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emobicon begleitet STADTWERKE Projekte

Elektromobilität ist so viel. Nicht nur Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur gehören dazu, sondern Handling und Umgang sind ebenso wichtig.

Wenn man dafür etwas braucht, dann ist es Kompetenz, einen Plan, Geduld und die richtigen Partner. Eine Herausforderung und eine Chance für Stadtwerke , eine grosse Aufgabe für uns.

Mit einem Anruf bei emobicon fing alles an: Ladeinfrastruktur , Streetscooter , Förderungen zur Elektromobilität , Elektrofahrzeuge . Die ersten Schlagwörter. Dann wollen wir mal. Ein erstes Treffen, der Austausch und viel Diskussion.

von Micha|emobicon

Angefangen hat alles vor etwas 5 Monaten, als es das Telefon klingelte: „Wir wollen Elektromobilität und Elektrofahrzeuge “ Eine Herausforderung. Sowohl für Stadtwerke , aber auch für uns. Spontan fiel uns ein: Ladeinfrastruktur , Streetscooter , Tarifstruktur , viel Arbeit, aber auch Ansporn.
Wir trafen uns zum ersten persönlichen Kennenlernen, zum Austausch.

Wir sortierten die Möglichkeiten, hörten uns die Wünsche an und nun waren wir gefragt. Was ist möglich und was ist sinnvoll ? Wir freuten uns, denn unsere Möglichkeiten waren endlich voll gefragt.

Die Erarbeitung von Konzepten kann der START sein

Es ist lukrativ geworden, aber eben auch sinnvoll, wenn man Förderungen nutzt, um ein Thema zu unterstützen. Ladeinfrastruktur ist ein wichtiger Baustein, aber eben nur einer.

Wir brauchen ein Konzept, ein Fahrplan, denn wir müssen von vorne anfangen. Dafür müssen wir Grundlagen schaffen, denn nur wenn man versteht, um was es geht ist man fähig zu entscheiden und zu handeln. Die Grundlagen waren nun also gesetzt.

Da wir wissen, wie eMobilität funktioniert, wollten wir eben gleich was richtiges, was ehrliches. Das was Hand und Fuss hat. Der erste Step ist eine Mitarbeiterschulung, ein Workshop. Es geht darum zu erörtern wie eMobilität funktioniert, auf was es ankommt. Welche Mythen gibt es, welche Ängste gibt es. Wichtig war aber auch zu verstehen, welche Chancen eMobilität bietet. Es geht um die Region, um das Geschäftsfeld Elektromobilität.

Das Grosse, das Ganze mit all seinen Facetten. Uns war klar: Es wird nicht leicht, denn es geht auch darum Verständnis zu schaffen, aber eben auch Strukturen im Unternehmen, denn Sie sollen sich gut damit fühlen und wissen, das Sie damit alles richtig machen – auch in Zukunft.

Ladesäulen kann nur ein Baustein sein

Bevor wir zu den Ladesäulen kommen, brauchen wir aber noch bisschen mehr. Ein Zugang zum aufladen ist wichtig und noch wichtiger war zu vermitteln, das eine Insellösung kein Thema sein darf. Es war für uns schnell klar, das Stadtwerk und Ladenetz mehr als gut zusammenpassen. Hier gibt es so viele tolle Möglichkeiten für das Stadtwerk und für den Nutzer hat man ein System was über den Ortsrand hinaus im Roamingsystem funktioniert.
Da Ladesäulen nur ein Baustein sein können, erzählten wir von unserer jahrelangen Erfahrung.
Wir haben viel erlebt, viel hinnehmen müssen, aber eben auch die positiven Leuchttürme gehabt, die uns eMobilität einfach gemacht haben. In den letzten Jahren ist viel passiert. Auf vielen Ebenen. Längst sind wir noch nicht am Ziel, aber man kann die Chancen, die sich bieten, nutzen, oder ?

Was braucht und erwartet der Kunde und Nutzer von Elektromobilität ? Das war der 2. Step. Unsere Erfahrung und Erlebnisse sind die Grundlage zur Erarbeitung von Möglichkeiten. Die Tarifstruktur, ein attraktives Angebot für den Kunden, aber auch die wirtschaftliche Darstellung für das Stadtwerk. Man muss sich verändern. Im Sinne des neuen Geschäftsfeldes. Das heisst auch Mut zu haben.

