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Eichrecht: Vereinsarbeit verschiedener Hersteller für Ladeinfrastruktur

Das Eichrecht bremst den Ausbau der Ladeinfrastruktur oder anders: Wann haben wir Sicherheit? Im Wirrwarr um Transparenz beim Laden von Elektrofahrzeugen kommt Bewegung. Die wichtigsten Hersteller organisieren sich und gründen einen Verein

von Thorsten Bär - emobicon - Cover Bild: emobicon

S.A.F.E. – Die Software Alliance for E-mobility ist gegründet. Als Reaktion auf das Eichrecht und seinen Herausforderungen ist ein Verein geworden. Zentrales Ziel des Zusammenschlusses der Mitglieder ist die „diskriminierungsfreie Bereitstellung einer Transparenzsoftware“ geworden. Die Zeit drängt.

Einheitliche Gestaltung im Eichrecht

Schon länger arbeitete man an einer Lösung. Denn das Eichrecht, was aktuell in der Prüfung und Organisation steckt bremst den Ladesäulenausbau. Hintergrund hierbei sind Vorschriften, dass das Laden von Elektrofahrzeugen neuen Regeln unterworfen werden soll. Da aber einheitliche Spielregeln nötig sind arbeiten verschiedene Hersteller bereits länger zusammen. Die recht komplexen Anforderungen des deutschen Eichrechts sollten einheitlich gestaltet werden.

S.A.F.E. soll den Verbraucherschutz fördern

Nun ist man einen Schritt weiter: Zu den Initiatoren von S.A.F.E. gehörten die Ladesäulen-Hersteller wallbe, ABL und Keba. Auch die österreichische Softwareschmiede has.to.be. wurde ins Boot geholt, sowie weitere mittelständische Hersteller von Infrastruktur, Backandanbieter und Betreiber von Ladesäulen.  

Jetzt ist der Plan perfekt. Ein Verein soll als Organisationsform für die belange der zusammengeschlossenen Unternehmen wichtige Weichenstellungen treffen. S.A.F.E. soll den Verbraucherschutz fördern und damit Ladevorgänge unkompliziert und einfach machen.. Das soll mit einer marktweit einheitlichen Transparenzsoftware den eichrechtskonformen Ladevorgang von Ladestationen ermöglichen. Wichtig dabei auch der gemeinsame Auftritt vor den Eichbehörden, die die Lösungen zertifizieren muss

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Spielregeln werden festgelegt

Lange schon schwillt ein Streit um das Eichrechts und bremst den Ausbau aus. Diese eichrechtskonformen Regelungen und deren Anforderungen für die Erfassung  von Messwerten sollen technisch einheitlich umgesetzt werden. Die REA, der Regelungsermittlungsausschuss, soll zusammen mit den S.A.F.E. Mitgliedern genaue „Spielregeln“ festlegen. Die Ende zu Ende Signatur soll damit eine transparente Abrechnung der Ladevorgänge ermöglichen. Egal wo, egal bei wem – einheitlich.

Überprüfung von Ladevorgängen leicht gemacht

Ziel ist es, dass die neue Software an den Ladestationen ermöglichen soll jederzeit die Korrektheit der erfassten Werte gegen zu checken. Mit der Transparenzsoftware kann man dann die digital signierten Messwerte herunterladen und mittels der Transparenzsoftware überprüfen. Dabei überprüft das Programm ob die Signatur der Messwerte mit dem öffentlichen Schlüssel der Ladestation übereinstimmt. Mit der Entwicklung der Transparenzsoftware sind has.to.be aus Österreich und Ebee Smart Technologies aus Berlin beauftragt worden. Die Hersteller stimmen sich ab und werden die einheitlichen Regelungen in Ihre Produkte integrieren.

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