Käufer. Von Januar bis Oktober wurden knapp 53.000 reine Elektroautos zugelassen. Das sind rund 89 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie aus Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts hervorgeht. Dabei lag die Gesamtzahl der Neuzulassungen bei rund drei Millionen Autos. Interessant sind Elektrofahrzeuge auch, weil die Vielfalt an Modellen immer mehr zum Tragen kommt. Der deutsche Autokäufer ist verwöhnt.

 

Schon lange klar ist, dass die Anstrengungen für ein besseres Ladenetz erhöht werden sollen. So soll mehr geld bereitgestellt werden, um die Infrastruktur weiter zu verbessern. Derzeit soll es laut Regierungskreisen Derzeit sollen es rund 21.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte geben. Wir gehen von einer grösseren Anzahl aus. 

Allerdings sind die Ladestationen überwiegend unterschiedlich platziert. Vor allem auf dem Land muss man oft länger suchen. So sollen in den kommenden zwei Jahren 50.000 neue öffentliche Ladepunkte entstehen. Dabei will die Automobilwirtschaft 15.000 an ihren Standorten beisteuern. Die Bundesregierung hatte in ihrem Klimapaket zudem angekündigt, bis 2030 eine Million öffentliche Ladepunkte zu schaffen.

Die Bundesregierung arbeitet mit Hochdruck an der raschen Umsetzung der Vorgaben des Autogipfels und des Klimakabinetts zur Anpassung des sogenannten Umweltbonus. Die angepasste Förderrichtlinie soll nach beihilferechtlicher Prüfung durch die EUKommission so bald wie möglich in Kraft treten.

Quelle: dpa | Bundeswirtschaftsministerium | BAFA | emobicon

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