Ausblick ElektromobilitätAutobauerBundesregierungeMobilitätMobilitätNews

Elektromobilität: Warum Ankündigungen uns nicht weiter bringen

Die Schlagzahl hat sich drastisch erhöht: Ankündigungen in der Wende zur Elektromobilität. Die Taten werden gesucht und die Frage bleibt: Wann wird aus den Ankündigungen auch Realität ?

von Harald M. Depta | emobicon - CoverBild: emobicon

Ich selber lese sie kaum noch: Die vielen Ankündigungen von Herstellern, von angeblichen Innovationen. Es heisst: Wir wollen und wir werden irgendwann dieses und jenes tun und machen. Toll. Aber lächerlich ist es allemal und wird gerade in der Szene fast nur noch belächelt. Wo der Sinn sein soll was zu behaupten was man in Jahren irgendwann vielleicht mal tun will, das wissen scheinbar nicht mal die ganzen Marketingabteilungen der Unternehmen. Klar ist: Es verschiebt sich einiges: Die einen die machen und die anderen die ankündigen ! Also ? Nicht quatschen – machen !

Ankündigungen bringen nichts

Während Elektromobilität im vollen Gange ist, wir mitten in dem Veränderungsprozess stecken, der unsere Zukunft bestimmen wird, gibt es die Spätzünder die meinen mit der erhöhten Schlagzahl von Ankündigungen was beweisen müssen. Wir sind die Grössten. Aber wo und mit was ? Ich kündige mal an. Ich muss ja im Gespräch bleiben. Ob es nützt oder schadet entscheiden andere. Aber Ankündigungen heisst auch: Ich würde gern, aber ich kann noch nicht oder ich habe zu lange geschlafen. Was aber auch heisst, dass andere, die was haben Hilfe bekommen zu zeigen, dass man besser ist, schneller, konsequenter und nicht nur quatscht, sondern macht.

Es scheint modern zu sein, wenn man die Aussage kennt: Was interessiert mich das Geschwätz von gestern.

Ankündigungen haben oft nichts mit der Realität zu tun

Beschäftigen wir uns mal kurz mit paar Schlagworten: „Soll“ „Ich will“ „Wir werden“ „Zukünftig“ das ist nichts anderes als „AB“ so und so viel Euro, wo jeder weiss, das der Preis der angekündigt ist so viele Einschränkungen durch Sternchen und ähnlichem hat und  in den wenigsten Fällen mit der Realität einher geht.

Am Kuriosesten die Ankündigung im Jahr 2019, das man in 2021 oder 2023 was bringen will. Kaum auszuhalten, denn die meisten Ankündigungen werden irgendwann in Jahren kommen und so werden diese Ankündigungen von den meisten bis dahin vergessen sein. Gut so finde ich, denn die Zukunft ist jetzt und nicht in Jahren, dann weht sicherlich schon wieder ein anderer Wind.

Lesen Sie auch

VW gilt als Ankündigungsweltmeister

Gerade VOLKSWAGEN gilt nun eben auch als Ankündigungsweltmeister. Der grosse deutsche Autobauer, der vor allem durch den Abgasskandal berühmt wurde, aber in der Elektromobilität ein Nischenanbieter ist. Man will aber, so die Ankündigungen, der Grösste, der Beste, der Innovativste sein. Achja. Mit was ? Die Grössten, die Besten und die Innovativsten sind die, die machen und zwar schon haben und das kann sich durchaus sehen lassen. Tesla, Renault, die Asiaten. Ich kann das Produkt spüren, erleben, nicht in einer angekündigten Theorie, sondern in Echt. Das ist Innovation und ein Teil der Zukunft. Ob Akkufabrik, Kleinwagen der aus Deutschland dann doch in Osteuropa gebaut werden soll. Ebenso die Ankündigungen das man fair, ehrlich transparent den Abgasskandal aufarbeiten will. Erleben tut man aber Blockaden, Widersprüche und Widerstände, statt was gut zu machen was geschehen ist und nie vergessen werden wird.

Beispiel Elektroauto von VW: Man kann „ihn“ ab sofort bestellen. Basisversion ab angebliche 30.000 Euro. Also ran an die Möglichkeit der Reservierung, die nach Angaben von Volkswagen viele genutzt haben. Dann kam aber erstmal raus: Moment, die Basisversion gibt es später – ab 2020 soll die Premium Version zunächst gebaut und ausgeliefert werden. Wie kann man diese Ankündigung also werten ? Das Basic kommt – irgendwann – vielleicht.

