AbgasskandalDieselgateNews

Fahrverbote: Ab sofort auch für Anwohner in Stuttgart

Stuttgarts Einwohner waren bislang nicht von Fahrverboten für Dieselfahrzeuge betroffen. Aber ab sofort darf die Landeshauptstadt von Baden Württemberg selbst mit Fahrzeugen der Abgasnorm 4 oder älter nicht mehr in die Verbotszonen einfahren.

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Die Diesel-Fahrverbote in Stuttgart ist in Kraft und trifft jetzt auch Anwohner der Landeshauptstadt. Bis jetzt waren sie ausgenommen. Ab sofort dürfen nun auch die Stuttgarter nicht mehr mit Diesel-Fahrzeugen mit der Abgasnorm Euro 4 oder älter in Deutschlands erster großflächiger Verbotszone fahren. Der Unmut ist gross, das Verständnis aber ebenso.

Polizei kontrolliert im Berufsverkehr

Punktuell soll es zu polizeilichen Kontrollen kommen. Bislang gibt es kaum Probleme, so die ersten Polizeimeldungen. Konkret heisst es: Die Polizei kontrolliert im Berufsverkehr am stark befahrenen Pragsattel – allerdings nicht speziell mit Blick auf ältere Diesel. Eigene Diesel-Kontrollen gibt es in der Stadt nicht. Die Polizei begründete das auch damit, dass die konkrete Gefahr eines Verkehrsdeliktes zum Beispiel bei einem Rot-Verstoß wesentlich höher ist. Es ist in der Zukunft aber nicht ausgeschlossen, das Kontrollen der Fahrverbote ausgeweitet wird. Man wird die Einhaltung des Fahrverbotes beobachten.

Lesen Sie auch

Ausnahmeregelungen sind möglich

Nach den städtischen Erhebungen waren Ende Februar in Stuttgart rund 18.500 Diesel-Autos mit der Abgasnorm Euro 4 oder schlechter registriert. Doch nicht alle sind vom Fahrverbot betroffen. Lieferverkehre, Handwerker, Krankenwagen, Polizei und Katastrophenschutz haben die Möglichkeit Ausnahmeregelungen zu beantragen. Für Wohnmobile, Reisebusse oder Arztbesuche können Ausnahmen beantragt werden, die auch Pendler unter bestimmten Umständen erhalten können.

Für Auswärtige gelten die Fahrverbote schon seit Jahresbeginn. Damit sollen die Stickstoffdioxid-Werte in der Luft gesenkt werden, die seit Jahren die von der EU vorgegebenen Grenzen deutlich überschreiten. 

Quelle: dpa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.