Förderung: Neben dem Umweltbonus kann es noch mehr geben

von | 13.12.2020 | Förderung Elektromobilität | 0 Kommentare

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Bild: emobicon®

Elektromobilität boomt und die Förderungen für Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur werden gut genutzt. Die meisten sehen in der Regel nur die BAFA Förderungen. Das ist ein guter Start. Oft wird aber weit darüber hinaus gefördert. Ob diese Fördermaßnahmen kumulierbar sind ist dabei immer ein Einzelfall. Aber wussten Sie, dass auch Verbände, Stadtwerke und Energieversorger Förderungen bieten? Natürlich gelten entsprechende Bedingungen, aber immer wieder lohnt es sich nachzufragen. 

Vergleichen macht durchaus Sinn. Denn so kann man im Einzelfall 900 € KfW Förderung für die Wallbox erhalten, zusätzlich noch vom Stadtwerk vor Ort eine Stromgutschrift oder einen weiteren Zuschuss zur Installation. Bedingungen ist dabei meistens, dass man dort auch Stromkunde ist. Aber sich zu informieren, kann sich lohnen.

Kombinationen aus Fördertöpfen können sinnvoll sein

Das Fahrzeug heute zu Hause oder beim Arbeitgeber zu laden macht Sinn und bequem ist es auch. An einem Beispiel wollen wir aufzeigen, was möglich ist: So bieten die Stadtwerke Schlema Aue an, neben der Förderung der KfW die Kosten für den Einbau und den Anschluss der Ladestation mit 11 kW Ladeleistung zu übernehmen, denn auch die Installationsarbeiten werden gefördert. Auch andere sogenannte EVU`s wie Stadtwerke Düren, Werl, Dinslaken fördern eigenständig. Sogar eine Kombination aus Haushalts- und Ladestrom kann im Einzelfall sinnvoll sein oder Kombinationen mit einer Ladeflaterate. Der Markt ist heftig in Bewegung, deswegen sind Informationen alles.

Fragen Sie gezielt nach Unterstützung

Dieses (Förder-) Modell, so hören wir, gibt es immer öfter. Zum einen muss sich der Interessent nicht mehr selber um Kostenvoranschläge bei Elektroinstallationsbetrieben bemühen und ausserdem schafft es durchaus Sicherheit, dass Energieexperten diese Aufgabe übernehmen. Viele Elektriker, so hören wir, wollen diese Kleinaufträge auch nicht mehr machen. Verständlich, denn es ist wenig lukrativ. Auch wir sehen hier keinen Sinn und keinen Mehrwert, auch, weil es darum geht 900 € Zuschuss als 100 % Maßnahme zu sehen. 

Wie könnte das also praktisch funktionieren: Fragen Sie Ihren Energieversorger oder das Stadtwerk, welche Möglichkeiten es vor Ort gibt, welche Ladestationen sie im Programm haben und wie sie konkret unterstützen können. Helfen wird auch eine Suchmaschine: „Fördernavi, Elektromobilität“ eingeben. Schon erhalten sie viele Möglichkeiten.

Fördernavi nutzen

Besonders sinnvoll, so unsere Erfahrungen, ist die Installation bei  Wohnungseigentümergemeinschaften, Mieter, die mit Zustimmung ihres Vermieters auf eigenen Kosten Ladestationen installieren und Vermieter, sprich Privatpersonen, Unternehmen und Wohnungsgenossenschaften. Zumindest immer da, wo es keine Förderung aus anderen Töpfen gibt. Denn mehrere Ladestationen an einem Ort sind auch eine Herausforderung. Sowohl bei den Kosten, als auch bei der Umsetzung. Eine zentrale Liste gibt es nicht, denn immer wieder ändern sich Anbieter oder deren Bedingungen, die angepasst werden müssen. Schauen Sie auf die Webseiten verschiedener Anbieter oder rufen Sie gezielt an. Eine Liste über die EVU`s mit Förderprogrammen in NRW erhalten Sie HIER.

Regelmässig informieren hilft

Der Förderantrag ist zu stellen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) unter: www.kfw.de. Wichtig ist dabei: der Antrag muss vor dem Erwerb der Ladestation eingereicht werden. Auch für die Anschaffung von Elektrofahrzeugen ist eine Förderung von bis zu 9.000 Euro möglich. Ein entsprechender Förderantrag ist zu stellen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter: www.bafa.de.

Informieren Sie sich über Förderungen auch bei Bundesländern und von Verbänden. Hier können sie, zum Beispiel das Fördernavi nutzen. Was heute noch nicht möglich ist, kann aber morgen möglich sein. Deshalb regelmässig informieren.

Es ist vieles möglich und sinnvoll erscheint uns die Förderung auch, denn die Kosten können erheblich sein. Leider wird das im Einzelfall immer wieder unterschätzt.

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Über mich: eMobil Experte | Coach | Projekt Planer bei emobicon®

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Autor: Harald M.

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