BMW kündigt an, nichts ankündigen zu können

BMW war zwar der Autobauer der sehr innovativ den BMW i3 auf den Markt brachte und das Elektrofahrzeug was sich ein wenig verändert hat erfolgreich zu machen, aber ansonsten kommt rein elektrisch wieder was in Jahren – so wurde es angekündigt. Jetzt freut man sich dort über Hybridfahrzeuge. Das sind kaum Zukunftsmodelle und nur sehr eingeschränkt empfehlenswert. 

Es reicht ja schon, dass irgendwie der Eindruck entstanden ist, das die Hersteller die Politik gekauft haben, weil ja Plug in Hybride – so schlecht wie sie oft sind mit einem „E“ Kennzeichen die Vorzüge der Elektromobilität gemessen dürfen. Dabei ist die Realität ernüchternd. Nicht umsonst sind so viele Hybride von der Förderliste der BAFA verschwunden. Die vorher als toll, innovativ und eben als Stromer durchgegangen waren.

Er soll kommen, der Stromer von Opel und PSA

OPEL, geschluckt vom französischen PSA Konzern zu dem auch Peugeot gehört, will jetzt auch mal innovativ sein. Der Ampera – e, das Fahrzeug was vom ehemaligen Eigner GM gebaut wird – ein Nischendasein und kaum einer weiss nach viel Tam Tam, dass es das Fahrzeug überhaupt noch gibt. Jetzt soll ein eCorsa und ein kleiner PSA Stromer kommen. Soll. Angekündigt.

Smart ist künftig kein Daimler und EQC ist kein echter Stromer

Daimler oder Mercedes kündigte an, dass man nicht wirklich will oder kann und man den Kleinwagen Smart künftig mit Geely bauen will. Einen Chinesen. Ist das Innovation und Zukunft ? OK, die Zukunft wird künftig aus Asien und dem Silicon Valley kommen. Dafür sind diese Regionen viel weiter, als wir uns vorstellen können – ähnlich wie wir das ja alle kennen vom PC, dem Smartphone und anderen technischen Errungenschaften.

Der Stromer EQC von  Daimler – ein GLC Modell – das merkt man wie wir sehen. Nicht wirklich innovativ finden viele. Und sonst ? Auch da irgendwann kommt was.

Vor ein paar Wochen war ich zu einer Veranstaltung zur eMobilität in Stuttgart mit einer Exkursion ins Daimlerwerk. Vorgestellt wurden der eFusu, der eActros, der eSprinter. Schon mal nett und sicher für die Zukunft. Es war beeindruckend. Irgendwie. Auf der anderen Seite war die Frage wann kommt da wirklich was. Es verhält sich irgendwie , wie im Nahverkehr mit elektrischen (Daimler) Bussen. BYD, Solaris, VDL und Co geben hier den Ton an – sind da und Kommunen und künftige Betreiber sind (zurecht) sauer auf die deutschen Hersteller die viel zu spät dran sind. Antwort von Daimler vor Ort übrigens: Mal sehen. Es wird noch getestet und geforscht und paar Fahrzeuge sind im Probelauf bei Speditionen und Co. Ankündigung, aber nichts substanzielles.

Grosse Sprüche zum "e-tron" aber die Realität ist ernüchternd

AUDI, ok, die gehören ja zu Volkswagen aber was da mit dem „e-tron “ kam oder kommt ist echt ernüchternd. Nett im Sitzen, mit viel zu vielen (nicht zukunftsweisenden) Knöpfen – viel zu hohem Verbrauch. Da wurde eine  Menge versprochen, die Ankündigungen waren fast schon superlativ, aber die Ernüchterung kam schneller als gedacht. Tesla Fahrer wurden Guerilla-Marketing an den Super-Chargern umworben. Die meisten, so hört man, haben das belächelt. Zurecht. Tesla ist eben Tesla. Angekündigt wird von AUDI auch weiter viel. Neue Stromer – irgendwann.

