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Automobilindustrie: Die Produktion ist stark eingebrochen

Bislang ist die Autobranche ein verlässlicher Motor der Wirtschaft - die Schlüsselbranche schlechthin. Was Analysten bereits vorausgesagt hatten trifft nun zu: Die Autobauer stecken in der Krise.

von Harald M. Depta | emobicon - Cover Bild: emobicon

Abgasskandal, Zulassungsprobleme, Umstellung auf alternative Antriebe haben im vergangenen Jahr die gesamtwirtschaftliche Produktion tief ins Minus gedrückt. Start up Unternehmen und der Trend der alternativen Antriebe, wie Elektromobilität holen deutlich auf.

Das es brummt und läuft – das war einmal. Die deutschen Automobilihersteller haben im Laufe des vergangenen Jahres deutliche Produktionsrückgänge verzeichnet. Nach Angaben des Statistische Bundesamt, lag die Produktion von Kraftwagen und Kraftwagenteilen im zweiten Halbjahr 2018 kalender- und saisonbereinigt um 7,1 Prozent niedriger als im ersten Halbjahr. Im Vergleich dazu hat das verarbeitende Gewerbe in Deutschland ein Produktionsrückgang von rund zwei Prozent zu verkraften.  Der Rückgang ohne den Automobilbau beträgt somit nur 0,9 Prozent. 

Im Jahr 2016 habe die Automobilindustrie laut der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen eine wirtschaftliche Leistung von 134,9 Milliarden Euro erbracht – ein Anteil von 4,7 Prozent an der gesamten Bruttowertschöpfung in Deutschland.

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Ein Grund für den Produktionsrückgang im vergangenen Jahr ist die Umstellung auf den neuen Abgas-Teststandard WLTP. Dieser gilt seit September für alle Neuwagen in der Europäischen Union. Viele Autobauer kamen mit der Zertifizierung ihrer Autos jedoch nicht hinterher. Im September 2018  brach in der gesamten EU der Neuwagenmarkt ein.

Zudem kommen aber auch Rückstände in den Fahrzeugauslieferungen, da viele Modelle sehr lange Lieferzeiten haben. Auch dieses setzt sich in 2019 fort.  Ein weiterer Grund ist sicherlich, das viele Interessenten von alternativen Antrieben abwarten, was die Hersteller künftig anbieten. Seit Jahren wird die Schlagzahl der Ankündigungen erhöht. Wirklich substanziell ist kaum etwas auf dem Markt.

Quelle: dpa | AFP

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