EU Vorgaben: CO2-Ausstoß im Verkehr erneut gestiegen

von | 28.06.2019 | Allgemein | 0 Kommentare

Die CO2-Strafen rücken näher. Die EU hatte eine Verschärfung der Grenzwerte beschlossen. Nun ist aber klar: Die Autohersteller kommen den Zielwerten nicht näher. Stattdessen ist der CO2 Ausstoß gestiegen.

von Harald M. Depta | emobicon - CoverBild: emobicon

Nach der Verschärfung der EU Grenzwerte im Verkehr ist der durchschnittliche CO2-Ausstoß von Europas Neuwagen weiter angestiegen. Nach Angaben der Europäischen Energieagentur lag er nach Daten für das vergangene Jahr bei 120,4 Gramm pro Kilometer und damit um zwei Gramm über dem Wert des Vorjahres. Bei den Emissionen gab es demnach das zweite mal in Folge eine Steigerung der Werte, auch durch Erhöhung des Kraftstoffverbrauches.

Grösser, dicker, schwerer – das ist ein Grund für die Erhöhung des CO2 Ausstosses. Ausserdem wird der steigende Anteil von Fahrzeugen mit Ottomotor auf Kosten des sparsameren Diesels genannt. Haupttreiber für die Erhöhung beim CO2 ist aber ganz offensichtlich das anhaltende Wachstum des SUV-Segments.

Bislang konnte die nur langsam wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen diesen Negativtrend nicht aufhalten. Für viele Hersteller könnte das zu einem grossen Problem werden, denn bis 2021 dürfen die in der EU neu zugelassenen Pkw im Schnitt nur noch höchstens 95g CO2 pro Kilometer ausstoßen.

Da viele Hersteller noch zögern oder kaum nennenswerte Modelle auf dem Markt haben scheint das Ziel der Reduktion kaum mehr möglich.

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Auch bei leichten Nutzfahrzeugen gibt es ein Problem: Der CO2 Ausstoss legte hier zuletzt um 2 Gramm auf 158,1 Gramm pro Kilometer zu.

Die Entwicklungen im Transportbereich lassen sich demnach noch schwieriger korrigieren, denn vor allem der Online Handel setzt voraus, dass die Pakete bei den Kunden vor Ort ankommen. Dazu benötigt man mehr Fahrzeuge im Verteilerverkehr.

Der Anteil an Elektrofahrzeugen hier ist noch geringer als bei den PKW. Zudem ist die wachsende Größe und das zunehmende Gewicht der Fahrzeuge ein Problem.

Erschwerend ist, das nach dem Abgasskandal um Dieselantriebe, der Anteil an Benzinmotoren in diesem Segment deutlich gestiegen ist. Immerhin zuletzt mit einem Marktanteil von 3,6 Prozent.

Die Hersteller wissen: Es wird für Sie teuer, wenn die Grenzwerte künftig nicht eingehalten werden.

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