Elektromobilität: Wer steht denn da auf der Bremse? WIR ALLE!

von | 25.07.2020 | Allgemein | 0 Kommentare

Bremsen, das tut man eigentlich nur wenn man anhalten will, oder es gilt die Geschwindigkeit zu reduzieren. Aber man kann auch ausgebremst und damit behindert werden. Das passiert täglich in vielen Bereichen und auch im grossen Themenfeld Elektromobilität. Es ist nicht zu Ende gedacht, oder dessen Zusammenhänge werden vergessen oder sogar absichtlich ignoriert. Es ist nicht nur das Thema, sondern deren Marktbegleiter, auch Politik und Wirtschaft. Bremsklotz ist sicher auch die Lobby und Interessengruppen aller Art.

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Grosse Bremser ist auch manch Journalist und Blätter deren Wichtigkeit Klicks statt Objektivität sind. Grösster Bremser aber, aus unser Sicht: Wir selbst. Die Nörgler, Besserwisser und Theoretiker. Die, die sich einreden aus der Theorie die Wirklichkeit zu machen und eine Gesellschaft die immer noch nicht verstehen will wo die Reise hingeht. Wir müssen handeln, wir müssen verändern und verstehen, dass es so nicht weitergehen kann und darf. Viel zu lange haben wir so viel falsch gemacht. Die Bequemlichkeit aller wird zur Rechtfertigung der Dummheit?

Was ist eigentlich Elektromobilität?

Elektromobilität (auch E-Mobilität oder englisch E-Mobility) bezeichnet das Nutzen von Elektrofahrzeugen und kann wie folgt definiert werden: „Elektromobilität ist ein hochgradig vernetzender Industriezweig, der sich auf das Erfüllen von Mobilitätsbedürfnissen unter Nachhaltigkeitsaspekten fokussiert und dafür Fahrzeuge nutzt, die einen Energiespeicher mitführen sowie einen Elektroantrieb verwenden, der im Grad der Elektrifizierung variieren kann.“

Der Begriff Elektromobilität wird vielfach auch für Programme verwendet, welche das Nutzen von Elektrokraftfahrzeugen fördern. Während in Artikeln wie elektrische Bahnen, Elektroauto, Elektromotorroller, Elektromotorrad, Elektrodreirad, Batteriebus, Elektrolastkraftwagen und Elektrofahrrad die technischen, fahrzeugbezogenen Aspekte betrachtet werden, werden in diesem Artikel besonders öffentliche Förderprogramme, Technik der Ladesysteme und die Lade-Infrastruktur behandelt. Im weiteren Sinne ist auch die – schon vielfach etablierte Elektrifizierung – des öffentlichen Verkehrs- und Transportwesens (v. a. des Schienenverkehrs) eingeschlossen, wird jedoch im aktuellen Rahmen eher selten genannt. Quelle: Wikipedia

Kein Frust, keine Langeweile, aber Bock auf das Thema 

Puh. Was ein Thema und wie analysiert man so viel Komplexibilität? Erstmal resetten und erstmal verstehen, dass Elektromobilität nicht allein das Fahrzeug ist und nicht allein die Ladesäule. Es ist soviel Mehr: Freiheit, Mobilität,  es hat was mit Existenz zu tun und Familie und ist ein grosser Brocken Wirtschaft.

Elektromobilität ist das, was uns bereits Jahrzehnte begleitet und jeden von uns betrifft und nutzen wird. Direkt und Indirekt. Die meisten wissen aber gar nichts, weil die meiusten es nicht wissen wollen. Die meisten haben sich nie damit beschäftigt und die meisten von uns kennen weder Zusammenhänge noch die Fakten. Aber drauf hauen das tun sie alle. Meist unqualifiuiert, denn eine Behauptung ohne Zusammenhang ist nicht nur dumm, sondern fatal.

