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Flixbus: Erster Elektro-Bus im Fernverkehr

Die Elektromobilität erreicht das Fernbus-Geschäft. Flixbus setzt ab sofort einen vollelektrisch angetriebenen 40-Sitzer zwischen Frankfurt und Mannheim ein.

von Micha | emobicon

Die Wahl eines chinesischen Modells soll ein Appell an die europäischen Hersteller sein, denn die haben zur Zeit kein passendes Fahrzeug im Programm.

Heute nahm der erste vollelektrische Fernbus Deutschlands seinen Betrieb auf. Das Fahrzeug der chinesischen Marke BYD  hat zudem eine neue Farbgebung. Der Elektro-Bus ist nicht hellgrün wie alle anderen Flixbusse, sondern seine Folierung ist farblich eine Mischung aus  Grün und Blau.

Jeweils 115 km mit grünem Strom

Der Bus bis zu viermal täglich zwischen Frankfurt und Mannheim und hält auf dem Weg noch in Heidelberg und am Frankfurter Flughafen. Insgesamt ist die Strecke etwa 115 Kilometer lang. Der Bus lädt ein- bis zweimal tagsüber sowie über Nacht Strom nach. Die Ladestationen befinden sich an den Endhaltestellen, wo der Bus über zwei Stecker jeweils mit 80 Kilowatt lädt. 

Den Strom liefert die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy, wodurch gewährleistet ist, dass er vollständig aus regenerativen Quellen gewonnen wird. Flixbus zufolge bestätigt eine Studie, dass der E-Bus während seines Betriebs 100 Prozent der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu einem Dieselbus einspart. Dies entspreche etwa 82 Tonnen CO2-Emissionen im ersten Jahr.

Mobilitätswende und ein deutliches Zeichen

In der Anschaffung ist das Fahrzeug dem Unternehmen zufolge rund doppelt so teuer wie ein herkömmlicher Dieselbus. Flixbus-Deutschland-Manager Fabian Stenger sprach von einem Zeichen, dass die Mobilitätswende möglich sei. „Zeitgleich sind die ersten E-Fernbusse in unserer Flotte ein Signal an die Bushersteller, Innovationen voranzutreiben und Alternativen zum reinen Diesel-Antrieb zu entwickeln.“

Ein Signal an die europäischen Hersteller

Der von Flixbus eingesetzte BYD C9 ist 12,3 Meter lang, wiegt leer 14 und maximal beladen 25,4 Tonnen und verfügt über 40 Sitzplätze. Seine beiden Elektromotoren sind jeweils 180 kW (245 PS) stark und verfügen über ein Drehmoment-Maximum von je 1.500 Nm. Die Kapazität der Batterie beträgt 350 Kilowattstunden, was laut Werksangaben von BYD für gut 320 Kilometer reichen soll. 

Mit Flixbus‘ Entscheidung für ein chinesisches Modell will Fabian Stenger auch den Druck auf die europäischen Hersteller erhöhen: „Die ersten E-Fernbusse in unserer Flotte sind ein Signal an die Bushersteller, Innovationen voranzutreiben und Alternativen zum reinen Diesel-Antrieb zu entwickeln“, sagte der Flixbus-Geschäftsführer für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei der Vorstellung des Elektro-Busses.

Paris - Amiens in Frankreich ist schon elektrisch auf Tour

Die Linie von Frankfurt nach Mannheim ist nicht die erste, die von Flixbus mit einem Elektrofahrzeug bedient wird. Bereits im Frühjahr nahm in Frankreich ein Yutong ICe 12 den Betrieb auf, der auf einer rund 130 Kilometer langen Strecke zwischen Paris und Amiens pendelt.

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