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Elektroauto: Wenn Mythen und Fake News zur Wahrheit werden sollen

Eine Sau wird durch das Dorf getrieben. Das Elektroauto. Diese Technologie ist der Untergang des Abendlandes und das Schlimmste, was es jemals geben wird. Es muss schlecht gemacht werden. Weil einige es wollen? Unkenntnis wird zu Fake News, aus Behauptungen soll Wahrheit werden. Wir wollen einmal betrachten was da los ist.

vom Team emobicon:  Stefan Blome | Harald M. Depta | Heide Simon | Thorsten Bär | Bernd Glaser | Cover Bild: emobicon | Lesezeit ca. 10 Minuten

Mit den üblichen Vorurteilen und Mythen fing alles an: Zu wenig Reichweite, zu teuer, zu wenig Energie, zu wenig Ladestationen. Ganz lapidar. Dann kam die Umwelt dazu, die Rohstoffe für das Akku, der Verlust von Jobs und so unendlich viele weitere Behauptungen, dass wir oft nur den Kopf schütteln konnten. Die Frage war stets: Betrachtet man das so aus Dummheit und ohne Verstand, oder wie kann man das einsortieren ? Fest steht: Es gibt die bewusste Streuung von Falschmeldungen und das Aufbauschen von Informationen, die meistens aus dem Kontext gezogen wurden. Viele Falschinformationen werden zu einem Cocktail aus Dummheit und Ahnungslosigkeit.

Es geht um die Wahrheit, Information und Aufklärung

Das man nicht alles weiss, auch nicht wissen muss, ist das eine. Sich mit einem Thema auseinandersetzen, das andere. Wir haben uns früh damit auseinander gesetzt und das seit über 5 Jahren Elektromobilität – die wir selber leben und erleben haben.  Wir zeigen hier im Blog und in unseren Social Media Kanälen auf, wie sich Elektromobilität entwickelt.

Mit all seinen Facetten. Nichts wird schön geredet – warum auch. Hauptthema: Informationen, Aufklärungen, Zukunft. Denn die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten. Die „German Angst“ ist das eine – die Entwicklung am Markt das andere.

So viele Technologien sind entstanden, haben andere verdrängt und immer gab es dabei Widerstand. Ein Widerstand der lauter wird, erfordert, dass auch wir lauter werden müssen. Die Schlagzahl dummer billiger Postings zwingt auch uns mal wieder in die Phase der Aufklärung zu gehen. Das tun wir nicht erst seit gestern, sondern bereits seit Jahren, als das Elektroauto noch Nische war.

Dusch mich, aber mach mich nicht nass

Viel schneller bricht eine Technologie weg, während etwas völlig Neues entsteht. Alle Entwicklungsstufen inclusive. Und in der Tat muss man sagen, es ist unruhig geworden. Das vergrössert die Angst, aber die Chancen will man nicht sehen. Warum ? Ist all das, was neu entstanden ist, schlecht ? Man kann darüber streiten.

Die Mobilität verändert sich rasant und unsere altbackene Technologie ist längst überholt worden. Start ups sind entstanden, aber zunächst meist belächelt und nicht ernst genommen. China und Asien als Lieferanten von Billigprodukten degradiert, sind längst Technologieführer geworden. Und wir alle nutzen Computer, Smartphones und Co.

Jetzt, eingerichtet in der vermeintlichen Bequemlichkeit, müssen uns wieder bewegen, aufwachen, neu denken und künftig neu handeln. Das macht Angst. Angst vor etwas, was unbekannt scheint, denn die Veränderungen als Chance zu sehen, fällt vielfach schwer. Und da ist die Erwartungshaltung: „Dusch mich, aber mach mich nicht nass“ – und bitte nichts bei mir ändern – ich hab es ja so schön. 

Und weil wir es bequem haben, soll der Staat, die Politik und Behörden alles abnehmen. Man erwartet viel und man bekommt zunächst wenig. Während Politik, getrieben von Lobbyinteressen lenken muss, um Rahmenbedingungen zu schaffen, ruhen wir uns im Wohlstand aus. Wir entscheiden, wie das ausgeht und wir entscheiden auch, ob wir es künftig bequem haben. Statt dessen wird gejammert – auf sehr hohem Niveau. Nicht jeder wird gewinnen – das geht auch nicht. Aber das war immer so. Die Frage ist also: Was machen wir aus dem was kommt. Eine Veränderung ist nicht aufzuhalten. Wir können aber gestalten und uns mit entwickeln.

Warum erwarten wir immer eine Art Vollkaskoversicherung und vergessen dabei nur zu oft, dass wir auch Selbstverantwortung haben. Jeder für sich. Vielleicht weil es bisher so bequem war ? Oder sind wir einfach satt ?

Mit NOKIA kam Apple - mit dem Elektroauto TESLA

Ein Beispiel: NOKIA. Die mobilen Telefone waren Hype und Mythos und wenn man das nicht hatte, war man out. Dann kann Apple und das iPhone. Nokia wehrte sich – machte das Produkt, diese Revolution schlecht. Wer ist heute noch da und erfolgreich ? Der Markt hat auch das entschieden, auch Sie als Konsument.

Jedes Start up hat eine Idee und will was revolutionäres Neues. Es verändert Gewohnheit. Neue Produkte entstehen und der Markt entscheidet über Erfolg und Misserfolg. So ist es auch beim Antrieb, bei der Mobilität, mit den Unternehmen, denen man es niemals zugetraut hat erfolgreich zu werden. Unternehmen, die schnell wieder vom Markt verschwinden und kleine Unternehmen, die Weltkonzernen das Fürchten lernen. 

Autofahren wird neu definiert. Das Elektroauto ist Mythos und fing in Köpfen mit TESLA an. Nicht Volkswagen, nicht Mercedes, nicht BMW. Nein TESLA. Sie geben mittlerweile den Ton an und mit dem Erfolg von Tesla waren es  die Chinesen, die erkannten, dass sie sich wieder neu positionieren können. Auch von dort werden wir noch viel hören und sehen. Man rollt hier keinem mehr den Teppich aus sondern China diktiert knallharte Bedingungen.

TESLA treibt die Großen in der Branche vor sich her. Während das Erfolgsmodell Model 3 vor der europäischen Markeinführung steht, erlebt man eine mediale Schlacht der grossen Konzerne, was Sie in der Zukunft haben wollen. Man will informieren. Aber über was ? Es ist nicht da, was seit Jahren angekündigt ist. Die Teslajäger lassen auf sich warten. 

Man will also beweisen, dass man Autos bauen kann, die mit denen von Tesla mithalten können und besser sind. Man möchte Druck aus dem Kessel nehmen. Und da man ja noch nichts hat, fordert man von der Politik mehr Unterstützung, zweifelt selber, weil man nicht wirklich vorbereitet ist. So streut man Ängste, die dann eine Lawine auslösen, die sich allzuoft Fake News nennt. Könnte es aber auch darum gehen, dass man sich selbst nicht mehr vertraut ? Zumindest gibt man jetzt nicht schon Milliarden aus für was, das noch nicht da ist.

