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Wasserstoff: Nach Explosion einer Tankstelle Auslieferung gestoppt

Wasserstoff: Nach Explosion einer Tankstelle Auslieferung gestoppt | emobicon

Wasserstoff ist sicher. So die Argumente der Befürworter. Jetzt ist in Norwegen das Unmögliche geschehen. Eine Tankstelle ist explodiert. Der Betreiber schloss daraufhin all seine Anlagen.

von Harald M. Depta | emobicon - CoverBild: emobicon | Spiegel

Die Explosion hat unmittelbare Folgen: Besitzer von Brennstoffzellenfahrzeugen können in Norwegen aktuell nicht tanken. Daher reagieren auch die Hersteller der Autos und haben die Auslieferungen gestoppt. Auch in Dänemark hat man reagiert.

Wasserstoff Tankstellen geschlossen

In der Wasserstofftankstelle in Sandvika bei Oslo war es am Montagabend zu einer kräftigen Explosion gekommen, vermutlich fand sie in einem Hydrogentank statt. Schwerer verletzt wurde zum Glück dabei niemand. Nach dem Unglück schloss der Betreiber Uno-X auch die beiden anderen Tankstellen dieser Art in Norwegen bis auf Weiteres. Die Eigentümer solcher Fahrzeuge können damit nicht mehr nachtanken. Auch in Dänemark wurden Berichten zufolge alle acht Wasserstoffstationen geschlossen.

Toyota und Hyundai haben die Auslieferungen gestoppt

Nach dieser Explosion in einer Wasserstofftankstelle in Norwegen liefern die Autohersteller Hyundai und Toyota bis auf Weiteres in dem Land keine Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb mehr aus. So heisst es in Erklärungen der Hersteller, dass man die Lieferung vorübergehend gestoppt habe. Aktuell stünden die Autos aber weiter zum Verkauf, sagte der Sprecher von Toyota in Norwegen der „Deutschen Presse-Agentur“. 

Toyota will, trotz der Ereignisse definitiv an der Technologie festhalten. Soll will man versuchen mit den rund 60 Kunden in Kontakt zu kommen, die solche Fahrzeuge in Norwegen besäßen. Mit Leihwagen will man hier den Autobesitzern helfen, die aktuell keine Tankmöglichkeit nutzen können.

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Ersatzwagen werden gestellt

Der Hersteller Hyundai reagierte ähnlich. Die Koreaner haben laut eigenen Angaben etwa 100 Wasserstoffautokunden in Norwegen und stellen diesen nun leihweise Ersatzfahrzeuge zur Verfügung. Hyundai hat die Lieferung auf Eis gelegt heisst es in der Erklärung von Hyundai Europa. „Wenn Sie ein Auto bekommen, aber nicht nachtanken können, macht das keinen Sinn.“ so ein Sprecher des Unternehmens weiter. 

Aktuell sind nur Toyota und Hyundai als Hersteller betroffen, die derzeit auf Norwegens Straßen mit Wasserstoff  unterwegs sind.

Quelle: dpa

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