Und schlimmer wird die Tatsache, dass wir in allen Bereichen durch Social Media soviel Mist aufgetischt bekommen, dass man oft nur noch den Kopf schütteln kann. Aufregen? Ich? Eher selten. Dafür bin ich schon zu weit im Thema und es langweilt mich welche Dummheit hier ganz offensichtlich wird. Ich bin nicht müde darüber aufzuklären, aber es ist sinnfrei anonym was zu schreiben und meine Zeit zu opfern, weil man nicht verstehen will, sondern sooft ein verkorksten Standpunkt hat. Ich erlebe auch, dass es so manchem Experten genau so geht. Immer noch zu wenig!

Aber ich hab Bock auf das Thema. Seit vielen Jahren und ich bin kein Theoretiker, sondern erlebe die Praxis, kenne Zusammenhänge, erkenne den Wandel, die Veränderungen.

 

100 € pro Liter fossilen Kraftstoff?

Es ist mein Ding und deshalb engagiere ich mich mit Leidenschaft. Und sehe das es geht, auch, weil es das muss. Dabei darf sich dieser Komplex der aus so vielen Einzelbausteinen besteht entwickeln. Sieht aber so mancher nicht. Wollen auch viele nicht. Klar ist und das ist beruhigend: Es passiert sowieso. Eine Veränderung die nicht mehr aufzuhalten sein wird. Mit oder ohne uns.

eMobilität sind nicht nur paar Räder, ein Elektrofahrzeug, es ist so viel. Direkt und indirekt und von so vielen Seiten zu betrachten.

Nein, es ist nicht teuer, weil fossiles Verbrennen viel teurer war und ist und noch teurer werden wird. Man will es nur nicht sehen. Zu wenige kennen die wahren Kosten, also braucht mir auch keiner kommen, wenn es um Förderung für die Elektromobilitöät geht. Gefördert wird von Anfang an das Verbrennen fossiler Rohstoffe: Direkt und hauptsächlich indirekt, denn 1 Liter Kraftstoff müsste 100 € kosten und es wär immer noch zu wenig für die Schäden die die Allgemeinheit trägt. Es wird nicht gesehen. Aus Bequemlichkeit, aus Dummheit, Desinteresse und Verblendung der Realität. „Ja, aber…“! Nein und nochmal Nein zu dieser Rechtgfertigung für das was nicht länger zu rechtfertigen ist.

Ich selber habe mitgemacht was normal wurde: fossile Kraftstoffe verbrennen, Umweltkatastrophen fördern, Luftverschmutzung hinnehmen und kleinreden. Es war und ist ja so bequem und ist es in dem Wahn vieler leider immer noch. Noch dicker der SUV, 15 Liter Verbrauch – normal – ist ja bequem. Was scherrt mich das Geschwätz. Ich. Ich. Ich. Schämt Euch. Ich tat es – hinterher, als ich anfing so manches zu hinterfragen und zu entdecken wofür viele heute noch zu feige sind. Die Realität zu sehen. Mit den eigenen Augen, dem eigenen Körper zu erleben wie es ist seine Bequemlichkeit auszuleben. Und weil man ein, zwei, drei offene Punkte hat mit denen man nicht zurecht kommt muss die Dummheit der Gewohnheit für so manch dämlichen Kommentar herhalten und viele merken nicht mal wie sehr sie sich widersprechen.

Und in meiner Entwicklung ist jetzt alles anders. Nicht nur die Mobilität die elektrisch ist, wenn ich es individuell betrachte. Noch so einiges mehr gehört dazu: Gemüsekiste von regionalen Bauern, regelmässige Einkäufe im Bioladen, Gelegentlich Fleisch vom Bauern um die Ecke, selbst und sessional kochen und so viel mehr. Ist leckerer, günstiger, nachhaltiger – denn ich sehe den Nutzen und ich konnte diese kleine Ungewohnheit spielend in meinen Alltag einbauen. Ausreden gibt es nicht – wenn, das sage ich bewusst und deutlich und offen, Billigargumente sind dumme Ausreden – keine Substanz. Auch das Gleiche wie bei der Mobilität: Geht nicht, zu teuer, zu viel Zeit und so viel Bla bla in der Rechtfertigung die nur die Unfähigkeit mancher zeigt.

