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Elektromobilität: Eine Milliarde Euro für neue Ladestationen ?

Gibt es zu wenig Ladestationen? Das "Henne Ei Problem" wird immer wieder diskutiert. Bundesverkehrsminister will eine Milliarde Euro vom Finanzminister für mehr Ladeinfrastruktur, um die Zukunftstechnologie voran zu bringen.

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Gut 220.000 Elektrofahrzeuge fahren hierzulande auf den Strassen und schon bald sollen es mehr werden – spätestens ab 2020, wenn die grossen deutschen Hersteller Ihre Modelle auf den Markt bringen. Aber: Es gibt zu wenig Ladesäulen, zumindest dort, wo Menschen wohnen, die keine eigene Parkmöglichkeit haben. Die meisten sind auf den öffentlichen Raum angewiesen. In der BamS hat sich Bundesverkehrsminister Scheuer nun zu seiner Forderung geäussert.

Scheuer will im Verkehrssektor liefern

Der Zeitung sagte er: „Wir brauchen Lademöglichkeiten zu Hause, am Arbeitsplatz und am Supermarkt. Wir wollen den Bürgern Ladepunkte und deren Einbau in der eigenen Garage zur Hälfte fördern. Dafür brauchen wir sofort eine Milliarde Euro. Das muss sich im Bundeshaushalt abbilden.“

Für den Haushalt ab 2020 sollen nun eine Milliarde Euro für den weiteren Aufbau von Ladeinfrastruktur aufgewendet werden. Scheuer steht auch besonders unter Druck, denn Bundesumweltministerin Schulze fordert schon länger von ihm konkrete Massnahmen im Verkehrssektor. Bislang wiegelte Scheuer immer ab. Aber nun will er liefern. Denn in seinem Ressort wird zu lang zu wenig unternommen, um die geforderten Klimaziele einhalten zu können.

Bis zu 30.000 Euro Förderung sollen möglich werden

Laut Verkehrsministerium laden die Besitzer ihr E-Auto zwischen 75 und 85 Prozent zu Hause oder am Arbeitsplatz. Deshalb ist für Scheuer der Ausbau privater und gewerblicher Ladestationen so wichtig. Der Staat soll bis zu 50 Prozent der Kosten übernehmen. Die Bundesförderung hierfür lief zuletzt bis Ende Februar 2019.

Scheuer Plan: Eine Normal-Ladestation mit Einbau und Netzanschluss wird mit bis zu 3000 Euro gefördert. Für eine Schnell-Ladestation gibt es bis zu 30 000 Euro dazu. Das Förderprogramm soll bereits bis Juli in Kraft treten.

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NRW fördert schon länger Ladeinfrastrukturmassnahmen

In einzelnen Bundesländern gibt es das bereits: Die Landesförderung zum Aufbau von Ladeinfrastruktur.
So wird in Nordrhein Westfalen für private Lademöglichkeiten mit einer Wallbox bis zu 50 Prozent – max. 1000 € gefördert, eine private Ladesäule, zum Beispiel in Unternehmen bis zu 50 Prozent – max.  3000 € und bei öffentlichen Ladesäulen bis zu 50 Prozent – max. 5000 € pro Ladepunkt. Informationen dazu HIER.

3 Gedanken zu „Elektromobilität: Eine Milliarde Euro für neue Ladestationen ?

  1. Ladestation im Eigenheim sollte NICHT massiv gefördert werden, dafür die Ladesäulen bis 4 kW (ev. 11 kW) im öffentlichem Bereich für die Laternenparkplätze!

    Schnelllader ZUHAUSE sind NICHT angebracht, (Zuhause oder am Arbeitsplatz werden die Fahrzeuge auch am 16 Ampere Anschluss voll, sollte ein sehr großer Akku sehr leer sein, dann ist es angebracht einen Abstecher zum Schnelllader zu machen ) ,eher sollten die Schnelllader für ALLE Stecker an den HAUPTVERKEHRSROUTEN gefördert ausgebaut werden!

    1. Hallo Anton,

      wir wissen, auch als Dienstleister in dem Bereich, das nicht überall Laternenladen möglich ist. Zum einen ist es technisch bedingt aber auch, das Laternen selten direkt an der Strasse stehen, sondern eher „hinten“. Das heisst: Es müsste das Ladekabel über den Fussweg. Geht nicht, weil es Gefahren für Fussgänger bedeutet.
      Auch Schnelllader werden gefördert. Selbst Fahrzeuge mit grossesm Akku müssen nicht immer geladen werden, aber sie können. Ladestationen machen zu Hause oder in Unternehmen Sinn – aber das muss intelligent geschehen und vor allem ohne grosse Ladeleistung. Denn das reicht in der Regel immer aus.

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