Lesen Sie auch

Ankündigungen nützen nichts

Da zeigt die Post mit Ihrem Streetscooter was geht, wenn man will. Ein durchaus erfolgreiches Konzept. Volkswagen und Co wollten ja nicht oder konnten nicht ? Aber sonst ? Der e.Go aus Aachen ist aber nicht wirklich toll. Wir schätzen das so ein, aber auch die Presse insgesamt, von „Ja“ bis „Geht so“ Schade. Eine Idee, schlecht umgesetzt und mehr als ein Achtungserfolg sehen wir da nicht. Wir werden sehen, wie es da weitergeht.
Ein deutsches Produkt der SION ? Jetzt wird er wohl in Schweden gebaut – verschiebt sich aber erneut. Die Idee prima. Mal sehen wann es wirklich losgeht und was von alle dem was gesagt und angekündigt wurde übrigbleibt. Der Microlino, der aus Delbrück kommen sollte – ebenfalls verschoben. irgendwie eine Mischung aus internen Debakel und Machtinteressen. KIA mit seinem eNiro. Das Desaster des Jahres finde ich. Lässt die Leute bestellen und dann um knapp ein Jahr verschieben. Ein paar wenige Fahrzeuge gibt es. Toll. Man versteht es nicht oder kaum. Nur wenige Leuchttürme und die Erkenntnis das Ankündigungen oft nur heisse Luft sind. 

Lasst doch einfach die Ankündigungen. Wir sehen ja was passiert. Viel behauptet, aber kommt tut irgendwas – wann auch immer – vielleicht. Auch das ist es, was es lächerlich macht. Dabei ist ganz klar, das immer was schief gehen kann. Völlig normal. Nur zugeben fällt offenbar schwer.

Und was ist mit meiner Ankündigung ? Urlaub mit dem Elektroauto. Klar. Machen wir. SICHER sogar. Das drum herum wird gerade vorbereitet, auch wenn wir bis Ende August ja noch Zeit haben. Aber spannend ist eben nicht das Laden auf einer 6500 km langen Strecke mit einem Elektrofahrzeug, sondern die relevanten Dinge drum herum. Unser Thema ist also: Aufklärung und Information. Denn es wird vielen helfen, die ähnliches planen aber eben auch das Aufzeigen der Möglichkeiten. Nicht in der Zukunft, sondern praktisch jetzt.

Politik: Setzen - sechs

Die Politik gibt seine Realität, die man ja kennt.  Was zu schützen ist das eine – verhindern das andere. Wo wir dann mal bei den vielen Widersprüchen wären. Man will sich ja immer volksnah geben und ist weiter weg vom Volk, als die Politik es selber wahrhaben will. Hambi, der viel ausgelöst hat, der heisse Sommer in 2018, der doch klar machen sollte: Wir brauchen und wir müssen Veränderungen haben. Wie ernst wird das aber genommen, wenn Politik sich nicht traut, auf die Bremse tritt und die Klimabremserin Merkel sich dann um Kopf und Kragen redet, statt zu handeln?

Und zwar konsequent. OK, was will man von einer Politik erwarten, wenn die Zukunft mit Deckelung des PV Strom und damit ein Teil der Energiewende behindert wird ? Oder wenn Bayern zwar erwartet, das der Strom aus dem Norden mit viel Aufwand und berechtigter Kritik, dazu vielen Milliarden in den Süden transportiert werden soll? Gleichzeitig behindert man aber massiv den Ausbau erneuerbarer Energien im eigenen Bundesland. Absurd. Denn klar ist, der dezentralen Versorgung mit Energie gehört die Zukunft. Und die findet nur mit der Verkehrs und Mobilitätswende und mit der Elektromobilität statt. 

Zudem fehlen viele Rahmenbedingungen um die Verkehrswende zu beschleunigen. Ein Beispiel sicherlich, dass ein Eigentümer einer Wohnung andere Eigentümer fragen muss, ob er sich eine Wallbox zum Laden des Elektrofahrzeuges installieren darf – was zu oft abgelehnt wird. Oder die Mobilitätswende, die auch dazu führen muss, das wir den Verkehr verändern müssen, der Lebensraum der Menschen nicht mehr dem Auto untergeordnet werden muss – sondern umgekehrt.

Bald kommen Sie die E-Scooter. Gut so, das sie die Fahrradwege nutzen sollen – Gleichzeitig aber klar ist, das wir heute viel zu wenig, zu schlechte Fahrradwege haben. Es wird zu wenig gehandelt statt massiv zu verändern. Kommunen erwarten viel, dabei haben sie selber massiv verhindert. Sorry Leute, aber Veränderungen müssen weh tun. Das Prinzip von „Dusch mich, aber mach mich nicht nass“ bringt niemandem was. Wie auch.

Der Flugverkehr nimmt massiv zu – begünstigt durch Kurzstrecken aber auch falscher Verkehrskonzeption durch Bevorzugung in dem man steuerlich nicht korrigiert, was hätte längst geschehen sollen. Die Bahn muss aber Steuern zahlen. Absurd.

