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Elektroauto: Der Streetscooter bekommt einen CCS Lader und wird bidirektional

Bidirektionale Ladesysteme sind wichtig für Energiewende und Elektromobilität. Mit dem CHAdeMO System gibt es bereits eine Lösung. Jetzt wird ein CCS basiertes System mit dem Streetscooter getestet.

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Anfang Mai fanden die abschließenden technischen Abstimmungen zur Implementierung eines CCS- biDirect Ladesystems statt. Dabei wurden letzte offene Fragen zum Einbindung der CCS-Buchse in die Streetscooter-Karosserie geklärt. Das Ziel: Nutzung eines Elektrofahrzeuges auch in der Energiewende. Dabei soll Überschussenergie gespeichert werden, aber genutzt, wenn man Lastspitzen erreicht.

Elektrofahrzeug als Energiespeicher

Das gemeinsames Ziel ist es, die neue bidirektionale Ladetechnologie nach CCS Standard in die Streetscooter-Fahrzeuge zu integrieren. Die von Broedersdorff & Koenzen und der Hochschule Osnabrück gemeinsam entwickelte bidirektionale Gleichstromladesäule mit autarker intelligenter Ladesteuerung geht aus dem F+E Vorhaben „lokSMART Jetzt!“ hervor. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Smart Grid Anwendungen zu entwickeln und frühzeitig in die konkrete Umsetzung zu bringen. Bidirektionales Laden zwischen einem stationären Pufferspeicher und der Fahrzeugbatterie ermöglicht die effiziente Bewirtschaftung eines Elektrofahrzeugs als Energiespeicher.

Ähnliche Möglichkeiten sind bereits bei Fahrzeugen mit Chademo Anschluss im Praxistest und werden derzeit in bestehende Netzsysteme integriert. Diese beiden technischen Möglichkeiten werden in der Zukunft eine sehr zentrale Rolle für die Energiewende spielen, um Energie zu speichern wenn sie erzeugt wird, um dann zu nutzen wenn mehr gebraucht wird, als zur Verfügung steht.

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Ein interessantes System für Flottenkunden

Das biDIRECT-System kann mit jedem bestehenden Hochvoltspeicher kombiniert werden. In  „lokSMART JETZT!“ kommen sowohl TESVOLT-Speicher als auch individuell gefertigte Hochvoltspeicher zum Einsatz. Zudem kann bei der Auslegung einer neuen Anlage der Stationärspeicher kleiner dimensioniert werden, was erhebliche Investitionskosten spart. Interessant ist das System insbesondere für Flottenkunden, die auf den Einsatz von erneuerbaren Energien setzen. So entstehen große Einsparpotenziale durch die Steigerung des Eigenverbrauchsanteils bzw. durch einen höheren Autarkiegrad.

Teilnahme am Regelenergiemarkt technisch gut darstellbar

Gleichzeitig werden so automatisch Lastspitzen ausgeregelt und so die Verteilnetze erheblich entlastet. Mit diesem V2G System ist auch die Teilnahme am Regelenergiemarkt technisch gut darstellbar. Besonders energieintensive Unternehmen und Handwerksbetriebe können von dem biDIRECT-Ladesystem profitieren. Neben laufenden Feldtests wird das System in die Lieferfahrzeugflotte des Elektropioniers “Ihr Bäcker Schüren“ in Hilden implementiert und im gewerblichen Umfeld zentral erprobt. Ziel ist es, das System nach Abschluss des F+E-Vorhabens in die Serienanwendung zu überführen.

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