Eines ist sehr sehr sicher: Würde das Verbrenner von fossilen Rohstoffen teurer, dann würden die meisten ganz schnell verstummen. Man würde sich arrangieren, probieren und wetten? Es würde funktionen. Elektromobilität wäre längst da, wo sie hingehört. In die Köpfe, im Bewusstsein, im Alltag der Menschen. Klar ist eben, dass was man nicht selber sieht, spürt und erlebt existiert für viele nicht. Klimawandel? Ist doch schön draussen, fossile Brennstoffe? Sind doch bequem und was hat das eine mit dem anderen zu tun? Erschreckend die Naivität von so vielen. Der Zusammenhang des Lebens will man nicht sehen – denn Landwirtschaft hängt vom Klima ab, vom Regen, der Wärme, von Jahreszeiten – nur mal so kurz reingebracht. Und weil es für die meisten egal ist, ob ich 6 oder 12 Liter für 100 km verbrenne ist die erschreckende Erkenntnis: Die dumme Bequemlichkeit über alles. Man oh man: Darf sich was entwickeln? JA verdammt nochmal. Mobilität verändert sich eh und wenn man es halbwegs richtig machen kann, dann sollte ich es tun. Es gibt null Rechtfertigung für nichts. Alles gehört auf den Prüfstand: Das Wie wir leben, Mobilität, Konsum, Reisen, Antriebe, Energie, Ernährung alles alles alles!

Zu viel Emotion für eine faktenbasierte Situation

Und die Mobilität ist dabei so wichtig, dass manche alle Zusammenhänge komplett ausblenden. erschreckend. Emotionsgeladen kann man lügen, weil viele glauben ohne zu hinterfragen. Schlimm. Das Auto verändert die Persönlichkeit grundlegend. Es ist für viele mehr als die Notwendigkeit, mehr als Freiheit, wichtiger als das unmittelbare Leben. Es liegt tiefer im Hirn des Menschen verankert als Beziehungen zu anderen Menschen. Wenn den Menschen Beziehungen wichtiger wären als ihre Fahrzeuge, würden sie nicht dulden, dass ihre Liebsten Tag für Tag durch den Kraftfahrzeugverkehr gefährdet werden.

Was verlieren wir? Nichts!

In Deutschland, geben die Haushalte im Schnitt mehr für ihre Autos aus als für ihre Kinder. Auch deshalb kommt es nicht von ungefähr, das die Persönlichkeit und Aggression bei vielen Autofahrer tiefe Gräben aufzieht. 

Es ist kein flacher Spruch wenn ich behaupte: Manch Autofahrer würde eher die Ehefrau verkaufen, als auf sein Fahrzeug zu verzichten. Das lässt tief blicken. Und klar ist: Spezialfelgen, spezieller Lack, spezielle Ausstattung – der Status der mehr Wert hat, als alles andere was wichtig wäre, wie Lebensmittel, Natur, Relaxen, Geniessen, Familie, echte Freunde… Erschreckend.

Was verlieren wir denn? Nichts. Wir gewinnen. Massiv und nachhaltig. Ist Egoismus das wert? 

Wir als Gesellschaft ertragen jetzt mehr und freiwillig als später den Zwang, denn der kommt, wenn wir jetzt nicht tun, was wir tun müssen – Veränderungen in allen Bereichen. Und dabei ist das, dass kleinste Übel: Tempolimit, Maut und Co. Das kommt sowieso, auch bei uns. Bei unseren europäischen Nachbarn ist das längst da und viel mehr. Das Gute: Wir können davon profitieren, weil wir sehen wie sie es richtig machen. Wir sind keine Insel und nur Deutschland aber nicht die Welt. Die Energie die wir jetzt in Frust stecken sind in Ideen und Umsetzung eh viel besser aufgehoben.

Politik und Lobby im Widerspruch

Nicht weniger wichtig ist das was die Politik sagt, was sie tatsächlich tut und welchem Widerspruch sie sich selber aussetzt.

