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Elektroauto: Byton-Chef: “Elektroautos kann heute jeder bauen, der will”

“Elektro ist kein Alleinstellungsmerkmal”, so die Aussage vom Byton-Chef Carsten Breitfeld. Da die Technik weniger komplex sei kann man heute in den Markt einsteigen. “Elektroautos kann heute jeder bauen, der will”, so Breitfeld. Wichtig wären aber nun digitale Mehrwerte, auf die man setzen wird.

von Thorsten Bär | emobicon - Cover Bild: The Verge

Noch ist es nicht soweit. Auch wenn das Start up sich nicht als Start up sieht, meint der ehemalige BMW Manager: “Wir bauen seit Jahren ein Unternehmen auf und wollen Produkte in größerem Rahmen industrialisieren”. Nicht umsonst wird der Elektropionier als vielversprechendes Unternehmen gehandelt. Es geht auch nicht allein nur um Elektrofahrzeuge.

Komplette Konnektivität wird möglich sein

Bildergebnis für byton

Ein hochtechnisches Cockpit | Bild: The Verge

Auf der Technikmesse CES in Las Vegas hat Byton vor wenigen Tagen einen weiteren Ausblick auf seine erste Baureihe gegeben – den M-Byte. Außen hat sich des SUV seit der Enthüllung im letzten Jahr nicht verändert, dafür gab es im Inneren eine Neuerung: Neben dem wohl bisher größten zentralen Display in einem Pkw und einem Monitor im Lenkrad bietet der M-Byte nun auch in der Mittelkonsole einen Bildschirm. Hinzu kommen Displays für die hinteren Passagiere. Digitale Technik mit Display, Gesten und Co machen das möglich.

Bis auf das zentrale Display auf dem Armaturenbrett setzt Byton komplett auf Touchscreens. Neben der Bedienung und Überwachung des Fahrzeugs erfüllt dies vor allem den Zweck, die Insassen zu vernetzen und sie mit Multimedia-Inhalten zu versorgen. Anders als die traditionellen Hersteller verspricht sich Byton von dem Verkauf seiner Autos nur wenig Marge. Im Mittelpunkt stehen stattdessen komplette Konnektivität und “Shared Mobility”. Man sei hier sehr weit und will mit Abstand zum Wettbewerb agieren.

Umsätze mit Konnektivität zu generieren

Nicht nur das Fahrzeug soll Geld bringen, sondern mit der verkauften Hardware will man auch in der Lage sein, Umsätze mit Konnektivität zu generieren. “In zehn Jahren, also 2028, wird Byton über 50 Prozent des Umsatzes mit Mobilitätsdiensten erwirtschaften, davon bin ich überzeugt.” so Breitfeld in der Automobilwoche.  Angesichts dieser in der Branche bisher unüblichen Strategie vergleicht der Byton-Chef das von ihm mit gegründete Unternehmen nicht mit anderen Autoherstellern, sondern iPhone-Erfinder Apple. Es ist, in der Tat, hochtechnisch aufgestellt und flexibel in der Technisierung.

Der Byton – hoch technisch – komplex und noch in diesem Jahr fertig | Bild: The Verge

Der „M-Byte“ soll noch in diesem Jahr in China an erste Kunden ausgeliefert werden. Die Fertigstellung der Fabrik  ist die nächste Monate vorgesehen. Man arbeitet bereits an der Limousine „K-Byte“ . Dem folgen soll ein Kompaktmodell – konzipiert für den gewerblichen Flotteneinsatz. Rund eine Milliarde Euro wurde bislang investiert. Rund eine weitere Milliarde Euro ist u.a. für das neue Werk vorgesehen. 

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Byton-Chef Carsten Breitfeld | Bild: Automobilwoche

Nicht von 0 auf 100 aber nicht sofort und nicht mit aller Macht. In den ersten vier Jahren nach dem Produktionsstart will Byton die Fertigung von 100.000 auf 300.000 Fahrzeuge hochfahren. Schwerpunkt ist China, natürlich auch die USA, insbesondere Kalifornien, werden wichtig, so Breitfeld. Europa ist und wird schwierig, deswegen hat es keine Priorität. BMW, Mercedes, Audi und Tesla sieht Breitfeld als Haupt-Wettbewerber.

Beton Chef Breitfeld ist sehr davon überzeugt, sich gegen die etablierten Anbieter durchsetzen zu können. Er weiss um deren Schwierigkeiten sich zu transformieren. Denn der Markt ist hat, die Erfordernisse hoch. Wenn man dann noch sieht, das Manager vor allem an der KPI gemessen werden, versteht man das. Nur in der jetzigen Zeit gilt das als Hindernis. Autobauer wollen von Anfang an die selben gewinne einfahren, wie Sie es bislang gewohnt sind. Schwer meint der Beton Chef. Datz kommt die unattraktive und risikobehaftete Investition,  die man einräumen muss. 

Insgesamt sieht sich Byton auf Kurs. Man will zur Marke werden. Solide aufgestellt möchte Byton ohne schnelle Pläne mit der Modellpalette eine Botschaft setzen: „Wir liefern wirklich“

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