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Dieselgate: Fuhrparkleiter zum Handeln gezwungen

Die Diskussionen um den Diesel und drohende Fahrverbote haben verstärkten Einfluss auf die Dienstwagen in vielen Unternehmen, zeigt das CVO Fuhrparkbarometer von ARVAL

von Stefan | emobicon

Deutsche Unternehmen spüren die Auswirkungen der nicht enden wollenden Dieseldebatte. Drohende Fahrverbote aber auch das Image eines Unternehmens zwingen zum nachdenken und handeln. Wie geht man also in der Debatte mit der künftigen Mobilität um ? 

Unternehmen erwarten Auswirkungen

Wie nun eine vom Leasinganbieter Arval durchgeführte Umfrage unter Fuhrparkleitern zeigt, zieht das Dilemma um den Selbstzünder speziell im Flottenmanagement immer weitere Kreise.

Fast jedes vierte befragte deutsche Unternehmen (23 Prozent) gab an, dass die Debatte bereits Einfluss auf ihre Car Policy genommen hat. Nimmt man auch Unternehmen hinzu, die konkrete Auswirkungen innerhalb der nächsten drei Jahre erwarten, wächst dieser Anteil sogar auf 42 Prozent.

Die einfachste Lösung das Diesel-Problem in den Griff zu bekommen, ist für jeden Dritten (65 %), dem Selbstzünder den Rücken zu kehren und stattdessen auf Benziner sowie alternative Antriebe zu setzen. 39 Prozent sehen sich mit steigenden Flottenkosten konfrontiert, wobei 29 Prozent ein höheres Risikobeim Remarketing des Diesels befürchten.

Testzyklen haben Einfluss auf den Fuhrpark

Auch die Automobilindustrie steckt in einem Dilemma. Die Umstellung vom bisherigen Verbrauchszyklus NEFZ auf das neue Testverfahren WLTP (Worldwide harmonized Light-Duty vehicles Test Procedure), als neues Messverfahren, bringt realere CO2-Werte aller Verbrennungsfahrzeuge.

Letztendlich bedeuten die steigende Angaben sowohl eine Erhöhung der Kfz-Steuer, als auch, dass bestimmte Motorisierungen künftig über den bisherigen CO2-Grenzen mancher Dienstwagenregelungen landen. Der Umfrage nach gehen jedoch nur 16 Prozent der deutschen Unternehmen davon aus, dass der neue Testzyklus innerhalb der nächsten drei Jahre Einfluss auf ihren Fuhrpark nimmt. 

Jeder zweite Studienteilnehmer (ca. 44 Prozent) rechnet allerdings damit, das WLTP, als neue Messmethode und damit die neuen CO2-Werte, Auswirkungen haben wird. Da die Teilnehmer Anfang des Jahres befragt wurden, liegt nahe, dass die WLTP-Einführung im September noch nicht ganz oben auf der Agenda stand.

Akzeptanz bei alternativen Antrieben steigt

Der Einsatz von alternativen Antrieben wie Hybriden, Elektroautos oder Gas- und Brennstoffzellen-Fahrzeugen wird bei deutschen Fuhrparkmanagern skeptischer betrachtet als in vielen anderen europäischen Ländern.

Wir vermuten, das erleben wir auch in unserer Arbeit, das die Mythen, rund um Reichweite, Kosten, Umwelt, Einfluss auf Entscheidungen hat.

Dennoch nimmt die Akzeptanz im internationalen Vergleich stark zu. Mit 38 % der deutschen Unternehmen, die bereits mindestens eine neue Technologie in ihrem Fuhrpark eingeführt haben, liegt Deutschland nur noch knapp hinter dem europäischen Durchschnitt (44 %).

Das liegt sicher auch daran, das Förderungen für alternative Antriebe, wie Elektromobilität immer mehr in den Fokus von Unternehmen rücken. Die Auswahl ist riesig, regional unterschiedlich, denn nicht nur der BUND fördert, sondern auch Länder, Städte und Energieunternehmen.

Elektromobilität in Unternehmen immer beliebter

Besonders E-Autos werden in deutschen Flotten immer beliebter: Hierzulande haben bereits 28 % der Befragten Elektroantriebe in ihren Fuhrpark implementiert oder planen einen zeitnahen Einsatz. Damit liegt Deutschland sogar vor dem europäischen Durchschnittswert (26 %). 