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Die Rolle der Politik

Das Elektroauto war längst da, als der Abgasskandal kam. Aber der Abgasskandal hat die Elektromobilität sehr beschleunigt. Das was man seit Jahren befürchtet hatte wurde Realität und nicht nur ein Problem bei uns, sondern weltweit. Zunächst wurde verflucht und Volkswagen wurde nieder geschrieben. Hass, Wut, auch Verzweiflung. Shitstorm gegen Volkswagen. Schon recht schnell wollten alle wissen, wie es weiter geht und recht schnell hielt man den Ball flach, der Arbeitsplätze wegen. Aha. 

Weil es um Arbeitsplätze geht, soll man Gras drüber wachsen lassen ? Jetzt wurde es spannend. Wie ist in dem ganzen Desaster die Rolle der Politik ? Fest steht: Sie haben wirklich weg geschaut. Sonst wäre alles anders gewesen, wahrscheinlich auch anders gekommen. Die Politik hat alles für die Automobilindustrie getan und die Automobilindustrie hat auch die Politik nicht nur blamiert, sondern aufgezeigt, dass Sie die Politiker in der Hand hat. 

In unserem Selbstverständnis sollte man nun Lösungen aufzeigen. Lösungen für die Menschen, Lösungen für die Industrie und Lösungen, um das eigene Gesicht zu wahren. Wie schön wäre es, wenn andere Bereiche, wie die Pflege die selbe Aufmerksamkeit bekommen würden. Aber wir wissen ja: Der Bereich wird seit Jahren schön geredet, obwohl es eher schrecklich ist, dass man ganz einfach zu wenig tut.

Fast dreieinhalb Jahre nach bekannt werden des Abgasskandals, ist man längst noch nicht durch und in der ganzen Zeit wurden die Betrogenen allein gelassen. Während dessen wurde die Automobilindustrie geschützt. Erst jetzt scheint es so zu sein, dass die Politik ein wenig schlauer wurde und sich in Teilen zurück zieht. Der Druck nimmt zu und schon wieder sind Machtspiele sichtbar. Die Automobilindustrie, die mit Arbeitsplatzverlusten droht. Und die Politik, die, offensichtlich ein bisschen, erkennt, dass Sie falsch gehandelt hat. Denn: Auch wenn es immer wieder bestritten wird: Die Politik hat einen grossen Anteil an dem was passiert ist, weil sie es, trotz aller Anzeichen, zugelassen hat. Leider sind die Konsequenzen immer noch nicht so, wie es hätte sein müssen.

Die Frage ist doch ganz einfach: Wie kann es sein, dass es Verordnungen und Gesetze gibt, die ganz offensichtlich falsch konstruiert sind, sodass Fahrzeughersteller sich ganz offensichtlich eine Zulassung erschlichen haben müssen, damit so ein Betrug möglich war ? 

Und wie kann es sein, dass es, nachdem der Betrug mit falschen Abgaswerten bekannt wurde, keine Handhabe zu geben scheint, die Hersteller zu zwingen die Umrüstung ohne Wenn und Aber zu übernehmen ?  

Auch die Frage: Wie es möglich ist, dass trotz Betrugsfall die Typenzulassung für ein Modell nicht zurück genommen werden kann. Das heisst ja: Es wird betrogen, man weiss es, aber man darf weiter betrügen, weil es genehmigt ist. So oder so ähnlich zumindest. Absurd oder ? 

Genau das ist es, was Menschen die betrogen worden sind nicht verstehen und auch das ist der Grund warum man der Politik und den Politikern immer weniger vertraut. Man erlebt, wie sie damit umgehen. Wir erleben die Diskussionen mit Unternehmen, mit Kommunen und auf Veranstaltungen immer wieder. Das ist es was auch verunsichert.

Die Elektroauto Quote der Chinesen

Am 1.1.2018 trat für ausländische Hersteller die Elektroauto-Quote in China in Kraft. Man hatte wirklich geglaubt die Quote für die deutschen Hersteller verhindern zu können. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ex Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel haben es immerhin geschafft, diese Quote für die Deutschen Hersteller um ein Jahr zu verschieben, mit der Begründung, das man noch nicht liefern könne was verlangt wird. 

Jetzt ist 2019 und was ist geschehen ? Liefern kann man das Geforderte immer noch nicht. Die Hürden in China sind sehr hoch und grosse Risiken kommen auf die Hersteller zu. Nicht nur, dass sie jetzt nicht liefern können, sondern die Politik kann offenbar in diesem Punkt nicht mehr viel für die Hersteller tun.  In der Debatte mit China hatten unsere Medien noch viel darüber berichtet. Und jetzt ? Wann haben Sie das letzt Mal was von der Thematik gehört ? Auch Verschweigen von Etwas macht das Thema nicht besser und bringt nicht wirklich viel. Die Quote war sehr lange angekündigt, aber verdrängt durch Politik, Hersteller und Medien kam sie erst so kurzfristig in unser Bewusstsein, dass man China wegen der Quote jetzt schlecht machen muss.

400.000 elektrische Fahrzeuge von Volkswagen

Alle Hersteller stehen vor einer riesigen Aufgabe und vor einem Riesenproblem. Selbst Volkswagen, derzeit der grösste Automobilhersteller der Welt, muss sich der Quote beugen. Allein VW muss, und das bereits ab diesem Jahr, 400.000 elektrische Fahrzeuge verkaufen, also 10 Prozent aller Fahrzeuge.

„Volkswagen muss chinesischer werden“, eine Schlagzeile dieser Tage im Handelsblatt. VW Chef Herbert Diess übernimmt zusätzlich das Amt des Konzernvorstands für China. Dazu kommt, dass auf dem wichtigsten Automobilmarkt der Welt derzeit die Nachfrage sinkt. Und der Handelskonflikt mit China bürgt ein noch grösseres Risiko. So kommt es auch zur Aussage von Diess: „Das Schicksal der Volkswagen-Gruppe entscheidet sich in China“.

Ein Unternehmen braucht Rahmenbedingungen. Wir stellen aber fest, dass in immer mehr Bereichen, auch in der Elektromobilität, Rahmenbedingung so unendlich spät kommen, oder falsch konstruiert sind. Man hängt im politischen Sinne der Technologie hinterher. Wir sind uns sicher: Wir könnten schon viel weiter sein.

Förderung von Elektromobilität ersetzt nicht die Verkehrspolitik

Ein bisschen Förderung hier und ein paar Bürgermeistersäulen da. So stellte sich die Förderpolitik von Berlin bis zur kleinen Gemeinde zunächst da. Schön fotografiert, damit man der lokalen Presse Bilder liefern kann mit der Aussage: Wir tun was für die Zukunft. Der Umweltbonus war der erste Schritt. Ein paar steuerliche Fakten wurden geschaffen, aber den grossen Wurf gab es nicht. 

Erst später hat man, wegen der Urteile um Dieselfahrverbote, ein paar Förderangebote geschaffen, die aber nur zum Teil nützlich sind, weil sie kaum einer kennt oder wie so oft nicht oder zu wenig praktikabel erscheinen.  

