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Elektromobilität: Ausbau auf Kurs, aber bitte mehr Initiative

2020 als Ziel für eine Million Elektrofahrzeuge in Deutschland hält auch die Kanzlerin nicht mehr realistisch, aber 2022 ist zu schaffen. Für Sie ist die Elektromobilität auf Kurs, aber sie richtet auch einen klaren Appell an die Kommunen.

von Micha | emobicon - 28.9.2018

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland trotz lange schleppender Nachfrage vieler Autokäufer auf Kurs. Sie sagte in Berlin:“Wir sind auf dem richtigen Pfad“. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland trotz lange schleppender Nachfrage vieler Autokäufer auf Kurs.  Mit Blick auf das Ziel von einer Million Elektroautos auf deutschen Strassen gelte:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) | Foto: Bundesregierung/Lene Münch

 „Nun werden wir es nicht 2020 schaffen, aber bis 2022.“ Dies sei „nicht so ein Drama“. Die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) sieht es ähnlich. Dieser Prognose schloss sie sich an. Merkel forderte ausserdem eine „kommunale Großaktion“ für einen schnelleren Ausbau des Ladenetzes.

Ziel von sechs Millionen E-Autos bis 2030 realistisch

Zum Jahresbeginn gab es in Deutschland 98.280 reine Stromer und Hybrid-Autos mit Stecker. Bis Ende August kamen weitere 45.422 Neuzulassungen solcher Fahrzeuge hinzu. Aber auch dieser Trend dürfte nicht reichen, um die Marke von einer Million bis 2020 zu erreichen. Für die Bundeskanzlerin ist eine Verschiebung um zwei Jahre auf 2022 akzeptabel. „Pünktlichkeit der Deutschen Bahn AG oder so“ – oder wann man per Auto ankomme, das sind Ziele worauf es ankommt. Der Vorsitzende der NPE Plattform Elektromobilität Henning Kagermann erläuterte, für das weitere Ziel von sechs Millionen E-Autos bis 2030 liege Deutschland „sehr gut im Korridor“.

Forderung nach mehr Engagement

Merkel forderte, für mehr Ladepunkte müssten sich neben Großstädten auch mittlere Städte, Arbeitgeber und Parkhausbetreiber stärker engagieren. Das sei wichtig für das Vertrauen, mit einem E-Auto nicht irgendwo stehenzubleiben. Sie verteidigte staatliche Förderangebote, zu denen auch bisher schwach nachgefragte Kaufprämien gehören. Auch für Ladeinfrastruktur.  Wenn Geld nicht abfließe, bleibe es liegen. Das sei „auch kein Schaden“.

Keine Dauersubvention in der Elektromobilität

Die Kanzlerin verwies darauf, dass über eine Verlängerung diskutiert werde. Dazu müsse man weitersehen, um Dauersubventionen könne es aber nicht gehen. Das Kaufprämien-Programm läuft vorerst bis Mitte 2019.  Merkel sieht aber einen sprunghaften Anstieg der Elektroautos.

Auch Merkel für Batteriezell-Fertigung in Europa

Die Kanzlerin warb erneut für eine eigene Batteriezell-Fertigung in Europa, um nicht nur von asiatischen Anbietern abhängig zu sein. Mit Blick auf Zukunftstechnologien auch zur weiteren Digitalisierung der Mobilität sprach sie sich für Lockerungen kartellrechtlicher Vorschriften aus: Bestimmte Dinge in der Entwicklung seien ohne Absprachen unter Herstellern überhaupt nicht möglich. 

Die Kanzlerin sprach bei einer Veranstaltung des Ladesysteme-Anbieters Mennekes. (dpa)

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