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Elektromobilität: Die grosse Skepsis der Deutschen

Die Zahl der Elektrofahrzeuge auf deutschen Strassen kommt, aber die Deutschen glauben kaum daran. Im Gegensatz zu den europäischen Nachbarn, die deutlich optimistischer sind. Die Skepsis unter den deutschen Autofahrern ist gross.

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage vom Energieversorger E.ON und KantarEMNID klingt nicht optimistisch. Demnach sagt ein Drittel der Deutschen, dass es nicht glaubt, dass jemals mehr Elektroautos als Verbrenner durch unsere Straßen fahren werden. Auch auf die Frage, wann es mehr Elektroautos als Verbrenner auf den Straßen geben wird, konnten sich das in Deutschland nur 7 Prozent der Befragten innerhalb der nächsten fünf Jahre vorstellen und 13 Prozent innerhalb der nächsten zehn Jahre. 

Trotz sichtbaren Ergebnisse bleibt die Skepsis

Erstaunlich. Denn sowohl Fahrzeuge, die auf dem Markt kommen oder bereits verfügbar sind, und auch die Ladeinfrastruktur die schon viel besser aufgestellt ist, als bei vielen angenommen, gelten hier wohl als ein Urteil was nicht für Elektromobilität spricht. Die Fortschritte sind jedenfalls ersichtlich. Und das Modellangebot wird sich nach Angaben der Nationalen Plattform Elektromobilität bis 2020 verdreifachen. Sogar der Ausbau der Ladeinfrastruktur wird weiter gehen. Ende 2018 gab es nach Angaben des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Deutschland über 16.000 Ladepunkte. Knapp 6.000, und damit mehr als ein Drittel dieser Ladepunkte, können Kunden von E.ON Drive für das Laden ihres Fahrzeuges nutzen.

Der Süden Europas ist am optimistischen

Erkennbar dabei: Vor allem im Süden Europas sehen die Menschen den Durchbruch der Elektromobilität deutlich positiver: So sind 43 Prozent der Befragten in der Türkei überzeugt davon, dass in den nächsten zehn Jahre mehr Elektroautos als Verbrenner unterwegs sein werden. In Italien glauben das immerhin noch 37 Prozent. Am negativsten wird die zeitliche Entwicklung der Verkehrswende in Osteuropa gesehen. In Tschechien glauben nur 15 Prozent der Befragten an den Durchbruch der Elektromobilität in den nächsten zehn Jahren, in Ungarn sind es sogar nur 14 Prozent.

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Energiewirtschaft hat eine Schlüsselrolle

Karsten Wildberger, Vorstandsmitglied von E.ON, betont: „Um die ambitionierten Ziele der Energiewende zu erreichen, brauchen wir einen ganzheitlichen Ansatz auch für Elektromobilität. Die Energiewirtschaft mit ihrer Technik- und Netzwerkkompetenz spielt dabei eine Schlüsselrolle. Im Zusammenspiel mit innovativen Angeboten der Automobilindustrie sowie staatlicher Anschubförderung können wir Deutschland vom Hinterherfahrer zum Vorausfahrer machen.“

Die Umfrage-Ergebnisse sind Teil der Studie „Wohnen in Europa“. E.ON und KantarEMNID befragten dazu rund 10.000 Menschen in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Rumänien, Schweden, Tschechien, in der Türkei und in Ungarn.

Quelle: Pressemitteilung E.ON SE | www.4investors.de | DGAP Media

2 Gedanken zu „Elektromobilität: Die grosse Skepsis der Deutschen

  1. Die Diskussion in Deutschland ist geprägt von Stammtischweisheiten und Vorurteilen. Selbst lange widerlegte Vorurteile werden immer wieder aufgetischt nach dem Motto: Dreimal behauptet ist einmal bewiesen. Die meisten Menschen merken gar nicht, dass sie unserer heimischen Wirtschaft damit schaden und schieben den Schwarzen Peter sogar den fortschrittlichen Menschen zu.
    Armes Deutschland. Die jungen Leute haben es wohl langsam kapiert und gehen auf die Straßen.

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