Den Mut haben wir bei unseren Projekten gespürt. Vielleicht auch oder gerade wegen unserer Fähigkeit Menschen auf diesem Weg mitnehmen zu können und dadurch eine Vertrauensbasis zu schaffen. Das allein macht vieles einfacher und vieles möglich.

Die Begeisterung muss bei allen ankommen

Die Theorie der Elektromobilität ist das eine. Aber man muss die Praxis kennen und erlebbar machen.
Die Begeisterung von uns reicht nicht. Die Begeisterung muss bei allen ankommen.
Sie fahren noch anderes. Relikte aus der Vergangenheit. Daran hält man fest oder man probiert anderes aus. Elektrofahrzeuge. Diesel und Benziner in verschiedenen Fahrzeugklassen. Und da man eben zeigen kann, das es auch anders geht sollte man mal Elektrofahrzeug gefahren sein. Nicht nur paar Kilometer, sondern öfter und immer wieder. Die Ängste und Mythen der eMobilität im Kopf, müssen durch das eigene „erfahren“ weg. Und gibt es dann noch Gesprächsbedarf, sind wir natürlich da. Es geht nicht darum was schön zu reden. Das tun wir nie. Es geht darum zu zeigen, das eMobilität gehen kann. Wenn man es richtig angeht.

Ca. 80% der Ladevorgänge finden zu Hause oder in Unternehmen statt.

Nachdem nun die Struktur und die Richtung feststeht, geht es in die Organisation des Projektes.
Ladestruktur planen, sinnvoll ausfüllen und sich davon lösen, das es falsch ist, wenn man Ladestruktur nach Einwohner und vorhandenen Elektrofahrzeugen konzipiert. Warum ? Ca. 80% der Ladevorgänge finden zu Hause oder in Unternehmen statt. Die Elektroautofahrer die heute bereits elektromobil unterwegs sind werden kaum im eigenen Ort laden. Was ist aber mit Menschen die Ihr Elektromobil aufladen möchten, aber wegen fehlender Möglichkeit das nicht können ? Unser Konzept setzt da an, woran andere oft nicht denken.

Es geht auch darum Menschen ohne eigene Lademöglichkeit von eMobilität zu überzeugen

Was kann man also tun ? Eine Menge finden wir.

Wir stellten uns die Frage: Was kann man tun, wenn ein Interessent eine Elektroauto fahren will, aber nicht so einfach laden kann ? Nur schwer zu vermitteln und in der Praxis nur selten sinnvoll ist es, wenn man nicht laden kann, wenn man will oder es braucht. Wir entwickelten spezielle Tarife, sogenannte Autostromtarife und wir brauchten in unserem Konzept die Hilfe der Stadt, denn einen eigenen Parkplatz haben nicht alle.

Eine neue Runde Überzeugungsarbeit war zu leisten und siehe da: Es geht. Ein bisschen Wille und Druck war nötig, aber dann konnten wir mit der Idee punkten. Und so geht es bei uns: Ein Kunde möchte ein eMobil, hat aber keinen Parkplatz. Er meldet seinen Wunsch und die Absicht dem Stadtwerk, schliesst dort ein speziellen Stromtarif ab. Entweder Haushaltstrom und Autostrom Kombination oder nur den Autostrom „classic“

Nun gehen die Stadtwerke auf die Suche nach einer Park-und Lademöglichkeit in der Nähe. Zusammen mit der Stadt schafft man die Möglichkeit für den „privaten Parkplatz“. Dort wird man entweder einen Laternenlader installieren oder eine Wallbox bzw. Ladesäule.  Durch Förderung sind die Kosten überschaubar, der Rest gut angelegtes Geld.

Eine zweite Möglichkeit ist, dass das Stadtwerk mit Unternehmen in der Region redet und dort auf Mitarbeiterparkplätzen Lademöglichkeiten schafft. Entweder über den Arbeitgeber oder eben wieder mit dem Autostromvertrag, bei dem man entsprechend abrechnet. Auch das funktioniert bereits prima und konnte schon umgesetzt werden. Wir haben die Argumente geliefert, waren bei den ersten Gesprächen dabei und konnten so Hilfe leisten.  Die Entwicklung ist längst nicht abgeschlossen. Auch Nachlegen werden wir. Es muss einfach für den Nutzer sein und wirtschaftlich für den Betreiber.