Mit Fahrverboten kommen ein paar Neuerungen und es werden grosse Veränderungen werden. Aber das Gesamtkonzept stimmt einfach nicht. Denn Mobilität ist nicht nur ein Fahrzeug und nicht nur die Notwendigkeit von A nach B zu kommen, sondern man muss das Ganze sehen. Eine Verkehrspolitik, die eben völlig am Boden liegt. Auch deshalb findet die Zukunft zögerlich statt. Wenn wir auf Tour sind, hören wir immer wieder die Radioinformationen, dass es aktuell mehrere hundert Kilometer Stau gibt – gleichzeitig. Schrecklich.

Auch wir vom Team würden gerne öfter mal die Bahn nehmen, weil es Sinn machen würde. Aber der Sinn verblasst, weil die Ausnahme zur Regel geworden ist. Verspätungen, Zugausfälle, keine Zuverlässigkeit. Es ist ein Drama finden wir. Die Bahn ist, aus unserer Sicht, zum Sanierungsfall geworden. Güter, die auf die Schiene gehören, werden auf der Strasse gelagert. Jeder kennt sie, die endlos langen Kolonnen von LKWs auf den Strassen. Umschwenken, umdenken, Förderungen anpassen – das findet praktisch nicht statt. Und wieder bleibt ganz offensichtlich die Erkenntnis: Wir nehmen es hin, wir arrangieren uns damit. Dabei hören wir auch immer wieder: Wir würden gern mehr Bahn fahren, mehr Nahverkehr nutzen, aber das Angebot ist zu schlecht. Es ist zu kompliziert, zu teuer und mittlerweile heute bereits oft auch überlastet. Das ist die aktuelle Realität.

Bislang kein "Vorsprung durch Technik"

Fest zu stellen ist ja ausserdem: Die deutschen Hersteller haben ja auch zunächst nicht viel an Elektrofahrzeugen am Markt gehabt und der vor Jahren gehypte BMW i3 ist mittlerweile verblasst. Ein paar technische Verbesserungen, die marktüblich sind und ein paar äussere Änderungen am Design. Mehr hat BMW nicht. 

Volkswagen macht aus dem Golf ein eGolf. Dieser ist technisch weitgehend überholt. Der Kleinwagen up, der zum e-up wurde, ebenfalls mit nicht zukunftsweisender Technologie. Und der I.D. der NEO und wie die Zukunft heissen soll, dauert noch.  

Dazu kommen Aussagen von der Politik, die sich ärgert, das in der ganzen Diskussion um Fahrverbote deutsche Hersteller kaum was liefern können, was der Markt jetzt braucht. 

Deutsche Hersteller und Elektrobus das passt noch nicht, aber auf kommunalen Ebenen wird viel versucht, Fahrverbote noch zu verhindern. So oder so. Was man versäumt und sogar verdrängt hat, wird jetzt zu einer Herausforderung. Für die Politik, die Bürgermeister und Landräte, für Hersteller und Zulieferer. Man hängt der Entwicklung auf jedem Fall mächtig hinterher. Förderungen, wie sie ausgelobt sind, gehen somit an andere Hersteller, nicht aber an eine deutsche Wirtschaft, die davon profitieren könnte.

Der Hybrid wird schön geredet und ist trotzdem kein Elektroauto

Völliger Unsinn aus unserer Sicht: Hybrid Fahrzeuge. Sie gelten als Elektrofahrzeuge, mit (fast) allen Vorteilen wie reiner Stromer. Nur sehr selten würden wir dazu raten. Immer abhängig vom möglichen Fahrprofil. Wir müssen nur mal die technischen Möglichkeiten sehen und den ausgelobten Preis dazu. Aber, die Lobby wollte das so um dann behaupten zu können, wir haben soviel elektrifizierte Fahrzeuge.

Wie die britische BBC berichtet, wurden zehntausende Plug-In-Hybride zwar staatlich gefördert, aber nur selten und zum Teil sogar nie elektrisch aufgeladen.

Mehr als 70 Prozent dieser Fahrzeuge wurden bis 2018 in Großbritannien als Dienstwagen gekauft, 37.000 Stück insgesamt. Oft als Ersatz für Dieselfahrzeuge. Die erhobenen Daten des Unternehmens „Miles Consultancy“, die der BBC vorliegen, zeigen: Der Realverbrauch von 1500 untersuchten Hybriden lag bei etwas über sechs Litern pro 100 Kilometer. Laut Herstellerangaben hätte er aber nur bei knapp zwei Litern liegen müssen. Die reale Zahl bei uns wäre ja auch mal sehr interessant.

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Der Laie will Experte sein

Und da ja, wie sooft, alles negativ gesehen wird, muss das Elektroauto auch negativ sein. Bei der Presse ist es so, die Politik will es auch nicht unbedingt und nach den Mythen werden viele zu Experten für Umwelt und Menschenrecht. Besonders anonymisiert in sozialen Medien. Komisch, dass es äusserst selten vorkommt, das Vergleiche mit einem Fahrzeug was ÖL verbrennt entweder gar nicht erst gemacht oder zugelassen werden. 

Komisch auch, dass die Faktenlage völlig verschoben scheint und noch komischer ist, dass man bei direkter Konfrontation nur zu selten eine fundierte Antwort der selbsternannten Experten bekommt. Die Frage ist also:  Wer streut welche Informationen und vor allem in welchem Interesse ? Auffällig ist: Behauptete Fakten, aus einem völlig irren Kontekt gezogen, sind jetzt die Information die bestätigen soll, was angeblich jeder weiss.
Wenn es oft nicht so traurig wäre, würden wir darüber lachen. Zumindest wundert uns nichts mehr.

Lithium, Kobalt, Kinderarbeit, seltene Erden, CO2 sind einige wenige Beispiele. Was wir da schon gelesen haben. Ob es an mangelnder Schulbildung liegt, wissen wir nicht. Aber Lithium hat nichts mit seltenen Erden zu tun, Kobalt heisst nicht automatisch Kinderarbeit, die „Schwedenstudie“ ist das Papier nicht wert, auf dem sie steht und bei CO2 geistert die Zahl „17“  in nahezu jeder Diskussion über die Klimafreundlichkeit von Elektroautos auf. Ein E-Auto-Akku sei demnach für über 17 Tonnen CO2 verantwortlich.

Höhepunkt war dann in den letzten Tagen ein Interview vom Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall Volker Schmidt in der Osnabrücker Zeitung. Natürlich ein gefundenes Fressen für die  einschlägigen Fake-News-Portalen und von Elektroauto Gegnern als Argument in Social Media Gruppen genutzt.  

Und weil Herr Schmidt in diesem Interview ziemlich fadenscheinige und sogar falsche Informationen lieferte, hat sich Robin mal mit einem postfaktischen Interview die Arbeit gemacht die Aussagen zu bewerten und vor allem inhaltlich richtig zu stellen. Das war und ist bitter nötig gewesen. Diesen Gastbeitrag haben wir hier noch einmal verlinkt

Rohstoff: Lithium

Der Salar de Atacama ist ein nordchilenischer Salzsee in der Atacama-Wüste. Nachdem dort schon weit vor dem Elektroauto und seit Jahrzehnten das Salz Kaliumchlorid in großen Verdunstungsbecken abgebaut wurde, begann man 1996 auch mit dem Abbau von Lithiumchlorid. Das ist ein Nebenprodukt der Kaliumchlorid-Förderung. Bei dem Vorgang wird das unterirdische, für den menschlichen Genuss ungeeignete Salzwasser in große Becken gepumpt, wo der Rohstoff mit Hilfe der Verdunstung durch Sonnenenergie konzentriert wird.  Es kommt zu sekundären Lagerstätten. 

