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Elektromobilität: CDU Wirtschaftsrat warnt vor Erwartungen

Ein Boom bei Elektroautos könnte, laut dem CDU Wirtschaftsrat, zum Problem werden. Er sieht das Stromnetz dafür nicht vorbereitet. Viele Mythen und Behauptungen - aber wo bleiben die Lösungen der CDU?

von Harald M. | emobicon - Cover Bild: emobicon

Investitionen in Milliardenhöhe erforderlich

Der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger, warnt vor Euphorie und unrealistischen Erwartungen an die Elektromobilität. Im Focus Magazin sagt er: „In der E-Mobilität das Maß aller Dinge zur Einhaltung von Klimaschutzzielen zu sehen, wäre naiv“.  Weiter heisst es: „Die Bereitstellung von Lade- und Versorgungsinfrastrukturen erfordert Investitionen in Milliardenhöhe und wird Jahre dauern.“  So behauptet er, dass das heutige Stromnetz für das Laden von Millionen Elektroautos zu schwach ist. Dabei ist längst nicht klar welche Auswirkungen Elektrofahrzeuge haben werden.

Erneuerbare Energien können Strombedarf decken

Echte Experten sehen das aber ganz anders. So geht eine frühere Studie von McKinsey davon aus, dass der zusätzliche Energiebedarf fast vollständig durch erneuerbare Energien wie Solaranlagen und Windräder gedeckt werden kann. Das zumindest auf Deutschland bezogen. 

Die Analysten merken an, dass es lokal durchaus Lastspitzen am Abend geben könnte. Der Betreiber Stromnetz Berlin sieht das zumindest für die Hauptstadt anders und plant keine strukturellen Erweiterungen im Hoch- und Mittelspannungsnetz. Klar ist aber auch, dass es im Niederspannungsnetz zu Probleme kommen könnte. Auch Hausanschlüsse müssten eventuell verstärkt werden.

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Oberleitungen auf Autobahnen unsinnig

Steiger sagt weiter: „Vor allem im Straßengüterverkehr wird der Verbrennungsmotor noch lange gebraucht werden“. Eine Elektrifizierung von Autobahnen durch Oberleitungen, wie sie auf Teilstrecken erprobt wird, hält der Wirtschaftsrat in einem Positionspapier für unsinnig: „Der Oberleitungs-Lkw macht nur Sinn, wenn zumindest ganz Kerneuropa seine Autobahnen elektrifiziert.“ Doch dafür gäbe es in Nachbarländern Deutschlands keine Pläne.

Fazit von emobicon

Heute davon auszugehen, das alles „perfekt“ ist, ist aus unserer Sicht bisschen naiv und absurd zu gleich, denn niemand erwartet ernsthaft das man heute bereits alles kann und braucht. Natürlich gibt es noch viel zu tun, aber darf sich die Mobilität mit Elektrofahrzeugen nicht entwickeln ? Das darf sie und das tut sie auch. Wir haben längst noch nicht optimale Bedingungen, müssen wir auch noch nicht, aber statt schwarz zu malen und wie die CDU den Fortschritt zu behindern, wäre es besser Rahmenbedingungen zu schaffen, um das Thema zu unterstützen und breiter aufzustellen. 

Nur zu oft hat die CDU bewiesen, auf wessen Seite sie steht – nicht auf der Seite der Menschen, sondern nur auf der Seite der Lobbyisten. Als Regierungspartei hat sie selber jahrelang  zugesehen, das Energie und Verkehrswende praktisch nicht statt findet und sie hat auch dabei zu gesehen, das munter betrogen werden konnte.

Jetzt und hier den Experten zu spielen und damit anderen die Schuld zu geben, was regelbar ist, zeugt wieder von der ziemlichen Naivität. Nicht in die Technologie, sondern die einer CDU. Hoffentlich ist bei der CDU auch angekommen, das die Zukunft an Deutschlands Grenzen nicht stehen bleibt.

Quelle: FOCUS

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