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Steuerrecht: Geplante Änderungen in der Elektromobilität ab 2020

Steuerrecht: Geplante Änderungen in der Elektromobilität ab 2020 | emobicon

Die Bundesregierung hat Steueränderungen zum 1. Januar 2020 im Entwurf des "Gesetzes zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität veröffentlicht. Diese geplanten Änderungen sollten Sie unbedingt schon heute berücksichtigen, damit Ihnen die neuen steuerlichen Vorteile nicht durch die Lappen gehen oder um auf nachteilige Steueränderungen 2020 vorbereitet zu sein.

von Harald M. Depta | emobicon - CoverBild: emobicon

Das Jahr 2019 geht zu Ende – die vielfältigen Planungen für 2020 und darüber hinaus sind im vollen Gange.  Einige wichtige Änderungen im Jahressteuergesetz sind sicherlich einer Beachtung wert, um gut vorbereitet ins Jahr 2020 zu starten. Es kann sich zudem lohnen darüber hinaus zu denken. Den grössten Nutzen haben sie mit der Einbeziehung der zahlreichen Fördermöglichkeiten für die Elektromobilität. So können Sie bis zu 12.000 € pro Elektrofahrzeug als Förderungen bekommen.

Steuervorteile 2020 für Elektrolieferfahrzeuge

Wenn Sie einen Elektrotransporter für Ihr Unternehmen anschaffen möchten und es nicht eilt, dann sollten sie damit bis 2020 warten. Hintergrund hierbei ist, dass ab 2020 neben der normalen Abschreibung eine 50-prozentige Sonderabschreibung für Elekrtolieferfahrzeuge gilt, die sich lohnt.

Diese Voraussetzung sollten Sie wissen:
Es muss ein neues (bislang ungenutztes) Elektrolieferfahrzeug mit Erstzulassung 2020 ­angeschafft werden. Der Kauf eines vorher beim Verkäufer nur zu ­Vorführzwecken genutzten Fahrzeugs ist steuerlich nicht begünstigt. Auch schwere Lastkraftwagen mit mehr als 7,5 Tonnen sind von der Förderung ausgeschlossen. Diese neue Sonderabschreibung soll bei Kauf in den Jahren 2020 bis 2030 winken.

TIPP: Nutzen Sie als Unternehmen dabei auch die zahlreichen anderen Förderungen der Elektromobilität. emobicon kennt sich damit gut aus und kann sie dabei beratend unterstützen. 

Ein Rechenbeispiel für Sie: 

Kauf eines Stromers in 2019 mit 80.000 Euro. Dafür können Sie 2019 eine gewinnmindernde Abschreibung von 833,33 Euro verbuchen (80.000 Euro: 8 Jahre Nutzungsdauer × 1/12 für Dezember). Ab dem Jahr 2020 beträgt die Jahresabschreibung dann bereits 10.000 Euro.

Wenn Sie den Elektrotransporter erst ab Januar 2020 kaufen bzw zulassen, ist nach den geplanten Änderungen folgende Abschreibung im Jahr 2020 möglich: 50.000 Euro (80.000 Euro: 8 Jahre Nutzungsdauer = lineare Abschreibung 10.000 Euro; 80.000 Euro × 50 Prozent = Sonderabschreibung 40.000 Euro).

Steuerliche Vorteile bei Dienstwagen lohnen sich

Die aktuelle steuerliche Regelung, wonach für die Privatnutzung eines Elektro- und Hybrid-Firmenwagens nur noch die Hälfte versteuert werden muss, stieß in Unternehmen bislang auf wenig Gegenliebe. Unverständlich für uns,  denn bereits heute lohnt es sich diesen Steuervorteil zu nutzen. Das lag allerdings wohl daran, dass diese Regelung nur für Anschaffungen zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021 gelten sollte.

Im Jahressteuergesetz 2019 ist nun ausserdem geplant, dass die Halbierung der Bemessungsgrundlage bei der Firmenwagenbesteuerung von Elektrofahrzeugen bei Anschaffungen bis 31. Dezember 2030 gelten soll. Nutzt ein Arbeitnehmer einen Elektro – Dienstwagen und darf diesen in der Arbeit kostenfrei aufladen, ist dieser Vorteil lohnsteuerfrei. Und diese steuerliche Vergünstigung soll ebenfalls bis zum Lohnzahlungszeitraum 2030 verlängert werden.

Ein Tipp von uns : Wenn Sie bislang unentschlossen waren, ob Sie sich einen „normalen“ Firmenwagen zulegen oder doch lieber ein Elektro- oder Hybridfahrzeug, sollten Sie aufgrund der geplanten beständigen Steuervergünstigung vom Steuerberater eine Vergleichsrechnung vornehmen lassen, wie sich ein Kauf jeweils steuerlich für Ihren Handwerksbetrieb auswirkt. Wir können Sie dazu ermutigen.

Fahrzeuge sind bewegliche Gegenstände im Unternehmen

Bei der Festsetzung der Gewerbesteuer für Unternehmen gibt es ein paar Besonderheiten, die geklärt werden müssen. Zum Gewerbeertrag rechnet das Finanzamt anteilige Zins- und Lizenzaufwendungen, auch Mieten und Pachten für Immobilien und Mieten und Pachten für bewegliche Gegenstände. Zu den beweglichen Gegenständen zählen auch Dienstwagen, die ein Unternehmer least. Auch Elektrofahrzeuge.

Für Elektroautos und Plug in Hybridfahrzeuge, bei denen der zu versteuernde Privatanteil aktuell bereits halbiert wird, soll ab 2020 auch bei der Hinzurechnung zum Gewerbeertrag nur noch die Hälfte der anteiligen Leasingraten berücksichtigt werden. Es lohnt sich quasi doppelt. Für das Unternehmen aber auch für den Nutzer, zum Beispiel Dienstwagenfahrer.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es dabei: Diese steuerliche Vergünstigung soll allerdings nur für Elektrofahrzeuge greifen, für die ab 1. Januar 2020 Leasingverträge abgeschlossen werden.

Auch deshalb lohnt es sich bereits heute mit dem Thema Elektromobilität zu beschäftigen. Es lohnt sich finanziell, wird steuerrechtlich unterstützt aber auch zahlreiche Fördermöglichkeiten für Unternehmen unterstützen die Umstellung auf emobility im besonderer Weise. emobicon unterstützt sie.

Quelle: Entwurf Jahressteuergesetz 2029

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