Das nun verdunstete Wasser wird wieder ersetzt. Durch ober- und unterirdische Zuflüsse sowie Regen nimmt dieser Salzsee  jährlich 172 Millionen Kubikmeter Wasser auf. Rund  27 Millionen Kubikmeter Wasser werden für die Landwirtschaft entnommen. Ob durch die Förderung der Grundwasserspiegel sinkt, ist nicht eindeutig, denn 7,7 Millionen Kubikmeter Wasser pro Jahr sind eine ziemlich geringe Menge im Wasserhaushalt des Sees. Eine minimale Wassermenge wird zu Trinkwasser. Hier kommt es drauf an mit Nachsicht zu operieren, denn sonst könnte der See „kippen“. Ein Problem anderer Art haben wir in der politischen Frage:

Chile hat Anfang 2018 dem privaten Bergbauunternehmen SQM, früher Soquimich, die Erlaubnis erteilt, bis 2030 Lithium abzubauen.Einst ein staatliches Unternehmen wurde es während der Militärdiktatur unter Pinochet in den 1980er-Jahren privatisiert. Seitdem befindet es sich in Händen der Familie des ehemaligen Diktators. In den vergangenen Jahren wurde mehrfach gegen Soquimich ermittelt – wegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung und illegaler Wahlkampffinanzierung.

Nun, das alles war bereits bekannt, bevor Elektroautos in den Focus rückten und der Rohstoff wurde schon weit vorher genutzt, bevor das Elektroauto kam.

Fakt ist: Wir brauchen Lithium. Nicht erst seit dem Elektroauto, sondern schon sehr viel länger. Denn Lithium wird für weit mehr Produkte gebraucht, als die meisten wissen. Aber es ist ja leicht den Rohstoff nur in Verbindung mit dem Elektroauto zu bringen. Man sollte vielleicht wissen:

Schmierstoffe, auch für das Fahrzeug mit Verbrennungsmotor enthalten Lithium. Jede Klimaanlage, auch die in einem Fahrzeug, enthält Lithium, Jedes Glas, in Fensterscheiben, im Auto, das Trinkglas etc  enthält Lithium.

Einsatzgebiete von Lithium | Bild: Statista 2019

Und auch der viele Kunststoff, den wir alle täglich benutzen, enthält Lithium. Und nicht zu vergessen, das Laptop, der PC, das Smartphone, das Tablet mit dem Sie hier diesen Beitrag lesen hat Lithium als verbauten Rohstoff im Glas, im Akku, in verbauten Legierungen der Technik. In rund 100 weiteren Anwendungen wird Lithium verwendet.

Und falls Sie sich heute Abend die Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste putzen, vergessen Sie nicht den Gedanken an Lithium darin. Auch in Medikamenten finden sich Lithium oder Lithium Verbindungen. Fragen Sie Ihren Apotheker danach oder schauen Sie sich die Packungsbeilage an.

Damit ist auch hier klar: Lithium ist ins Bewusstsein der Menschen zurück gekommen. Aber Lithium gab es und gibt es schon länger in Produkten, die wir alle kennen und nutzen. Die vorgeschobenen und falschen Informationen über Lithium sind auch hier widerlegt. Ja, die Gewinnung von Lithium greift in die Natur ein, jedoch viel weniger als die Ölförderung mit all den Begleiterscheinungen. Das wird immer ausgeblendet – davon will man selten was wissen. Man hat sich damit eingerichtet und nimmt es ganz offenbar so hin wie es ist.

Es ist also nicht die Schuld der Elektromobilität, das Lithium abgebaut wird, aber durchaus gibt es die Notwendigkeit des Handelns.

Hier noch eine interessante Zahl, damit man mal eine Vorstellung hat: Ein Lithium-Ionen-Akku im Elektroauto benötigt nur eine sehr geringe Menge an Lithium. Der typische Akku in einem Tesla Model S wiegt zum Beispiel etwa 600 Kilogramm, davon entfallen etwa 10 Kilogramm Gewicht auf das Lithium – damit hat Lithium nur einen Anteil von 1,67 Prozent am Gesamtgewicht des Tesla-Akkus. Unter dem Strich werden nur 150 Gramm Lithium pro Kilowattstunde Batteriespeicherkapazität benötigt.

 

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Rohstoff: Kobalt

Kobalt ist in Akkus nur noch wenig enthalten und in der nächsten Batteriegeneration überhaupt nicht mehr. So auch die Ankündigung von TESLA in der Vergangenheit.
Kobalt wird natürlich auch mit den Akkus in Elektroautos in Verbindung gebracht, dabei ist dieser Rohstoff in weit mehr Produkten enthalten. So wird er gebraucht in gehärtetem Stahl für den  Verbrennermotor (Kurbelwelle, Nockenwelle etc.) Ausserdem finden sie ihn in Form von gehärtetem Stahl in jedem Werkzeugkasten. Ferner wird er gebraucht, um in der Raffinerie das Benzin zu entschwefeln. Sonst würde es ziemlich heftig nach faulen Eiern stinken. 

Ähnliches Foto

KOBALT – ein Rohstoff der nicht nur im Akku eines Elektroautos vorhanden ist | Bild: Wikipedia

Der Katalysator in jedem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor hat Kobalt in Verbindung mit Lithium verbaut. Und auch im sonstigen Alltag bei chemischen Produkten wie Färbemitteln, Reifen, für die Elektrolyse usw. ist Kobalt als Rohstoff enthalten.

Übrigens: Fast 90 Prozent des Kobalts wird auch nicht von Kindern abgebaut, sondern von großen Bergbauunternehmen. Der Kleinbergbau ist ein Problem. Aber man ist hier dabei mit  Zertifizierungen im Land Kongo die Lebensverhältnisse zu verbessern. Ohne das man es rechtfertigt: Kinderarbeit gab es im Kongo schon immer. Warum hat sich bislang dafür kaum einer interessiert ? 

Damit ist auch das falsch, dass man dem Elektroauto die Schuld gibt, wie es rund um den Rohstoff Kobalt sein soll. Handlungsbedarf gibt es, ja – aber nicht nur bei diesem Rohstoff und nicht erst seit dem Elektroauto.

Damit man mal eine Vorstellung hat hier noch ein paar Zahlen:
Ein Elektroauto wie der Jaguar i-Pace zum Beispiel benötigt pro Fahrzeug 16 Kilogramm Kobalt. Dem Hersteller Tesla und seinem Batterie-Lieferanten Panasonic ist es derweil gelungen, den Anteil von Kobalt im Akku deutlich zu reduzieren. Entscheidend allerdings – auch für eine Reduzierung der Abhängigkeit von wenigen Batterieherstellern – sind neue Akkutechnologien, die nicht mehr auf Kobalt angewiesen sind.

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Recycling von Akkus

Akkus zu recyceln ist nichts neues, nur heute für Elektroautos kaum nötig. Warum ? Weil es kaum Fahrzeuge und damit Akkus gibt die recycelt werden müssen.