Eine Erkenntnis gibt es: Die Politik weiss: Sie muss sich und Ihre Entscheidungen ändern, tut sich aber schwer damit. Das hat bekanntlich Gründe. Viel zu lange, zu zögerlich und widersprüchlich hat man sich hier verhalten. Oft will man auch, kann dann doch nicht so, wie es wichtig wäre. Denn wie längst bekannt ist bewegt sich die Politik mit dem der Wünsche der betroffenen Industrie. Mit nicht nur zahlreichen Lügen und Verbreitung von Unwahrheit, sondern auch mit einer Art der Bestechlichkeit durch z.B. Parteispenden gibt sich die Wirtschaft ein Stelldichein in den Büros der Macht. 

auf dem SIMPLON Pass

Die Industrie hat zu lange geschlafen und ignoriert

Und was passiert? Es passiert das, was passieren muss. Die Politik sagt das was die erfolgreichste Lobbyarbeit von sich gegeben hat ohne wirklich zu hinterfragen wie es aussieht mit echten Massnahmen die der Sache helfen. Formulierungen die gut klingen, pressewirksam verbreitet und dann? Hinterfragt man manche Aussage, dann kann man sich oft nur wundern.

Das Ziel ist in weiter Ferne. Sie widersprechen sich und geben für die Vergangenheit Geld aus, statt dieses für die Zukunft zu nutzen. Dazu gehört die Boffensichtliche Behinderung der notwendigen Energiewende, zögerliches Verhalten, Milliarden Entschädigungen von Energieversorgern. Allen wird man gerecht – aber der Sache nicht. 2038 eine Zahl für den Ausstieg aud´s der fossilen Energie? Puh. Und was passiert bis dahin? Wir werden leiden.

Ähnlich im Thema eMobilität. Man will und man tut. Aber was und vor allem wie? Das man der Autoindustrie entgegen kommt und Plug in fördert obwohl jeder weiss wie falsch das ist? Weil die Industrie der Politik erzählt hat, wie gut das ist? Nein ist es nicht – nur in sehr kleinem Rahmen und wenn schon, dann bitte so dass man vorschreibt regelmässig zu laden. Wir erleben es im Alltag, dass Plug in Hybride, gefördert durch die Politik auf Wunsch der Automobilindustrie nicht geladen werden, sogar zum teil nie – mit der Frage: Was soll das dann? Und dazu kommt dann das der Verbrauch von Kraftstoff von theoretischen 2,1 Liter auf 10 Liter pro 100 km normal ist. Das nicht gut, schon gar nicht richtig sein. Es ist grundlegend falsch.

Längst liegen so viele Szenarien vor und längst wird an Massnahmen gearbeitet. Es kann auch Zwang durch Auflagen, Verordnungen und Gesetze bedeuten. Das Risiko steigt auch deshalb, weil juns die Zeit wegrennt und das die EU viel Einfluss nehmen könnte. Und nochmal: Es geht nicht njur um Elektromobilität sondern alle Bausteine der Veränderungen die da mit reinspielen.

Wasserstoff als ganzheitliche Lösung?

Immer wieder geht es um Wasserstoff, ein toller Stoff der sicher Teil der Gesamtlösung sein wird. Aber sicher nicht in der individuellen Mobilität. Werden sie, können sie aber nicht günstig und sicher auch nur eingeschränkt. Fakt ist: Der Automobilbau sieht keine Chance dafür – hat sich quasi davon verabschiedet. Mit gutem Grund. Man muss zu viel Energie einsetzen, um einen Teil davon tatsächlich nutzen zu können.

Wir haben auch unsere Einschätzung dazu geschrieben und sie deckt sich in grossen Teilen mit der von anderen. Batterietechnik und die Möglichkeiten damit sind schon zu weit und viel praktikabler. Auch verschiedene Medien sehen es so. Schauen Sie mal rein.