Da gibt es hier und da Förderungen – die nächste Bundesförderung kommt im Juni, wie wir wissen – jetzt mal Landstromförderung bei der See und Schifffahrt, Wasserstoff wird gefördert, aber sonst stecken wir viel in wenig.

Warum transportiert man das aber so schlecht. Der Förderirrsinn ist nur deshalb ein Irrsinn, weil nur wenige nutzen, was man nutzen kann. Dagegen haben kann man prinzipiell nichts, aber dann bitte transparenter und vor allem unkomplizierter. Apropo unkompliziert: Immer wieder wird von Unkompliziert, einfach gesprochen – im Punkto Förderungen gibt es aber den Anschein, dass es eher komplizierter, statt einfacher geht. Wir kommen zu recht und haben viel zu tun. Aber der, der es mal nutzen will ? Die meisten werden an den meisten Fördertöpfen, sofern sie bekannt sind, aber scheitern.

Ein paar Förderungen in den Ländern Berlin und NRW – die tun gut und sind sicher sinnvoll.  Betrachtet man es mal genau, dann wird die Deutsche Automobilindustrie mal wieder geschützt, mit Milliarden gefördert, aber der Hintergrund ist kaum der, den man in die Innovation stecken würde. Denn Tatsache ist: All das passiert wegen drohender und stattfindender Fahrverbote. Man will sie verhindern – koste es was es wolle. Die Autobauer haben kaum Konsequenzen, auch die, die nötig wären. Spannend bleibt also, welche Informationen das KBA zu verheimlichen hat, wenn es um den Abgasskandal geht. Hier ist gerade das ZDF dran es herauszufinden.

Energieversorger im Widerspruch der Veränderungen

Die Energieversorger sind ebenso im Ankündigen ganz gross. Aber zu Ihren Bedingungen und damit voll im Bereich der Widersprüche. Klar, sie haben eingesehen, das der öffentliche Druck nicht unerheblich ist und im Prinzip geht es eher um Imagefragen statt substanzielle Einsicht und Handeln. Das erkennt man deutlich wenn RWE und EON, die zusammengehen wollen einen auf ÖKO machen, aber damit so ziemlich lächerlich darstellen. Einer, der ganz gross in Kohlestrom macht, in die Schlagzeilen durch HAMBi gelang und jetzt sich ökologisch gibt und Werbung für Ökostrom macht. Es beisst sich. Und die Menschen sind nicht so dumm, wie gerade grosse Unternehmen oft glauben.

Nur wenige Energieversorger und Stadtwerke testen sich aus, testen den Verbraucher, testen das Thema eMobilitäöt weil es hier sehr viel Potential gibt, aber eben auch jede Menge Chancen für neue Geschäftsfelder eines Versorgers. Damit gehen sie zwar auch Risiken ein, aber sie machen. Aber viele sind noch im Dornröschenschlaf. Wie soll man auch Veränderungen herbeirufen, wenn man nicht weiss wie? Es war ja, gerade für Stadtwerke immer Recht bequem da zu sein, aber kaum wahr genommen zu werden. Jetzt hat man die Chance Veränderungen herbeizurufen – die meisten tun sich schwer und die Fehler sind massiv – zumindest unter Berücksichtigung von Verbraucherinteressen. Dafür ist das Gejammer und Forderungen besonders gross.

Die vernachlässigte Bahn

Seit Jahrzehnten sah man die Bahn dahinsiechen. Das Prinzip funktioniert nicht mehr. Nicht nur im Verkehr mit Personen, sondern auch bei den Gütern. Mega ätzend und erschreckend zugleich. Jetzt, mal wieder und recht hektisch muss man sich eingeschehen, dass es nicht läuft. Komisch. Unternehmen handelten und brachten die Güter seit Jahren auf die Strasse und komisch, dass der Autoverkehr zunimmt. Ich selber würde gern wieder öfter Bahnfahren – auf der Langstrecke für mich ideal. Aber die Erfahrungen in den letzten 12 Monaten waren Frust, Ernüchterung, verpasste Termine durch massive Verspätungen – ein echtes Drama.

Die Bahn gibt zwar auch an mehr Passagiere zu befördern. Aber die Unzufriedenheit und die Unpünktlichkeit nimmt zu. In der Sanierungsarbeit am Gleiskörper sind massiv, aber sonst ? Ein bisschen hier und da und jahrelang wurden Ankündigungen von Verbesserungen gemacht. Wenig kam dabei raus. Dabei wäre es nicht nur sinnvoll, sondern auch einfach die Bahn in viele Bereiche der Mobilität – und Verkehrswende einzubinden.