Die Unternehmen vor Ort müssen mit ins Boot

Das Leben im Ort heisst nicht nur wohnen. Sondern man geht einkaufen, nutzt Freizeitaktivitäten, nutzt die Gastronomie u.a. Das war ein weiterer Ansatz und in unserem Konzept ein Thema. Erstmal klingt es nach viel Überzeugungsarbeit, so eine Art „Klinkenputzen“ Wie ist es aber wirklich ?

Klar ist um es „rund“ zu machen: Die Unternehmen vor Ort müssen mit ins Boot.
Parkplatz haben die meisten Unternehmen. Das Stadtwerk stellt an den Parkplätzen Ladesäulen auf, stellt den Strom zur Verfügung und die Nutzer können mit Ihrer Ladentzkarte Ihr Auto dort laden, während Sie essen, shoppen und sich dort aufhalten. Eigentlich leicht und es funktionierte tatsächlich. Noch nicht bei jedem, aber je sichtbarer ist ist und wird, je mehr werden sich sicher beteiligen. Auch dieser Teil des Konzepts konnte das Stadtwerk überzeugen. Jetzt heisst es dran bleiben.

Die grösste Herausforderung war, die Überzeugung, Mut zu zeigen 

In den ganzen Monaten mit vielen Gesprächen, Ideenaustausch, Erfahrungen sammeln stellten wir eines besonders fest: Die grösste Herausforderung war die Überzeugung Mut zu zeigen. Mut gehörte auf allen Seiten dazu und wir sind dankbar dafür das wir diese Erfahrung machen konnten, die uns natürlich hilft nun in neuen Projekten noch besser zu sein und vor allem: Einen Schritt voraus.

Elektofahrzeuge für den eigenen Fuhrpark muss man suchen

Gewerbliche Fahrzeuge gibt es aktuell noch wenig. Das muss man sich im Einzelfall anschauen.
Diese Herausforderung hatten wir nun bei allen Stadtwerken, wobei das eine Unternehmen ein Tochterunternehmen ist, nämlich Abfallwirtschaftsbetrieb und zuständig für Ordnung un Sauberkeit.

Streetscooter ist eine Möglichkeit – immer den Einzelfall betrachtet. Den passenden Elektro PKW zu finden,  war dagegen einfach. Ein Elektro LKW ist schwierig, aber auch da kommen wir weiter. Da sind wir gerade dran. Elektrofahrzeuge für den eigenen Fuhrpark muss man suchen. Denn noch ist nicht alles da, aber gleichzeitig ist schon mehr möglich, als man glaubt und das sogar meistens ohne Kompromisse. Selbst ein elektrischer Bus.
Die passende Ladeinfrastruktur im Unternehmen ist dabei die kleinste Herausforderung.

Am wichtigsten für alle war aber auch eine mögliche Förderung. Wir sind „Trüffelschweine“ – wir suchen und finden oft die passende Förderung und damit auch die Lösung, die uns viele Möglichkeiten ermöglicht.

Jedes dieser Stadtwerk-Projekte hat Gemeinsamkeiten, aber grösser und  unterschiedlicher sind die individuellen Herausforderungen. Das hat es für uns spannend gemacht und tut es noch bis heute.
Gefunden haben wir aber sehr viel Kraftanstrengung und dann noch den Wunsch, die Möglichkeiten zu nutzen und ein neues Geschäftsfeld auf zu bauen.  Sehr viel Vertrauen hat man uns entgegen gebracht und dieses Vertrauen nutzen wir für die richtige Richtung !

Wenn diese Projekte einen bestimmten Status erreicht haben, werden wir mit Bildern und weiteren Informationen öffentlich werden.  Denn auf die ersten Ergebnisse und positiven Reaktionen der Öffentlichkeit können wir stolz sein. Noch sind wir nicht am Ziel, aber schon viel weiter, als wir gedacht haben.

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