Die Zeit des Wachstums ist vorbei

Wie oft war es nicht nur ärgerlich sondern fatal mit welchen Entscheidungen die Politik an die Öffentlichkeit gegangen ist und Teile der Ergebnisse sehen wir jetzt.  Da ist eine Technologie, namens Elektromobilität, seine Begleiterscheinungen von Ladeinfrastruktmassnahmen, ausgelobten Förderungen, die Interessengruppen der Energiewirtschaft und der Automobilindustrie, Vorgaben der EU, die Pariser Klimaziele und die wenig ambitionierten Massnahmen die notwendig wären, um voran zu kommen. Die deutschen Hersteller – die Leitindustrie unseres Landes die ziemlich weit abgeschlagen wirkt, wo es um zehntausende Jobs geht, die wegfallen werden – aber Start ups und Technologieführer Stellen schaffen. Schön geredet, ausgessen und nicht weiter gedacht, erleben wir jetzt das Ergebnis –  jeden Tag. Warum kann man Menschen nicht die Wahrheit sagen, sie damit konfrontieren? Weil Lobbyinteressen wichtiger sind als die der Allgemeinheit. In der Autoindustrie ist das ewige Schreien nach Wachstum eh vorbei. Es geht abwärts, denn künftig werden weniger Fahrzeuge gebraucht, die Industrie verändert sich durch mehr Automatisierung und auch das Verhalten der menschen ändert sich bereits – schon jetzt.

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Mehr rationale Planung, weniger ideologische Planung. Sich nicht von Lobbys beherrschen lassen. Kurz und knapp gesagt – anders machen  als bisher. Der Förderalismus steht uns im Weg oder hilft – je nach Ansicht und Weitsicht in dem Thema. So haben wir immer wieder wechselnde Verkehrsminister die so von Lobbyismus und seinen Widersprüchen geprägt sind. Es wird viel gesagt, behauptet, aber wenig umgesetzt, oder es wird tot und schlecht geredet.

Eine erschreckende Art und Weise der Verhinderung – trotz klarer Signale aus der Wissenschaft und dem Willen der Lokalpolitik.  Viele oft breite Strassen werden schon bald, da bin ich sicher, dem Radverkehr zum Opfer fallen, oder entsprechend beschränkt.

Journalisten schreiben oft absichtlich Falsches

Immer wieder kommt es vor, das Journalisten und TV Beiträge das Thema Elektromobilität beackern. Fest steht häufig: Es darf nicht funktionieren, es wird schlechter gemacht als es ist und Profis wie wir sehen dann auch teils beabsichtigte Fehler die dann in Ausreden münden, wenn sie ertappt werden. Nein. Es gibt nichts schön zu reden – das soll man auch nicht, aber betrachtet man eine aktuelle Berichterstattung der Deutsche Welle dann darf man auch hinterfragen, was das soll. Ein Auto dessen Aussagen und Annhmen nachweislich falsch waren wurden von der Redaktion als Meinung dargestellt. Ok: Meinung und Tatsache ist unterschidlich zu bewerten, aber wenn sie nicht oder nur eingeschränkt benannt wird? Fatal. Ja, jeder darf eine Meinung haben aber der Unterschied zu einer Tasache darf nicht das Verbreiten von falschen Infomationen sein.

Oder Fahrberichte von Journalisten, die sich absichtlich dämlich anstellen. Kommt immer wieder vor. Auch hier immer wieder die erkennbare Absicht eines Fehlers, der dann, ganz klar, zum Desaster führt. Oft Monate später wird man damit konfrontiert.

Die Veränderung sind schon längst eingeleitet

Tempo 30 in Städten ist im Gespräch – auch die Verknappung von Parkraum, Verteuerung von Parkraum und das ist gut für Klima und Menschen die dort leben. Und klar ist: Die vielen breiten Straßen bieten gute Möglichkeiten, öffentlichen Raum umzuverteilen – vom Auto zu den Fußgängern und Radfahrern, den Kindern, den Alten, den lokalen Geschäften und Betrieben. Das Auto steht überall im Weg. Man muss es wegräumen. Das ist kein Aufreger für Ihren Blutdruck – es wird Realität!

