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Automobil: Daimler stellt den Kleinwagen SMART in Frage

Daimler hat ein Sorgenkind: Die Kleinwagensparte Smart. Die Entwicklung von Zukunftstechnologien schluckt viel Geld, deshalb prüft Daimler, ob die Marke Smart noch ein Zukunft hat. Die Entscheidung wird noch in diesem Jahr fallen.

von Harald M. Depta | emobicon - Foto: emobicon

Könnte es sein, das auf Grund des Spardrucks bei Daimler die Marke Smart ein Opfer wird ? Der Druck scheint gross zu sein, denn bei Daimler selbst ist der Gewinn, nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr um rund 30 Prozent eingebrochen. Dazu kommen hohe Kosten für die Entwicklung neuer Technologien, zum Beispiel im Bereich der Elektromobilität oder den automatisierten Fahrfunktionen.  Smart ist nicht profitabel und nun ringt man um die Zukunft der Kleinwagensparte im Daimler Konzern.

Der Smart verliert seine Lobby

Über Smart hat man sehr lange die Hand drüber gehalten. Der Kleinwagen war eine Herzensangelegenheit von Noch Chef Dieter Zetsche. Ausgerechnet jetzt, kurz vor dem Ausscheiden des CEO verliert die Marke seine  Lobby. Das der mögliche Nachfolger ziemlich unter Druck steht gibt es offiziell keine Verbindung zum Kleinwagenhersteller. Intern, so heisst es, verliert man langsam die Geduld. 

Zudem ist man mit Renault, die den Wagen herstellt, nicht mehr einig über die zukünftige Zusammenarbeit und schon längst war klar, das es hier künftig Änderungen geben wird. Klar war ausserdem, dass Smart eine vollelektrische Marke werden soll und längst führt man offensichtlich Gespräche mit dem chinesischen Hersteller GEELY. So die Bestätigung auf einer Pressekonferenz im vergangenen Februar. 

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Steigende Nachfrage nach dem Smart

Aktuell wird der Smart und die  Variante mit Verbennungsmotor noch bis Mitte des Jahres produzieren. Offen ist, wie es weiter geht. Die elektromobilen Varianten des Smart sind aktuell gefragt und nach Angaben unserer Händler steigt die Nachfrage. So hören wir, das im Jahr 2020 eine komplett neue Variante, möglicherweise sogar mit zwei verschiedenen Akkuvarianten auf den Markt kommen soll. Solange man aber Gespräche mit möglichen neuen Partnern laufen, hält man sich dazu bei Daimler noch bedeckt. Alles scheint offen.

Die Lieferzeiten für den Smart EQ sind mit sechs bis neun Monaten auch ziemlich hoch und zeigen den Handlungsdruck des Herstellers. Im Bereich Kleinwagen könnte nur der e.GO life der eGo Mobile AG aus Aachen Konkurrent des Smart sein. Dieser soll nun demnächst vom Band laufen.

Quelle: dpa und emobicon

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