Ja, eine Industrie dafür entsteht und längst hat man erkannt, dass dieses eine wichtige Aufgabe in der Zukunft sein wird. Aber: Derzeit ist es so, dass zum Beispiel Lithium als Rohstoff kaum recycelt wird, weil es nicht selten und damit nicht teuer genug ist, sodass es sich lohnen würde es zu recyceln. Auch dieses müssen wir verstehen. Aber es wäre möglich circa 95 Prozent der Rohstoffe zurückzugewinnen.

Hier aber den Schluss zu ziehen, dass das Elektroauto eine Umweltsünde ist, ist ziemlich an den Haaren  herbeigezogen. Denn schon weit vor dem Elektroauto und seinem Akku gab es Akku Produkte, Smartphone und Co, die millionenfach ungenutzt in den Schubladen stecken und bei denen der Gedanke bislang kaum aufkam, was mit den Rohstoffen dort ist.

Unternehmen wie Daimler, Nissan, BMW u.a. sind längst über die Testphase hinaus, wenn es um Wiederverwendbarkeit von Akkus geht. Was zu oft völlig vergessen wird ist, dass Akkus, insbesondere in der Zukunft, ein zweites Leben bekommen: Sie werden als Energiespeicher genutzt. Nicht nur in Grossanlagen, sondern auch in Privathaushalten oder vorgeschaltet an Ladestationen im öffentlichen Raum. Auch das stabilisiert das Stromnetz und hilft, die Energiewende zu beschleunigen. Hier beginnt erst die Realisation, denn bislang sind vergleichbar wenige Akkus von Elektrofahrzeugen, die nicht mehr gefahren werden verfügbar.

Nachdem die Akkus als Energiespeicher im Fahrzeug ausgedient haben, kommen Sie in ein Recycling. Das dauert aber noch Jahre, denn derzeit ist es kaum nötig.

Behauptung: Es gibt nicht genug Strom und was ist, wenn alle gleichzeitig laden

Die Technische Universität München überraschte mit der Aussage, dass bei einem Anteil von 30 Prozent an Elektroautos große Engpässe bei der Stromversorgung auftreten werden. Das deutsche Stromnetz sei auf einen Elektroauto-Boom nicht vorbereitet. Ebenso ist es ein Vorurteil, dass wir nicht genügend Strom haben, um alle Elektroautos damit zu laden. Wie ist denn der Stand der Dinge ?

Wenn wir einmal von typisch gefahrenen 20.000 Kilometern an Jahresleistung eines Fahrzeuges in Deutschland ausgehen, so kann man bei einem durchschnittlichen Verbrauch eines Elektroautos von 15 kWh pro 100 km von einem gesamten Strombedarf eines Elektroautos von 3000 kWh pro Jahr ausgehen. Das entspricht in etwa dem Jahresverbrauch eines typischen kleineren Einfamilienhauses in Deutschland.

Es muss nicht täglich geladen werden

Würde der Wunsch von Kanzlerin Angela Merkel in Erfüllung gehen, dass in 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Strassen unterwegs sind, so läge der Jahresverbrauch dieser einen Million Fahrzeuge bei drei (3!) Terrawattstunden. Zum Vergleich: Der gesamte Jahresverbrauch an Strom in Deutschland liegt derzeit bei ca. 640 Terrawattstunden. Wir sprechen also für die zugegeben eher gewünschte als erreichbare Anzahl von einer Million Elektrofahrzeugen von einem Bedarf von 0,5 Prozent unseres jährlichen Stromverbrauchs. Wo in dieser Annahme das Problem sein soll kann uns keiner sagen. 

Das Problem ist nicht das Elektroauto und auch nicht die Strommenge sondern eher die Annahme, dass alle gleichzeitig aufladen. Eigentlich logischer Blödsinn, denn so wie nicht jeder zur gleichen Zeit zum tanken fährt, werden sämtliche Elektrofahrzeuge auch nicht zur gleichen Zeit geladen. Zumal auch klar ist: Wenn mein Elektroauto 400 km Reichweite hat und ich nur 30 km zur Arbeit hin und 30 km nach Hause brauche (statistischer Durchschnitt der täglich gefahrenen km aller PKW in Deutschland), dann ist es schlicht nicht nötig zu laden. Weitere Lademöglichkeiten zum Laden zuhause entstehen außerdem. Ob am Supermarkt, vor der Stadthalle oder dem Schwimmbad. Parkzeit wird Ladezeit. Wir von emobicon machen das ständig im Alltag.

Allerdings ist hier noch nicht eingerechnet, dass man für die eine Million Fahrzeuge ja kein Kraftstoff mehr aus Rohöl erzeugen muss. Rohöl zu raffinieren ist eine ziemlich energieintensive Angelegenheit. Dieser Strombedarf entfällt – logischwerweise – wenn statt mit Kraftstoff mit Strom gefahren wird. Übrigens: Der selbe Strommix der sehr oft dem Elektroauto vorgeworfen wird, wird genutzt, um Kraftstoff zu produzieren. Nur Elektrofahrzeuge belasten nicht die Stadtluft mit zusätzlichen Abgasen. Ein entscheidender Unterschied.

"Glauben Sie, ich würde schon seit über 5 Jahren und 
mehr als 210.000 km elektrisch unterwegs sein,
wenn es nicht funktionieren würde ?"
Stefan Blome
CEO emobicon

Reichweite und Laden von Elektroautos wird völlig überbewertet

Und um bei den Mythen und Vorurteilen bei der Elektromobilität kurz zu bleiben:

Meistens ist es einfach so, dass so viele Mythen vermischt werden. Sind ja auch einige im Umlauf.
Vermischt und aus der allgemeinen Verunsicherung heraus, pickt man sich das raus, was man mal irgendwo gehört oder gelesen hat. Die wenigsten allerdings beschäftigen sich mit dem insgesamt emotionalen Thema Mobilität.

In Workshops kommt das so immer wieder vor. Mitunter geht es dabei hoch her. Der Automobilhandel, den wir auch  in der Elektromobilität schulen, bestätigt uns genau diese Thematik im Kontakt mit Ihren Kunden.

Die Reichweite, das Laden, Fragen zur Energie – all das sind berechtigte Fragen, wenn man Elektroauto fährt oder darüber nachdenkt es zu tun. Aus unserer Sicht aber völlig überbewertet und sehr oft ein vorgeschobener Grund – aus Unkenntnis oder falschen Informationen.  Es ist normal, dass man mit neuen veränderten Bedingungen zunächst klar kommen muss. Angst muss man aber nicht haben. Wir nutzen in unserem Fuhrpark ausschliesslich Elektrofahrzeuge. Problemlos. Wir kommen zu jedem Kunden. Wenn man allerdings die Mythen um Reichweite und Aufladen hört, dürften wir wahrscheinlich nie bei Kunden ankommen. 

Strecke von Sundern / Sauerland nach Berlin | Screen: Goingelectric

Ja -und darüber kann man sprechen-  sind wir noch nicht optimal versorgt und vorbereitet. Völlig normal. Auch dieses Thema, mit all seinen Strukturen, darf sich entwickeln. Aber wir sind heute viel weiter, als die meisten glauben.