Ja, manches ist weit weg – weder in den Gedanken noch in der Praxis Realität. Klar ist: eMobilität löst ein Emissionsproblem, und die Frage der Energie wird geklärt, denn Elektromobilität funktioniert nur mit der Energiewende als Ganzes. Es geht nicht darum eine Antriebsart zu ersetzen. Sondern weitergedacht gehts darum Verkehr zu reduzieren und zu verändern. Immer weiter und genau so wie die meisten sich das nicht vorstellen wollen. Noch nicht. Auch deshalb sind viele dagegen. Dabei sind wir längst in einem Veränderungsprozess. Der viel weiter ist, als gedacht.

Automobilhandel wird Mobilitätsdienstleister

Schauen wir uns nochmal die Mobilität an: Fahrzeuge werden vernetzt, sind heute schon meist ein rollender Computer. Der technische Aufwand heute schon deutlich teurer und bereits heute ist klar: Der Vertrieb von Fahrzeugen verändert sich, weil sich auch der Anspruch und die Mobilität insgesamt wandeln.

Künftig kaufen wir Mobilität. Auch weil wir viel weniger Mobilität brauchen wie oft behauptet wird, denn das Fahrzeug steht mehr, als es fährt. 

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Das Fahrzeug wird nur noch Teil einer Mobilitätslösung sein

Pure Verschwendung von Platz und Resourcen. Es ist weit gedacht, aber genau das passiert. Bald. Alle Hersteller beugen sich bereits: Man rollt den Online Vertrieb aus. Hersteller vermieten Mobilität mit ganzheitlichen Angeboten – ein Test und das Lernen für die Zukunft. Künftig wird man appbasierte Koordination haben, weg von Stau, von zu vielen Fahrzeugen, weg vom Stress. Die Tests laufen längst. Klar ist, dass nicht alles auf Anhieb klappt und klar ist, dass es in einigen Regionen schneller in anderen länger dauert.  Sicher ist: Individuelle Mobilität wird deutlich teurer werden.

Der Automobilhandel tut heute schon viel und wird sich weiter zum Mobilitätsdienstleister entwickeln. Die Zeit geht vorbei nur ein Fahrzeug zu verkaufen oder zu verleasen. Der Anspruch steigt. Mehr Wissen, mehr Information. Sie werden Koordinator der Veränderung. Spannend wird sein, welche Konzepte die Hersteller auffahren. Volkswagen hat für den I.D.3 den Vertrieb drundlegend verändert. Keine Rabatte, keine Bestellung beim Händler. Diese werden Dienstleister für den hersteller, der alles vorschreibt. Der Händler wird nur noch das ausführende Organ. Andere sind weiter: Beispiel TESLA. Bestellung per Smartphone, Abholung an einigen Standorten – kontaktlos. Service kommt auf Wunsch auch nach Hause und die meisten Probleme sind softwarebasiert und kommen per Mobilfunk.

Beim Händler vor Ort geht es um viele Fragen: Wo kann ich laden, wie ist es mit Ladestationen, wo kommt der ganze Strom her, wie sauber ist das Akku uvm. Berechtigte Fragen. Und weiter gedscht erübrigt sich manches in der Zukunft. Denn nicht jede Strasse braucht zig Ladestationen, denn wir werden Fahrzeuge teilen. Das Laden findet nebenher statt. Ich kaufe mir die Mobilität die ich gerade brauche. Vereinfacht kann man sagen: Gehe ich heute zu IKEA um mir Möbel zu kaufen dann miete ich mir den passenden Bulli. Weil ich ihn sonst nicht brauche.

Die ganzheitliche Betrachtung mit Ökosystem wird zentraler Baustein im Handel werden, ebenso der Versuch vom Kuchen etwas abzubekommen. Wer sich durchsetzt, wird man sehen. Aber man ist längst dabei die Weichen zu stellen. Mit Künstlicher Intelligenz wird der Markt nochmals aufgemischt – dann verändert sich nochmals viel mehr, als man sich heute vorstellen kann. Ich selber tue mich schwer mit dem Gedanken, dass ich vielleicht noch erlebe wie ich in ein Fahrzeug steige, welches mich ohne mein Zutun und ohne meine Kontrolle von A nach B fährt. Die Antworten werden wir kriegen und auf Anhieb wird nicht alles funktionieren – muss es auch nicht weil sich alles entwickeln darf.