Ein Trend aus den Vorjahren bleibt dabei bestehen: Je größer die Firma, umso eher wird bereits auf neue Technologien gesetzt. Während bereits 75 % der Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern alternative Antriebe in ihrer Flotte einsetzen oder es zumindest für die nächsten drei Jahre vorsehen, sind es bei Unternehmen unter 10 Mitarbeitern lediglich 23 %. Eine europaweiteTendenz, die vor allem dem finanziellen Spielraum geschuldet sein dürfte.

Immer beliebter: Leasing mit Kilometervertrag

46 Prozent, damit fast die Hälfte der Teilnehmer gab  das Leasing mit Kilometervertrag als beliebteste Finazierungsmethode für Fahrzeugflotten an. Rund 30 Prozent bevorzugen einen Kauf, während nur rund 14 Prozent der Unternehmen ihre Flotte mit dem Leasing mit Restwertvertrag ausstattet. 5 Prozent nutzen einen Autokredit zur Finanzierung Ihrer Flotte.

 Damit unterscheidet sich Deutschland stark von seinen europäischen Kollegen: Im internationalen Vergleich setzen nur 28 Prozent der Flottenmanager auf Leasing mit Kilometervertrag.

Doch auch die europäischen Unternehmensverantwortlichen erkennen zunehmend den Mehrwert dieser Beschaffungsform hinsichtlich Flexibilität und Kosten: In den kommenden drei Jahren wollen 23 Prozent das Leasing mit Kilometervertrag weiter ausbauen. Auch im Hinblick auf die fragwürdige Restwertentwicklung des Diesels scheint der Kilometervertrag zunehmend an Beliebtheit zu gewinnen.

Die deutschen sind konservativ

Telematikdienste werden nur zögerlich eingesetzt. Hier zeigen sich aber deutsche Unternehmen deutlich konservativer als in anderen europäischen Ländern. Während auf gesamteuropäischer Ebene 19 Prozent bereits Telematik in ihrem Fuhrpark nutzen, sind es bei deutschen lediglich 8 Prozent, die die Vorteile der intelligenten Technologie zu schätzen wissen. 

Diese Unternehmen erhoffen sich davon eine Routenoptimierung ihrer Flotte und geringere Fuhrparkkosten (je 58 Prozent) Für mehr Sicherheit der Fahrer werden Telematikdienste zu 29 Prozent eingesetzt. sowie mehr Sicherheit für ihre Fahrer.

Carsharing und Fahrgemeinschaften als Alternative nicht gefragt

Obwohl der Trend und der Sinn dazu geht, den Fahrer und das Fahrzeug als Gesamteinheit im täglichen Einsatz zu entkoppeln,  zögern die deutschen Unternehmen sich mit den Möglichkeiten zu beschäftigen. 

Während auf gesamteuropäischer Ebene rund 18 Prozent der Unternehmen vermehrt auf Carsharing setzen und 23 Prozent Fahrgemeinschaften nutzen, sind es bei deutschen Firmen lediglich 4 Prozent Carsharing und 13 Prozent Fahrgemeinschaften. Je größer der Betrieb, desto offener stehen deutsche Unternehmen diesen Alternativen gegenüber.

Wie wurde befragt:

3.718 Flottenmanager aus Europa sowie der Türkei haben im Rahmen der Befragungen zum CVO Fuhrpark-Barometer 2018 ihre Einschätzung zu Status Quo und aktuellen Entwicklungen in der Fuhrpark-Branche abgegeben. In Deutschland wurden dazu 302 Interviews geführt.

Die Befragung berücksichtigte alle Unternehmens- und Flottengrößen von unter 10 Mitarbeitern bis zu über 1.000 Mitarbeitern beziehungsweise von Flottengrößen von weniger 10 Fahrzeugen, bis hin zu Flotten mit 50 Fahrzeugen und mehr.

Dabei deckt die Studie alle relevanten Branchen vom Baugewerbe über Industrie, Dienstleistungen und Handel ab.

Wenn wir Sie in der Elektromobilität unterstützen können, zögern Sie nicht, sich unverbindlich bei uns zu melden.

Der schnellste Weg zu einer guten Lösung beginnt immer mit einem Gespräch. 
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