Es gibt mehr Ladestationen, als Sie denken. Hier mal die Strecke von uns im Sauerland nach Berlin. Die Schnelllademöglichkeiten entlang der Autobahn und ein mal zwischendurch schnell laden, unterdessen auf die Toilette und ein Kaffee holen ist völlig easy.

Und wen man ehrlich ist: Diese Langstrecken kommen selten im Alltag vor und sind praktisch die Ausnahme. Der normale Wahnsinn ist Pendeln zur Arbeit und wieder zurück. Aber zu viele denken an die Extreme, nicht an den Alltag. Kaum zu verstehen. 

Nicht umsonst gehören wir zu den erfolgreichen Start ups im Bereich elektromobile Dienstleistungen. 
Weil wir keine Theorien verkaufen und mit einem Dieselfahrzeug beim Kunden vorfahren, sondern weil wir täglich mit Elektromobilität zu tun haben und es auch nicht mehr anders wollen. 

Mit Sicherheit werden wir in ein paar Jahren darüber lachen, wenn man zurückblickt und darüber spricht wie es damals gewesen ist – mit all den Begleiterscheinungen und Diskussionen, den Mythen und Vorurteilen in der Elektromobilität.

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Intelligent laden

Die nahe Zukunft zeigt zudem ein anderes Bild: Bereits heute können die digitalen, intelligenten Ladestationen helfen, Belastungen auszugleichen. Anders als beim Tankrüssel für Benziner oder Dieselfahrzeuge lädt die Ladestation nicht unbedingt sofort, sondern dann, wenn sie erkennt, dass der Strom günstig verfügbar ist bzw. bedarfsgerecht zugeführt werden kann. Und wir erleben in unserer täglichen Arbeit eben auch, dass Netzbetreiber sehr wohl wissen, wohin die Reise geht. Man will sich vorbereitet zeigen und bietet zum Beispiel an, dass man dann lädt, wenn sowohl das Netz als auch die vorhandene Strommenge es möglich machen. 

Warum also abends ab 18 Uhr laden, wenn man doch weiß, dass der Berufspendler erst am kommenden Morgen um 7 Uhr wieder das Fahrzeug benötigt. Es reicht also aus, über die Nacht hinweg den Elektrowagen langsam und trotzdem ausreichend zu laden.

Energiewende und Elektroauto gehören zusammen

Klar ist: Der Energiewandel belastet unsere Stromnetze, denn mal bläst der Wind, mal ist Flaute. Tagsüber Strom aus der PV Anlage, aber nachts wird kein Strom erzeugt. Längst sind wir mitten in einer Testphase, um Elektroautos zu nutzen, die unser Stromnetz mit der erforderlichen Energiewende zu verbinden. 

Eine Idee dafür: die Nutzung von Elektroautos als Zwischenspeicher. In einem Pilotprojekt setzt Netzbetreiber Tennet Exemplare des batterieelektrischen Nissan Leaf ein, um Strom zu speichern und wieder einzuspeisen. Tennet ist einer von vier Übertragungsnetzanbietern in Deutschland, die Hochspannung über lange Leitungen transportieren. Übrigens: In der Zukunft wird das sogenannte bidirektionale Laden grosses Thema.

Der Nissan Leaf als Energiespeicher | Bild: enervie
Aus diesem Quartett befördert das niederländische Unternehmen den höchsten Anteil regenerativ erzeugter Energien, der transportierte Strom stammt jeweils zu 40 Prozent aus Wind-oder Solarparks.

Die Übertragungsnetze sind die Stromautobahnen. Darüber fließt der Strom von den Erzeugern bis zu den Umspannwerken, von dort geht es in Leitungen der Energiekonzerne weiter, um schließlich in den Netzen regionaler Energieunternehmen beim Kunden anzukommen.

Wir werden lernen die Ressourcen besser zu nutzen. Die Technologie wird enorme Sprünge machen. Und das wird der endgültige Weg in die Erneuerbaren Energien. Bereits heute haben wir Chancen – auch mit der Elektromobilität. Davon sind wir überzeugt.

In jeder Veränderung stecken Angst, Zweifel und Widerstand

So vieles in der nahen Vergangenheit hat sich geändert und wir alle haben mitgemacht. Zunächst gab es immer Zweifler, Initiativen dagegen und hinterher wurde und wird gejammert. Manchmal ist es ernüchternd. Bereits heute wissen wir, dass wir uns wundern oder sogar daran erinnern werden, was wir heute diskutieren. Weil es normal geworden ist und schlussendlich vielleicht sogar nicht schadet, sondern das Leben verbessern wird.

Schauen wir doch mal nach: Da war der Computer. Der löste Handschrift und Schreibmaschine ab. Es kam die E-Mail, die ist heute meistens der Weg zu Behörden und Unternehmen. Völlig normal ist es, das man E-Mails checkt und so auch wieder antwortet. Aus dem Röhrenfernseher wurde der Flachbildschirm und auch hier zig technologische Fortschritte mit HD, K4 usw. Der Computer wurden kleiner, leistungsstärker, günstiger. Ganz  normal heute und offensichtlich erwarten wir das auch. Dann kam das Laptop. Aus dem Kabelgebundenen Telefon wurde Mobilfunk. Die Geräte wurden immer leistungsstärker mit so viel Funktionen, dass die meisten von uns nicht mal alle kennen. Wehe dem, jemand würde einem heute das Smartphone wegnehmen. So manch einer würde das offensichtlich nicht überleben. Wir erwarten also Fortschritte, aber wenn Sie da sind gibt es Unmut.

Oder die ersten Freaks, die sich Photovoltaik Anlagen aufs Dach geholt haben. Wie wurden diese angeschaut. Ökospinner wurden sie genannt und belächelt. Mit einem Schwung an Förderung wurde es eine Massenbewegung und eine Chance mitzumachen. Die meisten stehen dazu und mit der Elektromobilität kommt Photovoltaik wieder ins Bewusstsein. Entweder weil man sich überlegt Neuanlagen in der Verbindung mit Elektrofahrzeugen zu wollen, oder weil Altanlagen aus der Förderung fliegen und es sinnvoller ist, die nun erzeugte Energie sinnvoll zu nutzen und im Akku zu speichern und damit mobil zu sein. Heute ist es doch normal  PV Anlagen zu sehen. Es ist nicht mehr besonders. 

Auch damals und immer gab es Bedenkenträger und auch Angst vor Jobverlusten, Angst vor Veränderung und sogar der Untergang des Abendlandes war vorausgesagt. Fragte einer nach Jobs ? JA – damals, weil man keine Chance sah und vor allem sehen wollte. Und heute ? Normalität. Auch das wird die veränderte Mobilität, der veränderte Antrieb sein. Im Wesentlichen wird der Verbrennungsmotor beerdigt. Nicht in jedem, aber in vielen Arten der Mobilität. Darauf kann man wetten. Wer bietet mehr ?

Heute empfindet man Widerstände intensiver und erlebt sie deutlicher, weil Social Media Kanäle das ermöglichen. Aber auch Gespräche von Angesicht zu Angesicht zeigen ein ähnliches Bild der Bedenken. Aber man ist Argumenten eher zugänglich. Wir finden diese Basis auch besser und das macht es aus. 