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Es nützt nichts mehr gegen die Veränderungen zu sein!

Denken wir als Gesellschaft zu klein oder ich zu gross? Vielleicht beides. ber was mir am Herzen liegt ist, dass wir weiter denken müssen und Zusammenhänge sehen müssen die heute noch weit weg erscheinen. Dabei ist es nicht weit.

Unsere gesellschaftliche Aufgabe muss es doch sein, dass wir nicht unserem Egoismus aus bequemlichkeit folgen sondern uns mit all den Umständen entwickeln und nicht stehen bleiben.

Energie – das Problem ?

Wo sollen den alle Laden, wie ist die Ökobilanz insgesamt, wo gibt es Ladestationen. Berechtigte Fragen dessen Lösungen auf dem Weg sind. Boh was gibt es da für Behauptungen – immer noch. Nicht das was sondern wie der Argumente oder Behauptungen ist Thema. Antwort ist simpel: Nein, wir haben hier kein Problem, denn es entwickelt sich und nein, es muss nicht alles perfekt sein, denn es darf sich entwickelt. Punkt.

Ein Problem haben wir dann, wenn man das so lässt, weil die meisten keinen wirklichen Plan haben (wollen). Das ist so. Wissen Sie: Wir wissen heute das die Herausforderung darin besteht den künftigen Strombedarf zu steuern um sicher zustellen das wir die Energie haben die wir brauchen und wissen sie auch, dass jeder Verbrenner mehr Strom verbraucht als jeses Elektrofahrzeug? Denn jeder Liter Kraftstoff verbraucht, bereinigt rund 8 kWh Strom bis es an der Tankstelle angekommen ist.

Mit 16 kWh pro 100 km fahre ich durchschnittlich. Wie weit kommt ein Verbrenner mit 2 Liter Kraftstoff? Und wirft man dem Elektrofahrzeug den Strommix vor, dann ist das der gleiche der verwendet wird um aus ÖL Kraftstoffe zu produzieren. Als die MYthen und der Drops ist gelutscht. Dazu gibt es bei uns und hunderten anderen beiträgen Antworten – seriös und verständlich.

Und weil wir an der Lösung mit den Fragen der Energie arbeiten ist es schlecht? Nein. Wieder genau das Thema: Bitte alles so lassen und wenn es zu ändern ist, dann bitte nicht bei mir. Boa diese Doppelmoral ist oft mehr als nur noch verwunderlich.

Offene Fragen sind dafür da beantwortet zu werden

In den letzten Jahrzehnten und das ist nicht so lange, ist so unendlich, unfassbar viel passiert und hat uns und unsere Gesellschaft verändert. Manches ist schwieriger, vieles leichter geworden. Gewohnheiten wurden auf den Kopf gestellt. Warum aber tun wir uns jetzt mit allem so schwer?

Weil wir jetzt gezwungen sind Massnahmen zu treffen, die wir nicht mehr 100 % tig steuern können? Jeder weiss es: Wir haben alle zu lange zu viel über unsere Verhältnisse gelebt, die Natur ausgebeutet, zu viel hingenommen, viele Begleiterscheinungen ignoriert. Und deshalb muss im Kopf von so vielen von uns alles so bleiben? NEIN. Es sind Fragen offen, die es zu lösen gilt. Und weil man damit konfrontiert wird ist es schlecht?

Man muss die Fragen, die Ängste, die Sorgen ernst nehmen und beantworten, aber ebenso muss die Gesellschaft auch Probleme anpacken, denn sie sind da. jetzt noch steuerbar – später nicht mehr. Das Weiterdenken hilft. Die Politik muss den Rahmen setzen und das muss schnller erfolgen. Wenn man jetzt alles mit Wohlstand rechtfertigt darf man aber auch fragen welchen Wohlstand wir haben wenn wir jetzt nicht handeln. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.

Fotos: emobicon

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Über mich: eMobil Experte | Coach | Projekt Planer bei emobicon®

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Autor: Harald M.

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