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Elektroauto als Poolfahrzeug: Das sollte man beachten

Immer mehr Unternehmen setzen Elektrofahrzeuge als Poolfahrzeuge ein. Was gibt es dabei zu beachten ? Wir haben uns das mal genauer angesehen

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: timt

Poolfahrzeuge, Steuern und Vorschriften gehören zusammen. Es kann unkompliziert und praktisch ist. Nutzt man die Fahrzeuge nur dienstlich oder auch privat und was ist erlaubt und wann wird es kompliziert ? Grosse Fehlerquellen können entstehen wenn man so einiges nicht beachtet.

Welchen Wert haben Poolfahrzeuge ?

Als Basis der Versteuerung stellt man den  Brutto­listenpreis aller Poolfahrzeuge fest.

Im Pool befinden sich aktuell 3 elektrische Fahrzeuge, zum Beispiel: 3 Nissan Leaf 

35000,00 EUR pro Fahrzeug x 3 =  105.000,00 EUR

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0,5 Prozent Regel für Elektrofahrzeuge kann angewendet werden

Nun wird gerechnet:

Der Gesamtlistenpreis der Elektrofahrzeuge wird auf die Mitarbeiter, die den Pool nutzen werden, umgerechnet:
In unserem Beispiel: 0,5 % von 105.000,00 Euro = 525,00 Euro.
Dieser Betrag wird auf 20 Angestellte verteilt, egal wie viele Kilometer sie privat fahren: 525 Euro : 20 Fahrer = 26,25 Euro. Für diese pauschale 0,5 Regelung wird dieser Betrag bei jedem Mitarbeiter auf sein zu versteuerndes Einkommen aufgeschlagen.

Beim der klassischen ein Prozent Regel für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor wäre der anteilige Steuersatz entsprechend höher !

Privatfahrten mit dem Poolfahrzeug

Die werden pauschal mit 0,03 Prozent des Fahrzeuglistenpreises pro Entfernungs­kilometer versteuert.
Die Berechnung für den Pool funktioniert wie oben:

0,03 % von 105.000 Euro = 21,00 Euro.
21,00 Euro : 20 Fahrer = 1,05 Euro/Entfernungskilometer.

Dieser Betrag wird jedem Mitarbeiter entsprechend der einfachen Entfernung zwischen seiner Wohnung und der Arbeit auf sein zu versteuerndes Einkommen aufgeschlagen. 

Darüber hinaus erlaubt ein Finanzamt Mitarbeitern, für maximal fünf Tage pro Monat Poolfahrzeuge für private Fahrten und Fahrten zwischen Wohnung und Firma zu nutzen. In diesem Fall werden 0,001 Prozent des Listenpreises pro Kilometer fällig.

Dienstreiseregelung von und nach zu Hause beachten

Wer mit dem Poolfahrzeug nach Hause fährt, aber Bereitschaft hat, muss dies nicht als private Heimfahrt versteuern.

Startet der Mitarbeiter mit dem Pool­wagen von zu Hause auf eine Dienstreise, muss er die Heimfahrt auch versteuern. Es sei denn, das Unternehmen verbietet Privatfahrten mit den Poolfahrzeugen generell. In diesem Fall gilt die Heimfahrt bereits als Teil der Dienstreise.

Dienstfahrzeug und Poolfahrzeug entscheiden sich also deutlich von der Steuerlast, aber eben auch von der Nutzung. Was sich für Unternehmen und Mitarbeiter lohnt muss man durchgespielt werden.

Das Teilen von Fahrzeugen macht aber in jedem Fall Sinn, wenn ein Poolfahrzeug eben nicht ständig und laufend genutzt wird, aber als Ganzes teilbar sein soll.

Fazit:

Es lohnt sich bei Poolfahrzeugen elektrisch zu denken, denn die neue 0,5 Prozent Regel zahlt sich aus. Ansonsten bleibt es so kompliziert, wie es war. Schade eigentlich. Rechnen Sie Ihre Möglichkeiten aus.

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