Im übrigen: Die meiste Energie verbrauchen wir heute wenn wir online sind und wann sind wir es nicht. Jeder Abruf von Daten, jedes Verschicken von Daten kostet Energie. Im Gerät selber- ist klar- aber es werden Server bedient, die einen hohen Energieaufwand haben. Die Daten sollen ja auch möglichst in Echtzeit gesendet oder empfangen werden. Und wenn wir vom neuen Mobilfunkzeitalter reden: 5 G kommt und diese Riesen Datenmengen brauchen viel Energie um ausgetauscht zu werden.

Wenn wir heute die Widerstände erleben: Gegen Strommasten, gegen Windkraft etc. ist es das eine und bedauerlich – aber niemand darf sich in der Zukunft wundern, wenn er kein Mobilfunkempfang hat und man sich gleichzeitig dagegen wehrt, dass möglicherweise bei einem in der Nähe ein Sendemast hinkommt. Es ist ganz einfach: Die Sendeanlagen müssen viel dichter stehen, sonst geht da nichts mit 5G. Die Diskussionen gehen schon bald los.

Wir werden eine andere Mobilität haben, die unser Leben lebenswerter macht

Eines ist ganz klar: Mobilität wird sich verändern. Deutlich.

Im Moment glauben noch zu viele, man will Ihnen was weg nehmen. Das erledigt sich hier und da von ganz alleine. Alle Vorzeichen sind da: Carsharing, autonomes Fahren und Vernetzung von Mobilität werden die Themen der Zukunft sein. Auch darauf bereiten sich Autohersteller vor. Man braucht in der Zukunft weniger Fahrzeuge. Die Öffis werden wieder in den Fokus rücken. Damit sind wir wieder bei der Elektromobilität die damit einen wesentlichen Teil der Mobilität ausmachen wird. 

Dadurch ändern sich Städte, das Verhalten, die genutzten Flächen. Und das wir damit auch eine Chance haben unser Leben zu ändern, Städte viel lebenswerter zu machen, ist nicht nur Vision, sondern es ist realitätsnah. Die Zeit in der sich alles dem Auto unterordnen musste, geht zu Ende. Sicher. Erste Städte machen es vor. Wir freuen uns drauf.

Fazit:

Das Problem ist nicht das Akku, nicht das Elektroauto, auch nicht die Elektromobilität.

Das Problem ist, dass alles und zu oft negativ gesehen wird. Es werden Falschinformationen gestreut und sogar noch verbreitet. Statt sich mit dem Ganzen zu beschäftigen, richtet man sich ein. Ein schönes Aussitzen einer Veränderung. Es ist einfach sich einer Doppelmoral hinzugeben – übrigens in so vielen Bereichen, denn die Problematik Kraftstoff und seine Vergangenheit, mit all den Begleiterscheinungen sollte einmal mehr interessieren. Auch die Unterschiede werden dann ganz offensichtlich. Wir werden nichts anderes tun können, als uns in vielen Bereichen zu verändern. Klar ist: Elektromobilität kommt – so oder so. Der Markt hat das so entschieden.

Wir als Team von emobicon werden weiter dafür einstehen, uns mit der ganzheitlichen Betrachtung zu beschäftigen. Im eigenen Interesse, aber auch dem unserer Kunden und Interessenten. Der Job macht Spass und unser Erfolg zeigt uns eine klare Richtung. Unbeirrt, aber kritisch wollen wir die Entwicklung begleiten und uns auch weiter einmischen. Und wir fahren elektrisch – seit Jahren und das sogar ausschliesslich. Es funktioniert in unserem Unternehmen und auch Privat bei jedem von uns. Also muss uns da keiner mehr mit irgendwelchen Mythen kommen. Völlig überholt – denn es war einmal… Gern kann man darüber reden, aber auf Augenhöhe.

JEDE Technologie, auch der Wandel darf sich entwickeln, denn eines mal zum Vergleich: Wir haben seit Jahrzehnten Mobilfunk und trotzdem kein perfektes Netz, sondern Funklöcher und zwar mehr, als sich manch einer vorstellen kann. Genutzt wird Smartphone und Co trotzdem. 

27 Gedanken zu „Elektroauto: Wenn Mythen und Fake News zur Wahrheit werden sollen

  1. Vielen Dank für diesen äußerst gelungenen Artikel!!!
    Ich spare mir nun so viel Zeit, bei meinem Kampf gegen Mythen, Märchen und verdrehte Fakten hinsichtlich der e-Mobilität.
    Kein mühsames Zusammensuchen von Informationen mehr, kein sachliches Ausformulieren von Antworten auf unsachliche Fragestellungen und Behauptungen mehr.
    Einfach Link kopieren und alles ist gesagt. Wer es dann nicht versteht, ist vermutlich krankhafter Fanatiker. 😉
    Ihr habt einen Fan mehr!
    Liebe Grüße
    Andreas

    1. Ich bin mir fast sicher dass all die EV-Hasser in 10 Jahren selber elektrisch unterwegs sind oder aus Sturheit den alten Verbrennerwagen noch fahren werden.

      1. Hallo Herr Schütz,

        die meisten glauben, das man ihnen was wegnimmt. Man sieht nicht das ganze und will sich meistens auch nicht damit beschäftigen. Klar werden die meisten bald elektrisch unterwegs sein, spätestens dann wenn sie erleben, wie sehr sie im Leben mit dem Verbrenner eingeschränkt werden. Auch deshalb haben wir ausführlich das ganze Thema beleuchtet. Vielen Dank für Ihr Kommentar

    1. Hallo Kathrin.

      Leider können wir es nicht jedem Recht machen. Der reine Fakt steht. Aber die Situation erforderte auch, das wir die Situation und uns erklären. Es war auch wichtig zu sagen, warum wir das machen. Das steht nunmal „weiter oben“. In der Vergangenheit haben wir, wie verlinkt, auch verschiedene Themenfelder, auch diese Mythen und Falschinformationen betrachtet.SAchauen Sie sich da mal um, oder unter: https://emobicon.de/news/
      Gruss H.M. Depta | emobicon

  2. Eine sehr detaillierter Artikel aus meiner Sicht, der gut recherchiert ist. Ich finde ihn insgesamt zu langatmig zu lesen, um ihn auch sinnvoll an andere „Laien“ zwecks Weiterbildung geben zu können. Ein tl;dr fände ich somit sehr hilfreich .

    1. Danke für das Lob Uwe.

      JA, der Artikel ist lang – ein Prozess der sich im Team so entwickelte.
      Im Gegensatz zu den vielen Mythen, Behauptungen, Falschmeldungen und Fakenews wollten wir einmal „ausholen“ . So war es uns wichtig nicht einen aus dem Zusammenhang gezogenen „Beweis“ zu liefern, sondern auch aufzuzeigen, warum vieles falsch und gelogen ist. Da kam, in der Tat, eine Menge zusammen.

      Wir haben in der Vergangenheit viele einzelne Themen in einzelnen Beiträgen in unserem Blog veröffentlicht. Schauen Sie da einfach mal rein: https://emobicon.de/news/
      Auch weiterhin werden werden wir immer wieder Themen ansprechen, berichten, gerade rücken und informieren. Das ist wichtig, wie wir wissen.