Das Eichrecht verpennt

Aber auch ein weites Thema ist entscheidend. Eichrecht für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen zum Beispiel. Hersteller wussten seit Jahren was auf Sie zukommt, aber man tat wenig bis nichts. Jetzt, wo wir so viel zu tun haben oder besser gesagt hätten, können wir kaum Ladeinfrastruktur bauen. Das Eichrecht verhindert das. Irgendwann soll es soweit sein. Bis dahin heisst es warten, sich erklären, sauer sein und schauen wann was an Produkten kommen wird. Die Zeit drängt.

Fazit: Ankündigungen sind billiges Marketing - sonst nichts !

Kann man mit den vielen unübersichtlichen, oft widersprüchlichen Ankündigungen was anfangen ? Kaum. Nett darüber gelesen zu haben, aber wichtiger wäre ja diese und jene Ankündigung auch ernst zu nehmen. Wieviele tun das und wieviele stöhnen bei der Feststellung: Wieder eine Ankündigung. Klar, man weiss, aus Ankündigungen, Studien und Behauptungen wird oft nicht viel, oder zumindest bleibt in der Regel nicht viel davon übrig.

Das sind jetzt mal ein paar Beispiele und soll nur mal zum nachdenken anregen. Was man insgesamt daraus macht, muss schlussendlich jeder selber wissen. Ob das Marketing wirkt steht auf einem anderen Blatt Papier. Für mich selber und für uns von emobicon zählen aber das Machen. Mit Kunden über das vielleicht irgendwann kommende zu diskutieren bringt uns nicht weiter. Da klären wir auf jeden Fall immer auf. Ja wir denken weiter – müssen wir auch, aber viel Zeit damit zu verschwenden jeder Ankündigung hinterher zu laufen, das tun wir sicher nicht.

Mittlerweile, so beobachte wir, dass jede Ankündigung bei vielen nur noch belächelt wird. Ähnlich wie die Autobauer aus Deutschland, die TESLA zunächst ignoriert, später belächelt haben, bevor man erkannte, das es ernst ist was da passiert und auf uns zu rollt. Was sollte man auch wirklich tun ? Cool bleiben, finden wir.

Ankündigungen sind Marktingmassnahmen und bei Marketing weiss man, dass es oft übertrieben, gelogen, unrealistisch ist. Ähnlich, so kennt das ja jeder, wie die Verbrauchs und Abgaswerte der Autobauer. Jeder weiss,  dass es meistens nicht stimmt, aber man nimmt es hin. Wieviel ERSTHAFTIGKEIT steckt also in Ankündigungen ? Nicht viel finde ich.  Der eine Unterschied ist: Was anzukündigen, dann zu realisieren. Andere kündigen an, kündigen an und kündigen weiter an.

Ich könnte auch viel ankündigen – tue ich aber nicht, weil es keinen Anlass gibt jede Idee, jeden Gedankengang zu zelebrieren und sich mehr lächerlich zu machen, als man für viele schon ist. Die Vergangenheit ist das eine – die Zukunft eine andere und sie wird nicht besser, wenn man nur ankündigt !

Fallen Ihnen noch Beispiele Innovativ diesem Kontext ein ?
Dann her damit: Die Kommentare werden kurzfristig freigeschaltet

2 Gedanken zu „Elektromobilität: Warum Ankündigungen uns nicht weiter bringen

  1. Ich habe sogar ein Buch geschrieben, wie „UNSER VERKEHR 2041“ aussehen wird. Ich habe keine Glaskugel, aber ich denke einen analytischen Verstand zu haben. Ich habe zusammengestellt, was heute schon machbar wäre und wie das in Zukunft aussehen wird / könnte. Die Veränderungen werden gravierend sein und dadurch habe ich wieder ein bisschen Verständnis für die Automobilwirtschaft etc,. Wenn sie heute sagen würden, wie der Verkehr morgen aussehen wird, dann könnten sie ihre Werkstore sofort schließen.

    1. Hallo Herr Sonneberg

      Danke für Ihren Kommentar.

      JA, auch wir sehen massive und viel grössere Änderungen die heute für die meisten nicht vorstellbar sind. JA, sie haben recht: Die Hersteller wissen genau um Ihre Postion und auch der Politik dämmert, was da auf und zukommt. Aber bremsen kann kein problemloser sein, oder ?

      Ihre Internetseite ist empfehlenswert. Danke für Ihren Blick und die Infos darüber

      Gruss Stefan Blome | emobicon

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.