      Gruss H.M. Depta | emobicon

  3. Super Beitrag. Gibt es zu folgender Aussage eine Quelle die das belegt? „Übrigens: Der Anteil von Lithium in einem Kraftstoff betrieben Fahrzeug ist höher, denn man verbraucht es dort, zum Beispiel als Bestandteil des Kraftstoffes.“ Das finde ich in der Tat ein gutes und interessantes Argument, wenn es um das Thema „Das böse Lithium in e-Auto-Akkus“ geht.

    1. Hallo Reiter,

      der Kollege der das meinte ist aktuell nicht da.
      Was ich weiss, nageln sie mich da bitte nicht fest, ist: das Lithium auf jedem Fall im Motorblock verbaut ist, Zusammen mit einer Lithium Kobalt Verbindung zum Bespiel in gehärtetem Stahl. Ferner auch im Katalysator. Im Kraftstoff, das ist was kompliziert zu erklären: Natürlich kann es nicht in Reinform drin sein. Aber bestimmte chemische Verbindungen sind davon im Kraftstoff. Das heisst man verbraucht lithium. So verstehe ich das.

      Gruss H.M. Depta | emobicon

      1. Wir verbrennen Lithium, damit es aus dem Benzinerkat nicht nach faulen Eiern riecht. Aus Schwefel wird SO2, das stinkt, und entschwefelt wird u. A. mit Lithium

        1. Hallo Kai. In der Tat wird Lithium , Kobalt und andere Rohstoffe von vielen nur mit Elektroautos in Verbindung gebracht. Wir zeigen auf, das diese Rohstoffe schon viel eher und in grossem Umfang von jedem seit vielen Jahren in vielen Produkten genutzt wird. Gut ist allerdings, dass das Thema Rohstoffe wieder in den Focus gerückt wird.

          vielen Dank für Ihren Kommentar

  4. Unglaublich : solche sauber recherchierte Artikel , gut , unterhaltsam geschrieben ,
    das hätte man vor vielen , vielen Jahren noch im Spiegel gelesen .
    Heute lese Ich in den Todholzmedien nur nich was der Werbe Anzeigen Schalter gerne hätte .
    Guter Journalismus kommt heute von emobicon oder auf YouTube von Horst Lüning und anderen .
    Danke Euch dafür .
    Grüße
    Michael Dierolf

  5. Liebe Team von emnobicon,
    danke für die wirklich gelungene Zusammenfassung.
    Dies erleichtert das Leben eines Umwelt- & Energieberaters wirklich sehr.
    Auch ich bin bereits seit dem Jahr 2009 immerhin 196.000 km rein elektrisch unterwegs und kann daher die E-Mobilität guten Gewissens empfehlen.
    Ich weise aber in meinen Beratungsgesprächen immer darauf hin, dass E-Autos nicht „die Lösung“ per se ist, sondern nur ein wichtiger Mosaikstein, da in der Mobilitätspyramide nach dem Ausbau des Fußgänger- und des Radverkehrs, die Verbesserung des ÖPNV kommt. Erst dann kommt die E-Mobilität im Sharingsystemen und erst dann das privat genutzte E-Mobil.
    Trotzdem ist und wir die E-Mobilität nicht aufgehalten werden können.
    Und wie wurde schon so treffend gesagt: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!“ Dies allen Autoherstellern sozusagen ins Stammbuch geschrieben.
    Beste Grüße aus Kärnten (Österreich) und nochmals DANKE für eure Arbeit.
    Kurt Bürger, Umwelt- & Energieberater der Marktgemeinde Arnolstein
    http://www.arnoldstein.gv.at

    1. Hallo Herr Bürger,
      vielen Dank für Ihr Lob.
      Ja in der Tat ist die e-Mobilität im Umbruch, aber sehr stark gefragt.
      Das war und ist unser Antrieb – aufzuklären und aufzuzeigen das man mit Elektromobilität heute schon prima im Alltag zurecht kommt.
      Gruss H.M. Depta | emobicon

  6. Gratuliere, sehr guter und informativer Artikel! Leider haben die meisten Menschen heute keine Zeit mehr, die Länge des Textes zu akzeptieren, obwohl es für annähernd jede Arbeit einen Helfer in Form einer Maschine ( elektrisch betrieben?) gibt. Keiner hat mehr Zeit, schade!

    1. Hallo Herr Vosseler,
      das ist uns bewusst. Gleichzeitig sehen wir das Ganze und nicht einzelne Teile in der Argumentation. Denn während EIN Bereich von manch einem behauptet wird (und meisten völlig falsch dargestellt wird) sehen wir die ganze Bandbreite wichtig. Nur so kann glaubwürdig dargestellt werden, wie es insgesamt aussieht

  7. Der Author dieser Geschichte maßt sich also an, alles besser zu wissen wie diverse Fachleute. Ahja, wieder jemand der Märchen zur Elektromobilität schreibt.

      1. Ja, ich würde mir wünschen, dass wenn Gegenargumente kommen, diese auch belegt würden.

        Etwas zum Grundsätzlichen zur Verwendung des Begriffs „Fake News“ > Falschnachrichten gab es seit je her (v.a. auch politisch zur Begründung von Angriffskriegen, siehe IRAK).
        Daher würde ich mir wünschen, wenn auf solche Begriffe wie „Fake-News“ verzichtet würde, denn Sie lenken vom Inhalt ab und oftmals ist der Begriff auf der einen Seite (Mainstream verbreitet Fake-News zu Syrien z.B.) oder auf der anderen Seite (RT Deutsch verbreitet Fake-News und soll daher keine Rundfunklizenz mehr bekommen – Zensur) VERBRANNT.

        Daher ein Lob auf den Artikel – Abzug nur wegen des Begriffs der „Fake-News“.

        Hubert

        1. Hallo Hubert,

          Fake News wird laut wikipedia wie folgt definiert:
          Als Fake News (auch Fake-News oder Fakenews; englisch: fake news werden manipulativ verbreitete, vorgetäuschte Nachrichten bezeichnet, die sich überwiegend im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken und anderen sozialen Medien zum Teil viral verbreiten. Zunehmend wurde Fake News auch zu einem politischen Schlagwort und Kampfbegriff. Der Rechtschreibduden, der den Begriff 2017 in die 27. Ausgabe aufnahm, definiert ihn als „umgangssprachlich für in den Medien und im Internet, besonders in den Social Media, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen“

          Da die Fake News eben auch falsche Behauptungen, Unterstellungen sein können, haben auch wir dieses Begriff gewählt, denn zahlreiche Falsche Informationen, wo keine Zahlen Daten und Fakten benannt wurden sind aus unserer Sicht gefaste News, also Behauptungen, die nicht der Wahrheit entsprechen.Diese manipulierten Infos, also die Behauptungen haben uns dann veranlasst, auch die Darstellung vieler als Fake News zu sehen

          Danke für Ihr Lob.

          Ich verspreche Ihnen aber, bei einer nächsten Darstellung unserer Seite in dieser oder ähnlicher Form werden wir darauf achten.

          Gruss H.M. Depta | emobicon

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